Wikipedia definiert ihn folgendermaßen:
Der Osterhase ist im Brauchtum ein vorgestellter Hase, der zu
Ostern Eier bemalt und im Garten versteckt. Soweit die formelle
Beschreibung.
Aber woher kommt der Osterhase?
Für die Klärung dieser Frage habe ich mich zunächst gefragt, was
ich über ihn weiß.
Er scheint eher unregelmäßige Arbeitszeiten zu haben, da Ostern
immer auf ein anderes Datum fällt. Er bringt weniger Geschenke als
der Weihnachtsmann. Dies liegt vermutlich an den vielen Eiern, die
er ebenfalls herumtragen muss und zu beachten wäre außerdem, dass
der Weihnachtsmann schließlich einen Schlitten hat.
Aber wie sieht es nun mit seiner Herkunft aus? Klar ist in diesem
Fall eigentlich, dass nichts klar ist.
Also wie kommt der Hase zum Ei oder das Ei zum Hasen?
Das Ei lässt sich noch relativ leicht erklären. Als Symbol neuen
Lebens steht es seit jeher für die Erneuerung des Lebens, so dass
es nicht verwunderlich ist, dass auch im Christentum das Ei als
Symbol der Auferstehung Jesu Christi angesehen werden könnte.
Und wie passt der Hase in dieses Bild? Als relativ sicher gilt,
dass der Osterhase, der die Eier färbt und versteckt, zu einem
protestantischen Brauch gehört, der sich im 18. Jahrhundert vor
allem in städtischen Regionen durchgesetzt hat. Damit wollten sich
die Protestanten wohl von den Fastenbräuchen der Katholiken
distanzieren.
Erstmals schriftlich erwähnt wird der Osterhase in einer
(medizinischen) Abhandlung, in der auf die Gefahren des übermäßigen
Verzehrs von Eiern hingewiesen wurde.
Woher kommt der Osterhase?
eine österliche Betrachtung von Joshua Minow


Ab dem 19. Jahrhundert hat sich der Osterhase gegenüber seinen
Konkurrenten, wie z.B. dem Kuckuck, dem Storch, dem Fuchs oder dem
Hahn, als unumstrittenes Ostersymbol durchgesetzt.
Und davor ? Es gibt diverse Theorien:
In einer Version wird behauptet, der Osterhase sei ein misslungenes
Ostergebäck, das eigentlich ein Osterlamm darstellen sollte.
Andere glauben, der Osterhase geht auf eine keltisch-germanische
Göttin, namens Ostara, zurück, der das Ei und auch der Hase als
göttliche Symbole zuzuordnen sind. Os-Tara ist keltischen Ursprungs
und Ausdruck für das Erwachen des Lebens nach der Winterpause, also
den Frühlingsbeginn.
Weitere Ansätze für die Bevorzugung des Hasen:
- Der Hase bekommt schon zu Beginn des Frühlings Junge und markiert
somit das Ende des Winters und den Beginn des Frühlings.
- Am Ende des Winters wagten sich die hungrigen Hasen auf der Suche
nach Futter näher an die Siedlungen heran. Die Menschen werteten
dies zum einen als Zeichen, dass der Winter zu Ende war und zum
anderen dachten sie, dass sie in die Gärten kamen, um die Eier zu
verstecken.
- Das Osterfest basiert auf dem Mondkalender. Es wird immer am
ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt
als Mondtier.
- Gründonnerstag galt als Abgabe- und Zinstermin für Schuldner an
die Gläubiger. Zu den Naturalien, mit denen vielfach bezahlt wurde,
gehörten auch Hasen und Eier.
- In der christlichen Motivdeutung steht eine Formation aus drei
Hasen als Symbol für die "Unauflöslichkeit“ der göttlichen Dreiheit
in der Einheit. Die Leiber der Hasen sind bei dieser Darstellung so
um nur drei Ohren angeordnet, dass doch jeder Hase zwei Ohren am
Kopf hat. Die drei Ohren bilden dabei ein Dreieck.
So kann sich jeder die für ihn passende Erklärung herauspicken.
International wurde der Osterhase durch deutsche Auswanderer
verbreitet. Der „ Easter-Bunny“ ist in den USA sehr beliebt, auch
wenn es sich übersetzt eigentlich um ein Osterkaninchen handelt.
In Australien wurde außerdem ein „ Easter-Bilby“ eingeführt.
Hauptsächlich, um auf diese bedrohte Tierart aufmerksam zu machen
und Geld für einen Erhaltungsfonds zu sammeln.


