Sie sind hier :
  1. 2014

Chor probt für „Linie 1“

Holger Wartner steht in der alten Sporthalle des Athenaeums, in der Hand hält er das Drehbuch, um ihn herum sitzen die jungen Darsteller auf kleinen Turnkästen, welche die Kulisse bilden, und hören zu. Gleich soll hier eine Szene des Musicals „Linie 1“ geprobt werden, das nächste große Projekt des Athe-Chors. Bereits seit Januar arbeitet dieser daran, die Geschichte eines jungen Mädchens einzuüben, das - auf der Suche nach einem vermeidlichen Freund - nach Berlin kommt und dabei während einer Fahrt mit der U-Bahn die unterschiedlichsten Charaktere kennenlernt.
Nach dem Jubiläumskonzert von Sandeep Bhagwati im letzten Schuljahr sollte nun etwas „völlig anderes“ auf die Bühne gebracht werden, erzählt Chorleiter Benjamin Warnat, der die Gesamtleitung des Projektes übernommen hat. Neben dem Gesang, der beim „Stundenplan“ sehr im Vordergrund stand, gehören zu „Linie 1“ auch Choreografie und Schauspiel. Unterstützung erhält er dabei von vielen Seiten: Holger Wartner ist für die Regie zuständig, Andrea Lorenzen gestaltet zusammen mit ihrem Kunstkurs das Bühnenbild und für die Choreografie ist mit Frau von Sandrart auch eine „Nicht-Lehrerin“ an diesem Musical beteiligt. Bis zur Aufführung am 28. und 29. Juni im Stadeum gibt es für die über sechzig Beteiligten aus den Jahrgangsstufen 8-12 noch einiges zu tun. Die Lieder für den Chor und die Solisten, die Choreografie und die schauspielerischen Szenen müssen einstudiert, auswendig gelernt und aufeinander abgestimmt werden.
Bis aber aus der Bühne des Stadeums das Berlin der 80er-Jahre werden kann, stehen noch einige Übungsstunden auf dem Programm. Nicht nur freitags in der 7./8. Stunde, sondern auch auf den fünf (siebenstündigen) Probetagen am Wochenende, die über das Halbjahr verteilt sind, wird an dem Musical geübt. Übrigens in der Freizeit der beteiligten Schüler und Lehrer.
Während in der Sporthalle gerade besagte Szene 9 geprobt wird, erschallt im Musikraum der sogenannte „Kontroletti-Tango“. Der Chor steht in Reihen an den Tischen im Raum, am Klavier begleitet Herr Warnat. Und obwohl die Töne schon ganz gut sitzen, ganz auswendig klappt dieses Stück leider noch nicht. Aber bis zur Aufführung im Juni bleibt ja noch Zeit.

von Jullius Kamper

Vorschau