Seit dem 25.November 2013 ist Herr Dennis Röder, Lehrer des
Athenaeums, einer der Preisträger des „ Deutschen Lehrerpreises “
in der Kategorie „Schüler zeichnen Lehrer aus", d.h. er wurde zu
einem der besten Lehrer Deutschlands gewählt.
Jugendreporter Joshua Minow hat sich mit Herrn Dennis Röder
zusammengesetzt und ihm einige Fragen gestellt.
Dass Dennis Röder, 36 Jahre alt, sich in 2008 dem Athe-Kollegium
anschloss, haben wir wohl auch Herrn Zeuch zu verdanken. Die beiden
kannten sich schon länger und Herr Zeuch empfahl ihm die Stelle am
Athe. Herr Röder ist dann aus NRW nach Harburg gezogen. Er
unterrichtet bei uns seitdem Englisch, Geschichte und auch Bili.
Dabei ist der bilinguale Geschichtsunterricht sein Lieblingsfach,
da es im Vergleich zum „ normalen “ Geschichtsunterricht
interessant sei, zu sehen, wie Ereignisse auf Englisch beschrieben
werden.
Aber nun zur Wahl zum besten Lehrer:
Seit 2009 verleihen die Vodafone Stiftung Deutschland und der
Deutsche Philologenverband (DphV) den „ Deutschen Lehrerpreis “ in
den Kategorien „ Unterricht innovativ " und „Schüler zeichnen
Lehrer aus “.
Voraussetzung für die Teilnahme in der Kategorie „Schüler zeichnen
Lehrer aus" ist die Nominierung eines Lehrers durch Schüler des
Abschlussjahrganges bzw. von ehemaligen Schülern. Dadurch wird
verhindert, dass die Motivation der Nominierenden eher in der
Verbesserung der eigenen Situation durch „ Einschleimen “ liegt.
Die Nominierung selbst erfolgt durch das Einreichen einer
Bewerbung, in der anschaulich beschrieben wird, aus welchem Grund
der Lehrer vorgeschlagen wurde. Hierfür gilt: Je mehr Schüler sich
beteiligten, desto besser.
Auszüge aus dieser Bewerbung veröffentlichte die Vodafone Stiftung
Deutschland auf ihrer Internetseite in Form eines Steckbriefes.
Daraus nun einige Auszüge:
Besondere Eigenschaften laut Schüler-Meinung:
• Herr Röder steht für: lebendigen Unterricht, große fachliche
Kompetenz, faire und transparente Benotung, abwechslungsreiche
Methodik der Vermittlung, hohen Aktualitätsbezug, Inspiration.
Direktes Schülerlob:
• „Herr Röder ist anspruchsvoll, doch er honoriert Verbesserungen
von geringem Niveau genauso fair und transparent wie Leistung auf
höchstem Niveau.“
• „Schon im Fach Englisch begeisterte der überaus weltoffene Mann
durch seine vielen Realitätsbezüge, sei es durch die eigene
Erstellung von Werbeplakaten, sei es durch eingängige Erklärungen
des britischen Humors oder einfach dadurch, dass der jüngste
Chart-Hit einmal unter theoretischen Gesichtspunkten untersucht
wurde.“
• „Es gehört zu seinem Repertoire, sehr viel zu loben, doch immer
auf eine Weise, die angenehm und aufrichtig wirkt, denn Herr Röder
setzt sich im Anschluss an sein Lob immer auch mit dem Beitrag des
Schülers auseinander, statt sich einfach nur die nächste Meldung
anzuhören.“
• „Herr Röder hat es verdient den Deutschen Lehrerpreis zu
gewinnen, weil man als Schüler/in merkt, dass er seinen Beruf mit
viel Freude und Leidenschaft ausübt.“
• „Er wird mir als qualifiziertester Lehrer meiner Schulzeit im
Gedächtnis bleiben.“
Herr Röder wurde von seinem ehemaligen Geschichte-Leistungskurs
nominiert und das für ihn völlig überraschend. Obwohl er
rückblickend dann doch feststellen musste, dass seine Schüler ihm
schon beim Abi-Ball einige Hinweise gegeben hatten. Nun gut, es
wurde ja nicht der „ Blitzmerker des Jahres “ gesucht.
Die Jury des Wettbewerbs bestand aus Lehrern, Schülern und
Professoren.
Von den über 3000 nominierten Lehrern sind letztendlich 16
ausgezeichnet worden. Die Verleihung, zu der er 2 Schüler mitnehmen
durfte, fand in Berlin statt,.
Während der Preisverleihung sollte dann einer dieser Schüler auf
der Bühne in einem Satz zusammenfassen, wieso Herr Röder zu den
Preisträgern gehört, also eine Art Laudatio. Dieser Satz enthielt
im übrigen die Worte „modernster“ und „Schülern zugewandtester
Lehrer“.
Herr Röder erhielt für seine Auszeichnung ein Preisgeld von 1000€
sowie eine gläserne Trophäe. Von diesem Preisgeld will Dennis Röder
für den Fachbereich Geschichte neue Unterrichtmaterialien
anschaffen.
Eine Party vom Kollegium gab es allerdings nicht wirklich, aber
zumindest die eine oder andere Umarmung und natürlich das Lob von
„Oben“.
Geändert hat sich nach seiner eigenen Aussage wenig, auch wenn sein
Kurs und er für das NDR-Fernsehen eine Stunde „nachgespielt“ haben.
Die Schüler hätten am Anfang immer etwas getuschelt und bei
Elternsprechtagen war und wird es wohl noch eine Weile ein Thema
sein, doch ansonsten ist alles beim Alten geblieben.
Im übrigen ist Herr Röder nicht der einzige preisgekrönte Lehrer
des Athe.
Frau Trusheim und Herr Trautmann vom Athenaeum gehörten auch schon
mal zu den Nominierten in einem anderen Wettbewerb. Herr Carmesin
bekam in 2010 den Klaus-von-Klitzing-Preis der Universität
Oldenburg und wurde dadurch „Lehrer des Jahres für
naturwissenschaftliche Fächer“. Und in 2001 wurde Herr Christian
Schlecht (Französisch, Ethik) in einer Fernsehsendung zum „Klügsten
Lehrer Deutschlands“ gekürt.
Herr Röder ist also in bester Gesellschaft.
Interview mit Dennis Röder



