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  1. 2013

Woher kommt der Osterhase?

eine österliche Betrachtung von Joshua Minow

Wikipedia definiert ihn folgendermaßen:
Der Osterhase ist im Brauchtum ein vorgestellter Hase, der zu Ostern Eier bemalt und im Garten versteckt. Soweit die formelle Beschreibung.
Aber woher kommt der Osterhase?
Für die Klärung dieser Frage habe ich mich zunächst gefragt, was ich über ihn weiß.
Er scheint eher unregelmäßige Arbeitszeiten zu haben, da Ostern immer auf ein anderes Datum fällt. Er bringt weniger Geschenke als der Weihnachtsmann. Dies liegt vermutlich an den vielen Eiern, die er ebenfalls herumtragen muss und zu beachten wäre außerdem, dass der Weihnachtsmann schließlich einen Schlitten hat.

Aber wie sieht es nun mit seiner Herkunft aus? Klar ist in diesem Fall eigentlich, dass nichts klar ist.
Also wie kommt der Hase zum Ei oder das Ei zum Hasen?
Das Ei lässt sich noch relativ leicht erklären. Als Symbol neuen Lebens steht es seit jeher für die Erneuerung des Lebens, so dass es nicht verwunderlich ist, dass auch im Christentum das Ei als Symbol der Auferstehung Jesu Christi angesehen werden könnte.
Und wie passt der Hase in dieses Bild? Als relativ sicher gilt, dass der Osterhase, der die Eier färbt und versteckt, zu einem protestantischen Brauch gehört, der sich im 18. Jahrhundert vor allem in städtischen Regionen durchgesetzt hat. Damit wollten sich die Protestanten wohl von den Fastenbräuchen der Katholiken distanzieren.
Erstmals schriftlich erwähnt wird der Osterhase in einer (medizinischen) Abhandlung, in der auf die Gefahren des übermäßigen Verzehrs von Eiern hingewiesen wurde.

Ab dem 19. Jahrhundert hat sich der Osterhase gegenüber seinen Konkurrenten, wie z.B. dem Kuckuck, dem Storch, dem Fuchs oder dem Hahn, als unumstrittenes Ostersymbol durchgesetzt.
Und davor ? Es gibt diverse Theorien:
In einer Version wird behauptet, der Osterhase sei ein misslungenes Ostergebäck, das eigentlich ein Osterlamm darstellen sollte.
Andere glauben, der Osterhase geht auf eine keltisch-germanische Göttin, namens Ostara, zurück, der das Ei und auch der Hase als göttliche Symbole zuzuordnen sind. Os-Tara ist keltischen Ursprungs und Ausdruck für das Erwachen des Lebens nach der Winterpause, also den Frühlingsbeginn.
Weitere Ansätze für die Bevorzugung des Hasen:
- Der Hase bekommt schon zu Beginn des Frühlings Junge und markiert somit das Ende des Winters und den Beginn des Frühlings.
- Am Ende des Winters wagten sich die hungrigen Hasen auf der Suche nach Futter näher an die Siedlungen heran. Die Menschen werteten dies zum einen als Zeichen, dass der Winter zu Ende war und zum anderen dachten sie, dass sie in die Gärten kamen, um die Eier zu verstecken.
- Das Osterfest basiert auf dem Mondkalender. Es wird immer am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt als Mondtier.
- Gründonnerstag galt als Abgabe- und Zinstermin für Schuldner an die Gläubiger. Zu den Naturalien, mit denen vielfach bezahlt wurde, gehörten auch Hasen und Eier.
- In der christlichen Motivdeutung steht eine Formation aus drei Hasen als Symbol für die "Unauflöslichkeit“ der göttlichen Dreiheit in der Einheit. Die Leiber der Hasen sind bei dieser Darstellung so um nur drei Ohren angeordnet, dass doch jeder Hase zwei Ohren am Kopf hat. Die drei Ohren bilden dabei ein Dreieck.
So kann sich jeder die für ihn passende Erklärung herauspicken.
International wurde der Osterhase durch deutsche Auswanderer verbreitet. Der „ Easter-Bunny“ ist in den USA sehr beliebt, auch wenn es sich übersetzt eigentlich um ein Osterkaninchen handelt.
In Australien wurde außerdem ein „ Easter-Bilby“ eingeführt. Hauptsächlich, um auf diese bedrohte Tierart aufmerksam zu machen und Geld für einen Erhaltungsfonds zu sammeln.

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