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  1. 2013

Kultur pur!
Bücher in der Schatzkammer, Filme mit Süßigkeiten, Reisen zum Miterleben, Lesungen, Zeitzeugenberichte, Workshops und Vorträge: so vielfältig ist der Kulturtag am Athenaeum.

Die rasenden Athereporter berichten und fotografieren: Adriana Dinter (9l2), Joshua Minow (9l1), Lena Pape (9f2), Melina Umland (9l2) und Malin Uther (9f2).

1. „Reisen ans Ende unserer Welt – Nordeuropa und Arktis“ und Quiz zum Vortrag unter der Leitung von Arne Rüter.

Vielleicht hat das Thema nicht sofort alle Schüler angesprochen, aber es gibt einen überraschend interessanten Vortrag mit viel Hintergrundwissen und vielen selbst gemachten Bilder – leider aber auch viel zu früh…

2. Eins, zwei, oder drei – Wissensquiz, durchgeführt von den Lehrkräften Grewe, Radwan und Larisch

Haben die Schüler am Ende des Schuljahres schon genug von „Ratespielen “? Nicht viele Leute trauen sich zu, etwas zu wissen, aber die Teilnehmer haben dann doch viel Spaß.

3. Führung durch die Schatzkammer der historischen Bibliothek unter der Leitung von Andrea Helmers


Frau Helmers zeigt sehr alte Bücher, für deren Herstellung 150 Kälbchen geopfert wurden, wie sie erzählt

4.  Australien: Reisen ans andere Ende der Welt unter der Leitung von Julia Behrens

Etwas später am Tag und am anderen Ende der Welt sind auch schon deutlich mehr Zuhörer in der Aula und lauschen den spannenden Geschichten über Australien.

5. Kinoprogramm im E-Bau mit Süßigkeiten

Das beste am Film!!!? Süßigkeiten wurden für die jungen Zuschauer bereitgestellt, besser als im Richtigen Kino.

6. „Wie der Mensch Sprache lernt“ – Workshop von und mit Prof. Dr. Malte Zimmermann

Selbst am Freitagnachmittag raffen sich 20 gespannte Workshop-Teilnehmer ins Athenaeum auf, um von Prof. Dr. Malte Zimmermann zu erfahren, „wie der Mensch Sprache lernt“. Belohnt werden sie mit vielfältigen Informationen und einigen praktischen Beispielen und Übungen zu den Fragen, was, wie und wann ein Mensch das unbewusste Wissen Sprache lernt. So werden nicht nur Pluralformen zu Nonce-Wörter wie „Terk“ gebildet sondern auch vermeintlich typisch deutsche Nonsens-Wörter entlarvt. Ein interessanter Workshop, der die so alltägliche und vertraute Sprache als spanndendes Mysterium zeigt.

7. „Ich lese nicht, ich denke selbst“ Eine weltanschauliche Essaysammlung von Christoph Duwe

„Die Dummheit der breiten Masse ist niederschmetternd“, so die Worte von Christoph Duwe bei seinem Vortrag im Rahmen des Jubiläums. In seinem Buch, das er als Appell an den gesunden Menschenverstand verstanden wissen will, kritsiert er unsere Gesellschaft, Ethik, Politik, Kultur, Geschichte, Prominente und Medien auf eine humorvolle Weise. Er beschreibt eigenen Ansichten, Erfahrungen und Eindrücke in seinem Buch und nimmt selbst bei Prominenten kein Blatt vor den Mund. Eine Diskussion nach dem Vortrag blieb leider aus. Vielleicht musste das Publikum die direkten und kritischen Meinungsäußerungen erst verdauen.

8. „Viele Wege führen nach Mekka – meien Lebensreise von Stade ins Morgenland“ von Dr. Peter Schütt

"Über Moskau nach Mekka", so heißt das selbst verfasste Buch von Dr. Peter Schütt, das er im Rahmen des Jubiläums am Kulturtag vorstellte. In seinem Vortrag, zu dem alle seine ehemaligen Mitschüler aus seiner Schulzeit am Athenaeum kamen, erzählte er von seiner Zeit am Athe, wichtigen Lebensereignissen, wie z.B. das Wechseln der Religion, die seinen Lebensweg prägten, aber auch von Personen, die besonders wichtig für ihn waren. Dabei herrschte eine für einen Vortrag lockere Stimmung, da sein Lebensreisebericht auf humorvolle Art und Weise geschrieben ist und Textpassagen wie das "Sommersprossengesicht" ein Grinsen ins Gesicht der Zuschauer zauberten.

9. Texte von Peter Rühmkorf – Lesung mit Ronald Finke

Zwei ehemalige Athenaer treffen aufeinander – wenn auch nur im Geiste. In einer facettenreichen und fesselnden Lesung trägt Ronald Finke, Abiturjahrgang 1991, Texte Peter Rühmkorfs, Abiturjahrgang 1951, aus seiner etwa fünfzigjährigen Schaffenszeit vor. Mit seiner eindringlichen Stimme vermag es Finke Märchen, Essays und Gedichten derart viel Leben einzuhauchen, dass die Zuhörer geradezu an seinen Lippen hängen. Obwohl Referent und Schriftsteller nie die Chance hatten sich kennenzulernen, wirkt die Lebendigkeit der Texte gerade so als seien beide anwesend.

10. „Bulle im St. Pauli-Sumpf – wie die Mafia nach Deutschland kam“ – Zeitzeugenbericht von Peter Reichard


In einem erheiterndem Vortrag mit zählreichen persönlichen Anekdoten referiert Peter Richard über die Wege, wie die Mafia nach Deutschland, genauer nach St. Pauli, kam. Der ehemalige Athenaer war damals schon für seine Showeinlagen berühmt. So parodierte er zur 375-Jahrfeier der Schule einen im Publikum sitzenden Lehrer, der zum Glück herzhaft darüber lachen konnte. Die sich anschließende Frage nach seinem Berufswunsch, nämlich „Kriminalbeamter“, verursachte ebenso schallendes Gelächter. Doch er sollte Recht behalten. Viele Jahre war er als Kriminalpolizist an der berühmten David-Wache im Hamburger Kiez an vorderster Front im Einsatz. Die Motivation dafür zog er aus einem Schulausflug, bei dem er sich mehr oder weniger unbemerkt der Lehreraufsicht entziehen konnte und in der Nähe des berühmt berüchtigten „Star-Clubs“ auf „abenteuerliche Typen“ stieß. Diese Vertreter der „dunklen Seite“ faszinierten den Abiturienten des Jahrgangs 1966 derart, dass er sich fortan mit Wegen und Strukturen der organisierten Kriminalität auseinandersetzte.

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