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Das Problem „Penny-Besuch“
Seit Jahren schon gehen die Schüler des Athenaeums Stade zu Penny,
manche vielleicht in der Freizeit, manche aber auch in der
Schulzeit. Doch die Schulleitung und die Lehrer wollen dem jetzt
ein Ende setzen. Sie haben es vor kurzem bei einer
Klassensprechersitzung klar gemacht, dass sie jetzt alle Wege zu
Penny oder außerhalb des Schulgeländes mit Lehrern absperren
wollen, da wir da nicht versichert sind.
Wir durften noch nie hin, aber Schüler finden immer einen Weg
dorthin, doch ob sie es jetzt immer noch schaffen werden, ist
fraglich. Manche Schüler gelangten zu Penny durch das Loch hinterm
Pavillon, welches die Lehrer jetzt aber absperren wollen.
Die Schüler der Klasse 6f bemühen sich, diese Sperrung zu
verhindern „ Das ist echt bescheuert,“ sagte ein Schüler aus der
6f.
Die meisten wissen vielleicht bei dem ganzen Gerede über Penny gar
nicht mehr, dass es noch eine Kabuschka gibt, die gutes Essen hat
und wo viele Eltern freiwillig helfen. Bald wird sie sogar zu einer
Mensa umgebaut.
Oliver Ossenbrügge aus der 6f ist überzeugt: „Die Pennysituation
bleibt weiter spannend.“
2
Schüler am Athenaeum Stade protestieren gegen die neuen alten
Regeln
Die Klasse 6F protestierte gegen die Regel, dass sie während der
Mittagspause nicht zu Penny, Heyderich oder ähnlichen Geschäften
gehen dürfen, sprich, es ist ab sofort (wie vorher auch) untersagt,
das Schulgelände während der Schulzeit zu verlassen, aber es soll
deutlich genauer überprüft werden.
Die Schüler dachten sich Sprüche aus wie: „Wollt ihr uns, wollen
wir Penny!“ oder auch „Penny, ja Danke.“. Sie starteten auch eine
Unterschriftenaktion dazu. Hierbei sammelten sie bisher schon 233
Unterschriften. Wenn dies aber auch nicht klappen sollte, „wollen
wir sogar einen Sitzstreik machen“, sagte ein Schüler der 6f in
einem Interview. Einige Lehrer finden es gut, dass die Schüler sich
für eigene Ideen einsetzen und so engagiert sind, sie erklärten uns
aber auch die rechtlichen Bedingungen.
Penny in der Harsefelder Straße wird dieses Verbot sicherlich auch
„am eigenen Leib“ erfahren, da eine wichtige Einnahmequelle (die
Schüler des Athenaeums) durch das Verbot eingeschränkter sein wird,
glaubt Frederik Mucks aus der 6f.
(Anmerkung der Redaktion: Protest kann wichtig sein, hier hat er
aber leider keinen Erfolg, da eine solche Regelung im Schulalltag
wichtig und notwendig ist und nicht zurück genommen werden kann.)
3 Information über… Geschwister krebskranker Kinder
Alessa Sievert hat sich im Internet über ein Thema informiert, dass
sie interessiert, und etwas über eine Studie zu Geschwistern
krebskranker Kinder gefunden.
(Quelle:www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/krebskranke-kinder-geschwister-leiden-leise-mit)
Wie reagieren Eltern und Geschwister?
“Meine Schwester hat Krebs“ Dieser Satz klingt bedrohlich. Er macht
Angst und verunsichert. Erhält ein Kind die Diagnose Krebs – egal,
ob Bruder oder Schwester, Sohn oder Tochter – bedeutet das für die
Familie eine große Belastung. Ängste, Sorgen und die Organisation
des Alltags, alles dreht sich um das kranke Kind. Geschwister
treten zwangsläufig in den Hintergrund. Für die Studie haben die
Wissenschaftler 14 Geschwister krebskranker Kinder mit 18
Geschwistern gesunder Kinder verglichen. Im Durchschnitt waren die
Geschwisterkinder zwischen neun und zehn Jahre alt.
Um zu erkennen, wie sehr der Krebs des Bruders oder der Schwester
die Kinder belastet, nutzten die Forscher die sogenannte
Geschichtenergänzung: Den Kindern werden mit Hilfe von Spielfiguren
verschiedene Geschichten erzählt, die sie dann zu Ende spielen und
erzählen sollen. Insgesamt ergänzte jedes Kind neun solcher
Geschichtenanfänge, währenddessen wurde es gefilmt, um das
Verhalten auswerten zu können. "Wir erfahren so mehr über die
tatsächlichen Ängste, Sorgen und Phantasien des Kindes." erklärt
der Studienautor und Kinderpsychiater Alain Di Gallo.
Der Forscher und seine Kollegen stellten fest, dass die Kinder zu
Beginn der Behandlung anders reagierten als nach deren Abschluss:
• Sie stellten die Elternfiguren negativer dar, etwa indem die
Eltern die Kinderfiguren zurechtwiesen oder bestraften.
• Die kindliche Spielfigur verhielt sich seltener kindgerecht. Oft
wurde sie größer und mächtiger dargestellt, hatte übermäßige Kräfte
– wie Superman, der die Welt rettet. Die Kinder haben das
Bedürfnis, ihre Eltern und Geschwister zu beschützen.
• Nach Abschluss der Therapie zeigten die Geschwister dagegen
weniger kontrollierendes Verhalten und beendeten ihre Geschichten
deutlich positiver.
Betroffene Geschwister leisten enorme seelische Arbeit, um
funktionieren zu können – ihre Außenwelt bekommt davon jedoch nur
wenig mit. "Wir wollen damit keine zusätzlichen Patienten finden",
sagt Herr Di Gallo. "Geschwister zu sein, ist keine Krankheit".
Doch die Erkrankung von Bruder oder Schwester ist eine besondere
Situation. „Manchmal hilft schon wenig!“ meinte Alain Di Gallo.
Den Krebs gibt es schon lange, aber diese Krankheit wurde erst
später herausgefunden. Die Menschen früher meinten, sie wären an
Altersschwäche gestorben. Doch dies stimmte nicht, diese Menschen
waren an Krebs erkrankt, mindestens sehr viele von ihnen! Dies fand
man erst mehr als 100 Jahre später raus, wonach sich alle Leute
dann voneinander fern hielten um nicht angesteckt zu werden, denn
dort wurde noch erzählt das Krebs ansteckend sei. Nach noch einmal
50 Jahren wurde dann endlich festgestellt, dass Krebs nicht
ansteckend ist, worüber alle sich zunächst aufregten, denn sie
hielten sich ja von ihren Freunden, Bekannten, Verwandten fern, um
nicht an Krebs zu erkranken! Doch sie beruhigten sich schnell
wieder. Krebs entsteht, indem unkontrollierte Zellen sich
vermehren. Dies kann viele Auslöser haben, z.B. schädliche Stoffe,
durch UV-Strahlung oder Zigarettenrauch.
Aus dem Deutschunterricht Klasse 6: Artikel zu selbst gewählten Themen schreiben



