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  1. 2014

Modellflugzeugbauer im Wettbewerb

Schüler der Stader Gymnasien treten beim Saalflugwettbewerb am Athenaeum gegeneinander an

Elf Mittelstufenschüler vom VLG und Athenaeum haben Saalflugmodelle erprobt und verbessert. In einem Wettbewerb sollte der beste Konstrukteur und Pilot gefunden werden. Jugendreporter Florian Siebert (18) berichtet:
Angefangen hat alles vor einem Jahr mit der Idee des Chemie- und Mathelehrers Helmut Schneider, den größten Papierflieger der Welt zu bauen. Für dieses ehrgeizige Projekt konnte er den 13-jährigen Noah sofort gewinnen, allerdings mussten die beiden bald feststellen, dass amerikanische Teams die Messlatte zu hoch gehängt hatten. Doch weil sich Noahs Vater in seiner Freizeit mit Saalflugmodellen beschäftigt, stieg Noah kurzer Hand auf diese Art des Modellflugs um.
Die zarten, zwei Gramm schweren Flugzeuge aus Balsaholz werden mit einem aufgedrehten Gummiband und einem kleinen Propeller angetrieben. Sie können nicht ferngesteuert werden, sondern sind so gebaut, dass sie von selbst kleine Kreise fliegen. Wie der Name schon erahnen lässt, werden die Modelle in Sälen, genauer gesagt: in Turnhallen geflogen und können bei den Profis Flugzeiten von 30 Minuten erreichen. Noah überredete ein paar Freunde, sich gemeinsam mit den Flugmodellen vertraut zu machen. Ziel war es, die Konstruktion der Flieger und die Flugtechnik zu optimieren, um später einmal an Wettbewerben teilnehmen zu können. Im vergangenen Sommer kam dann die Idee auf, Schüler vom VLG zu einem Wettstreit herauszufordern. Fünf VLG-Schüler aus der Experimentieren-AG von Physiklehrer Mattias Quast nahmen die Herausforderung an und entwickelten ihrerseits Modelle und trainierten das Fliegen.

Im Februar kam es zum Showdown zwischen den Schulen, bei dem elf Teams an den Start gingen. Die Wettkampfleitung übernahm der ehemalige Weltmeister im Saalfliegen, Gerhard Wöbbeking, der penibel auf die Einhaltung der internationalen Standards achtete. In sechs Durchgängen versuchten die Teilnehmer eine möglichst lange Flugzeit zu erreichen, wobei die zwei besten Flüge gewertet wurden.
Der Sechstklässler Fritz (11) erzählt, dass er über die Herbstakademie des Athenaeums von dem Wettbewerb gehört habe und mit einem Freund der Wettkampf-Gruppe beigetreten sei. An drei Sonnabenden hatten sie jeweils drei Stunden lang an den Fliegern gebastelt, sie getestet und Verbesserungen vorgenommen. Entsprechend groß war der Schreck, als so mancher filigrane Flieger bereits beim Einfliegen Bruch erlitt. Doch der erfahrene Weltmeister hatte den Sekundenkleber schon parat, und wenige Augenblicke später konnten sich die Flugzeuge wieder in die Luft erheben.
An die Spitzenzeiten der Profis kamen die Schüler natürlich nicht heran, aber trotz häufiger Kollisionen der Flieger mit Decke und Wänden kamen Flugzeiten von bis zu anderthalb Minuten zustande. Am Ende erflog sich Noah die beste Wertung, gefolgt von Fritz und der 14-jährigen Rabia auf Platz 3. Als Preise erhielt jeder einen Bausatz für ein Segelflugzeug-Modell, an dem die Gewinner ihre Konstrukteurskünste gleich weiter ausprobieren können.

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