Andreas Heydasch: Alteingesessener Stader Sportler
Ein hochgewachsener schlanker Mann kommt mir entgegen. Im Gespräch
erzählt er mir, er sei Lehrer für Mathematik und Sport und am
Athenaeum kein so unbekanntes Gesicht mehr, da er in den letzten
eineinhalb Jahren hier auch sein Referendariat absolviert habe.
Selber hat er auf dem Vincent-Lübeck-Gymnasium sein Abitur gemacht.
In Mathematik war er schon immer gut. Daher war es der Wunsch
seines Vaters, dass er Wirtschaftsmathematiker wird. Dem wäre er
wohl auch nachgekommen, wenn sein Zivildienst an einer Schule für
behinderte Kinder ihn nicht so begeistert hätte, dass er Lehrer
werden wollte. Und mit der Kombination von Mathematik und Sport
konnte er sogar sein Hobby zum Beruf machen. Er spielt nämlich seit
25 Jahren Badminton und begeistert sich für Basketball und Fußball.
Von seinen Anfängen am Athenaeum berichtet er, es sei sehr groß
gewesen und am Anfang habe er leichte Schwierigkeiten gehabt, sich
zurechtzufinden. Das schöne und alte Gebäude habe ihm aber sehr gut
gefallen. Beeindruckt habe ihn der Zusammenhalt im Kollegium, das
zudem auch relativ jung ist. So konnte er Freundschaften schließen.
Mit der schulübergreifenden Mathematik - Talentförderung, die er
übernommen hat, engagiert er sich an der Schule. Mit „Mathe für
helle Köpfe“ will er einen Einstieg in die Mathe-Förderung bieten.
Und natürlich bietet sich auch eine Badminton AG an.
An seinem Unterricht ist ihm wichtig, dass er vielseitig ist und
die Schüler gerne daran teilnehmen.
Er wird uns wohl lange erhalten bleiben, denn er kann sich
vorstellen, auch die nächsten 30 Jahre hier in Stade zu wohnen.
Neu am Athe....
Zum zweiten Halbjahr sind vier neue Lehrer in das Kollegium des Athenaeums aufgenommen worden. Um sie einmal kennenzulernen und vorstellen zu können, habe ich (LK) mit ihnen gesprochen und dabei ist Folgendes herausgekommen:


In der Schule hat sie Englisch als Leistungskurs gewählt und ein Jahr in Irland hat sie darin bestärkt, sich für die Sprache und die Kulturen der englischsprachigen Länder zu interessieren. Während ihrer Zeit in Schweden hat sich die brünette Frau vorwiegend mit Chemie beschäftigt. Daher lag ihre Fächerkombination von Chemie und Englisch nahe.
Ihr Referendariat hat Dorothea Bolz in Neu-Wulmsdorf absolviert, dann bewarb sie sich in Schleswig-Holstein, weil ihre Familie in Kiel wohnt und sie gerne in der Nähe bleiben wollte. Da es dem Bundesland aber finanziell nicht besonders gut geht und es daher nicht nach Lehrkräften sucht, nahm sie die Stelle hier an.
Sie lebt in der schönen Hansestadt Hamburg und pendelt daher jeden Tag zusammen mit anderen Lehrern nach Stade.
Als sie hier anfing, hatte sie – erstaunlicherweise – schon Einiges vom Athenaeum gehört. Wir sollen ein nettes junges Kollegium haben und die Schüler sollen sehr nett sein – jedenfalls netter als z.B. auf einigen Stadtteilschulen in Hamburg.
Mit dem Zurechtfinden in den Gebäuden hatte Dorothea Bolz nur wenig Probleme, da sie, bevor sie als Lehrerin hier angefangen hat, eine Führung durch Herrn Offermann genossen hatte und daher zumindest schon das System der Nummerierung unserer Räume kannte. Das erste, was ihr hier von Herrn Heydasch eingeschärft wurde, war, dass sie sich unbedingt zum Grünkohl essen anmelden müsse.
Was ihr hier gefällt: Die Active-Boards seien eine gute Unterrichtsmethode, die sie gern nutze. Die Gerüchte über Schüler und Lehrer des Athenaeums bestätigt sie. Besonders nett findet sie, dass die Lehrkräfte sich untereinander z.B. mit Materialien helfen und dass die Schüler offen, freundlich und interessiert auf sie zugehen.
Ansonsten ist ihr am Unterricht wichtig, dass die Schüler, ohne sehr auf Fehler zu achten, viel sprechen und in Chemie weckt sie gerne das Interesse durch Experimente.
Noch hat sie sich nicht großartig neben dem Unterricht engagiert, aber sie denkt darüber nach, einen Bookclub für Englischinteressierte zu eröffnen oder sich dafür einzusetzen, dass Mädchen mehr im naturwissenschaftlichen Bereich, unter anderem bei Jugend forscht, berücksichtigt werden. Dabei konzentriert sie sich auf geschlechtsspezifische Eigenschaften und Ansprüche. Das würde bestimmt eine Bereicherung unseres schon sehr großen Angebots darstellen.

