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  1. 2014

Interview mit Dennis Röder

Seit dem 25.November 2013 ist Herr Dennis Röder, Lehrer des Athenaeums, einer der Preisträger des „ Deutschen Lehrerpreises “ in der Kategorie „Schüler zeichnen Lehrer aus", d.h. er wurde zu einem der besten Lehrer Deutschlands gewählt.
Jugendreporter Joshua Minow hat sich mit Herrn Dennis Röder zusammengesetzt und ihm einige Fragen gestellt.

Dass Dennis Röder, 36 Jahre alt, sich in 2008 dem Athe-Kollegium anschloss, haben wir wohl auch Herrn Zeuch zu verdanken. Die beiden kannten sich schon länger und Herr Zeuch empfahl ihm die Stelle am Athe. Herr Röder ist dann aus NRW nach Harburg gezogen. Er unterrichtet bei uns seitdem Englisch, Geschichte und auch Bili. Dabei ist der bilinguale Geschichtsunterricht sein Lieblingsfach, da es im Vergleich zum „ normalen “ Geschichtsunterricht interessant sei, zu sehen, wie Ereignisse auf Englisch beschrieben werden.

Aber nun zur Wahl zum besten Lehrer:

Seit 2009 verleihen die Vodafone Stiftung Deutschland und der Deutsche Philologenverband (DphV) den „ Deutschen Lehrerpreis “ in den Kategorien „ Unterricht innovativ " und „Schüler zeichnen Lehrer aus “.
Voraussetzung für die Teilnahme in der Kategorie „Schüler zeichnen Lehrer aus" ist die Nominierung eines Lehrers durch Schüler des Abschlussjahrganges bzw. von ehemaligen Schülern. Dadurch wird verhindert, dass die Motivation der Nominierenden eher in der Verbesserung der eigenen Situation durch „ Einschleimen “ liegt.
Die Nominierung selbst erfolgt durch das Einreichen einer Bewerbung, in der anschaulich beschrieben wird, aus welchem Grund der Lehrer vorgeschlagen wurde. Hierfür gilt: Je mehr Schüler sich beteiligten, desto besser.
Auszüge aus dieser Bewerbung veröffentlichte die Vodafone Stiftung Deutschland auf ihrer Internetseite in Form eines Steckbriefes. Daraus nun einige Auszüge:

Besondere Eigenschaften laut Schüler-Meinung:

• Herr Röder steht für: lebendigen Unterricht, große fachliche Kompetenz, faire und transparente Benotung, abwechslungsreiche Methodik der Vermittlung, hohen Aktualitätsbezug, Inspiration.

Direktes Schülerlob:

• „Herr Röder ist anspruchsvoll, doch er honoriert Verbesserungen von geringem Niveau genauso fair und transparent wie Leistung auf höchstem Niveau.“
• „Schon im Fach Englisch begeisterte der überaus weltoffene Mann durch seine vielen Realitätsbezüge, sei es durch die eigene Erstellung von Werbeplakaten, sei es durch eingängige Erklärungen des britischen Humors oder einfach dadurch, dass der jüngste Chart-Hit einmal unter theoretischen Gesichtspunkten untersucht wurde.“
• „Es gehört zu seinem Repertoire, sehr viel zu loben, doch immer auf eine Weise, die angenehm und aufrichtig wirkt, denn Herr Röder setzt sich im Anschluss an sein Lob immer auch mit dem Beitrag des Schülers auseinander, statt sich einfach nur die nächste Meldung anzuhören.“
• „Herr Röder hat es verdient den Deutschen Lehrerpreis zu gewinnen, weil man als Schüler/in merkt, dass er seinen Beruf mit viel Freude und Leidenschaft ausübt.“
• „Er wird mir als qualifiziertester Lehrer meiner Schulzeit im Gedächtnis bleiben.“


Herr Röder wurde von seinem ehemaligen Geschichte-Leistungskurs nominiert und das für ihn völlig überraschend. Obwohl er rückblickend dann doch feststellen musste, dass seine Schüler ihm schon beim Abi-Ball einige Hinweise gegeben hatten. Nun gut, es wurde ja nicht der „ Blitzmerker des Jahres “ gesucht.
Die Jury des Wettbewerbs bestand aus Lehrern, Schülern und Professoren.
Von den über 3000 nominierten Lehrern sind letztendlich 16 ausgezeichnet worden. Die Verleihung, zu der er 2 Schüler mitnehmen durfte, fand in Berlin statt,.
Während der Preisverleihung sollte dann einer dieser Schüler auf der Bühne in einem Satz zusammenfassen, wieso Herr Röder zu den Preisträgern gehört, also eine Art Laudatio. Dieser Satz enthielt im übrigen die Worte „modernster“ und „Schülern zugewandtester Lehrer“.
Herr Röder erhielt für seine Auszeichnung ein Preisgeld von 1000€ sowie eine gläserne Trophäe. Von diesem Preisgeld will Dennis Röder für den Fachbereich Geschichte neue Unterrichtmaterialien anschaffen.
Eine Party vom Kollegium gab es allerdings nicht wirklich, aber zumindest die eine oder andere Umarmung und natürlich das Lob von „Oben“.
Geändert hat sich nach seiner eigenen Aussage wenig, auch wenn sein Kurs und er für das NDR-Fernsehen eine Stunde „nachgespielt“ haben. Die Schüler hätten am Anfang immer etwas getuschelt und bei Elternsprechtagen war und wird es wohl noch eine Weile ein Thema sein, doch ansonsten ist alles beim Alten geblieben.

Im übrigen ist Herr Röder nicht der einzige preisgekrönte Lehrer des Athe.
Frau Trusheim und Herr Trautmann vom Athenaeum gehörten auch schon mal zu den Nominierten in einem anderen Wettbewerb. Herr Carmesin bekam in 2010 den Klaus-von-Klitzing-Preis der Universität Oldenburg und wurde dadurch „Lehrer des Jahres für naturwissenschaftliche Fächer“. Und in 2001 wurde Herr Christian Schlecht (Französisch, Ethik) in einer Fernsehsendung zum „Klügsten Lehrer Deutschlands“ gekürt.
Herr Röder ist also in bester Gesellschaft.

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