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  1. 2013

Urkundenverleihung „Umweltschule in Europa“

Vier Stader Schulen haben sich wieder einmal auf ihre Umwelttauglichkeit prüfen lassen und wurden am 23. September in der Alfred-Töpfer-Akademie in Schneverdingen zur „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet. Alle sind zum wiederholten Mal dabei: Die Elbmarschenschule seit 2009, die BBS 3 seit 2005, die Jobelmannschule seit 1998 und das Athenaeum sogar seit 1996.
Herr Markurth vom MK sagte: „34 Schulen aus dem Schul-Bezirk Lüneburg haben bewiesen, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule eine Rolle spielt.“ Und vier davon sind aus dem Stader Raum!

Die Elbmarschenschule in Drochtersen hat sich mit dem Lebensraum Schule auseinandergesetzt und im Rahmen von „plant for the planet“ eine Baumpflanzaktion durchgeführt. Diese war begleitet von der Plakataktion „stop talking – start planting“. Außerdem gab es ein Kunstprojekt „Hundertwasser-Fassaden“ mit Baummietern in den Fassaden.

Die BBS 3 hat sich mit gesunder Schülerernährung beschäftigt und legt Wert auf die Verarbeitung saisonaler, regionaler und fair gehandelter Produkte. Es wurde eine Schülergenossenschaft gegründet, das soziale Miteinander gefördert und Wert gelegt auf die Einsparung von Ressourcen: Erdgas, Strom, Wasser. Die Jugendlichen haben einen Anzug mit Zubehör hergestellt, mit dem man am eigenen Leib erfahren kann, dass ältere Leute schlechter sehen und hören und sich langsamer fortbewegen.

Die Jobelmannschule überzeugt mit ihrem Projekt „eve: Energie – verantwortungsvoller Einsatz“. Das Excel-Programm der Schülerinnen und Schüler hilft bei vorgegebenem Kapital die effektivsten und kostengünstigsten Dämmstoffe zu finden. Oder es berechnet umgekehrt die Kosten, wie viel der Umbau kostet, wenn man neue Fenster, Wanddämmung eine Dachisolierung plant.

Auch beim Athenaeum ging es im Projektzeitraum 2011 – 2013 und das sozial Miteinander inerhalb und außerhalb der Schule: Die schon etablierten Konfliktlotsen und Neuntklässler als Paten für die Fünften sind nach wie vor tätig. Als Beispiel für eine neue Errungenschaft seien das Speeddating „12 trifft 10“ genannt, bei dem Ältere den Jüngeren nicht die Welt aber die Oberstufe erklären, und die Gründung einer Schülergenossenschaft. Zudem gab es Spendensammelaktionen für Afghanistan und einen erkrankten Schüler. Weitere Lobeswort fielen u.a. für die CD-Sammelaktion, bei der 12.873 CDs dem Recyclingprozess zugeführt wurden, für den Erweiterungsbau mit Blockheizkraftwerk, CO2-Ampeln, Mülltrennung und Sicherheitskonzept, für den Einsatz einiger Damen, die ehrenamtlich den Schulgarten pflegen und nicht zuletzt für die im Schulprogramm verankerte ökonomische und ökologische Werthaltung. Diejenigen, die das vergessen haben, mögen im Schulplaner S. 4 nachschlagen: „Wir wollen eine humane, soziale, umweltfreundliche und leistungsorientierte Schule sein.“ Mit der 11. Auszeichnung zur Umweltschule und der Kunstausstellung im Kunsthaus Wasser West nähern sich die Jubiläumsfeierlichkeiten dem Ende.


Elfriede Schöning

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