Er ist in Brandenburg aufgewachsen und kam aus Hessen in den Norden zu uns. Gründe dafür waren neben der Natur, die er hier als schöner empfindet, die Mentalität der Menschen und die Nähe zur See. Es ist selten, dass jemand die eher spröden Niedersachsen lobt. Aber Marcus Ebel gefällt es, wie aus höflicher Reserviertheit echte Wärme und Freundschaft wird. Er bezeichnet sich selber als Wassersportler, seine Disziplinen sind Schwimmen und Wasserball.
Seine Interessen legen nahe, die Fächer Erdkunde, Mathematik und Sport zu unterrichten.
Er kam vorurteilsfrei und für alles offen an und wurde nicht enttäuscht: Auch ihm sind die besondere Freundlichkeit des Kollegiums und die gegenseitige Hilfe bei der Unterrichtsvorbereitung aufgefallen. Die Schule sei zudem sehr gut ausgestattet, gerade Active-Boards würden bei der Vorbereitung und Unterrichtsgestaltung helfen. Die Arbeit mit den Computern spare Zeit. Aber auch in Sport fehle es an keinen Geräten.
In seinem Unterricht versucht Marcus Ebel folgende Ziele zu erreichen: Er möchte am liebsten alle Schüler begeistern und ihnen helfen, immer Anschluss zu behalten. Dabei darf für ihn aber auch nicht ein gewisser Anspruch fehlen. Natürlich möchte er fair in jeder Hinsicht sein, die Verständlichkeit bei der Notengebung sei unter anderem entscheidend. Der menschliche und soziale Aspekt dürfe außerdem nicht zu kurz kommen. Mit Interesse an seinen Schülern möchte er ein persönliches Verhältnis aufbauen und mehr als nur der „Pauker“ sein.
Erst einmal möchte er hier bleiben, denn alles in allem bezeichnet er seine momentane Lage als „Rundum-Sorglos-Paket“. Zumal sei dies seine erste Stelle und Gelegenheit, Erfahrung in seinem Beruf zu sammeln.
Sich selbst möchte Marcus Ebel gerne an unserer Schule verwirklichen: Er denkt bis zum Sommer über eine AG nach. Diese soll eine Mischung aus Erdkunde und Mathematik sein und vielleicht in Richtung Vermessungstechnik gehen, was der Beruf ist, zu dem er zunächst eine Ausbildung gemacht hat. Aber zu viel will er mir nicht darüber verraten, bevor die Idee ausgereift ist.

Malin Strache: Macht gerne Rucksackreisen durch Chile
Der Kontakt zu unserer Schule wurde durch Herrn Gäb hergestellt. Er
war ihr pädagogischer Leiter, als sie noch nicht ganz Lehrerin für
Deutsch und Spanisch war. Da sie und ihre Familie in der Nähe
wohnen, kam ihr das Angebot sehr gelegen und sie nahm an.
Seit sie während ihres Studiums ein Jahr in Chile verbracht hat,
ist sie sowohl von der Sprache noch mehr begeistert als auch von
dem Land angetan. Deswegen fliegt sie auch dieses Jahr wieder
dorthin, diesmal in eine kleine Hafenstadt. Von dort aus will sie
dann mit dem Rucksack durch die Gegend reisen.
Was ihr am Athenaeum gefällt, sind die netten Schüler aber auch das
Kollegium. Außerdem kann Malin Strache mit der modernen
Ausstattung, die ein ganz neues Arbeiten ermöglicht, viel anfangen.
Mit den anderen Lehrern trinkt sie in den Pausen viel und gerne
Kaffee.
In Deutsch bemüht sie sich, ihre Schüler ihre Begeisterung am Lesen
weiterzugeben und sie für die spanische Sprache und Kultur zu
begeistern.
Allgemein gestaltet sie ihren Unterricht gerne individuell, um auf
die Interessen der Schüler einzugehen. Vor allem Spanisch soll
modern sein. Das bedeutet für sie, die Lebensweise in
spanischsprachigen Ländern möglichst authentisch darzustellen.
Neben ihren schulischen Pflichten betreut sie die Theater AG. An
dieser Tätigkeit gefällt ihr besonders, dass man die Teilnehmer auf
ganz andere Art und Weise als im Unterricht kennenlerne.
Reporter: Luise Kranzhoff, März 2014


