Vier Stader Schulen haben sich wieder einmal auf ihre
Umwelttauglichkeit prüfen lassen und wurden am 23. September in der
Alfred-Töpfer-Akademie in Schneverdingen zur „Umweltschule in
Europa“ ausgezeichnet. Alle sind zum wiederholten Mal dabei: Die
Elbmarschenschule seit 2009, die BBS 3 seit 2005, die
Jobelmannschule seit 1998 und das Athenaeum sogar seit 1996.
Herr Markurth vom MK sagte: „34 Schulen aus dem Schul-Bezirk
Lüneburg haben bewiesen, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung
in der Schule eine Rolle spielt.“ Und vier davon sind aus dem
Stader Raum!
Die Elbmarschenschule in Drochtersen hat sich mit dem Lebensraum
Schule auseinandergesetzt und im Rahmen von „plant for the planet“
eine Baumpflanzaktion durchgeführt. Diese war begleitet von der
Plakataktion „stop talking – start planting“. Außerdem gab es ein
Kunstprojekt „Hundertwasser-Fassaden“ mit Baummietern in den
Fassaden.
Die BBS 3 hat sich mit gesunder Schülerernährung beschäftigt und
legt Wert auf die Verarbeitung saisonaler, regionaler und fair
gehandelter Produkte. Es wurde eine Schülergenossenschaft
gegründet, das soziale Miteinander gefördert und Wert gelegt auf
die Einsparung von Ressourcen: Erdgas, Strom, Wasser. Die
Jugendlichen haben einen Anzug mit Zubehör hergestellt, mit dem man
am eigenen Leib erfahren kann, dass ältere Leute schlechter sehen
und hören und sich langsamer fortbewegen.
Die Jobelmannschule überzeugt mit ihrem Projekt „eve: Energie –
verantwortungsvoller Einsatz“. Das Excel-Programm der Schülerinnen
und Schüler hilft bei vorgegebenem Kapital die effektivsten und
kostengünstigsten Dämmstoffe zu finden. Oder es berechnet umgekehrt
die Kosten, wie viel der Umbau kostet, wenn man neue Fenster,
Wanddämmung eine Dachisolierung plant.
Auch beim Athenaeum ging es im Projektzeitraum 2011 – 2013 und das
sozial Miteinander inerhalb und außerhalb der Schule: Die schon
etablierten Konfliktlotsen und Neuntklässler als Paten für die
Fünften sind nach wie vor tätig. Als Beispiel für eine neue
Errungenschaft seien das Speeddating „12 trifft 10“ genannt, bei
dem Ältere den Jüngeren nicht die Welt aber die Oberstufe erklären,
und die Gründung einer Schülergenossenschaft. Zudem gab es
Spendensammelaktionen für Afghanistan und einen erkrankten Schüler.
Weitere Lobeswort fielen u.a. für die CD-Sammelaktion, bei der
12.873 CDs dem Recyclingprozess zugeführt wurden, für den
Erweiterungsbau mit Blockheizkraftwerk, CO2-Ampeln, Mülltrennung
und Sicherheitskonzept, für den Einsatz einiger Damen, die
ehrenamtlich den Schulgarten pflegen und nicht zuletzt für die im
Schulprogramm verankerte ökonomische und ökologische Werthaltung.
Diejenigen, die das vergessen haben, mögen im Schulplaner S. 4
nachschlagen: „Wir wollen eine humane, soziale, umweltfreundliche
und leistungsorientierte Schule sein.“ Mit der 11. Auszeichnung zur
Umweltschule und der Kunstausstellung im Kunsthaus Wasser West
nähern sich die Jubiläumsfeierlichkeiten dem Ende.
Elfriede Schöning
Urkundenverleihung „Umweltschule in Europa“



