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  1. 2014

Osterschule am Athe

Joshua Minow nach einem Gespräch mit Jochen Wendel, dem Organisator von ISA und Osterschule

Die ISA, kurz für Initiative für Schülerhilfe am Athenaeum, gibt es schon seit 11 Jahren.
Die ISA-Osterschule wurde in diesem Jahr jedoch erst zum zweiten Mal angeboten. In der gesamten ersten Ferienwoche konnten Schüler der Jahrgänge 6 bis 8 von 9:30 bis 12:30 in den Fächern Mathematik, Deutsch, Französisch, Latein und Englisch Stoff aufarbeiten und dadurch hoffentlich besser in ihren Problemfächern werden. So wurde z.B. in Englisch jeden Tag eine andere Zeitform wiederholt.
20 Schüler hatten sich angemeldet, von denen jeder durchschnittlich drei Kurse belegte. Die Zahl ist stabil geblieben, auch wenn Herr Wendel, Organisator der ISA-Osterschule, eigentlich mit mehr Teilnehmern gerechnet hatte.
Vielleicht liegt es daran, dass es sich um eine Art „ freiwillige Schule “ in den Ferien handelt - für Schüler nicht sehr verlockend. Auch, wenn das Wissen um die Defizite vorhanden ist, gilt es erst einmal den inneren Schweinehund zu überwinden. Natürlich ist hier auch der Einfluss der Eltern nicht zu unterschätzen, doch vielfach ist der Flyer der ISA-Osterschule erst gar nicht bei den Eltern angekommen.
Die Rückmeldungen zur ISA-Osterschule sind überwiegend sehr positiv. Besonders die lockere Atmosphäre gefällt den Schülern. Auch, wenn manche Teilnehmer zunächst eher skeptisch und einige aufgrund ihrer Eltern vielleicht auch nicht ganz freiwillig dabei waren, gaben die meisten hinterher doch zu, dass es viel besser als erwartet gewesen wäre. Viele glaubten, dass dieses Förderangebot zur Verbesserung ihrer Leistungen in dem betreffenden Fach beitragen könnte.
Auch die zuvor geschulten „Lehrer“, die aus den Jahrgängen 9-12 stammen, profitieren von der Osterschule. Zum einen stellt so ein Kurs für sie selbst nochmals eine Wiederholung dar und zum anderen lernen sie, welche Möglichkeiten es gibt, Wissen so zu vermitteln, dass es von den teilnehmenden Schülern auch verstanden wird. Eine Herausforderung ist hierbei sicherlich bereits die eigenständige Vorbereitung des Kurses. Und schließlich ist natürlich interessant, den Unterricht einmal von der anderen Seite kennenzulernen.
Während sich für die Osterschule mehr Lehrkräfte beworben haben, als letztendlich überhaupt gebraucht wurden, ist die ISA für ihre regulären Kurse immer noch auf der Suche nach neuen Lehrern. Besonders in den sprachlichen Fächern sind Lehrkräfte knapp. Insgesamt hat die ISA momentan 26 oder 27 Lehrer. Im Vergleich zu der hohen Schülerzahl, die das ISA-Angebot nutzen, würden einige mehr die
Situation verbessern. Die Bedingungen für die Aufnahme als ISA-Lehrkraft sind auf der Athe-Webseite zu finden.
Abschließend ist somit zu sagen, dass die Osterschule als Teil des Förderangebotes der ISA dazu beiträgt, Schülern, die während des Unterrichts die eine oder andere Sache nicht verstanden haben, die Möglichkeit zu geben, diese Unsicherheiten im Rahmen von kleinen Gruppen (2-5 Schüler) auszuräumen. Ziel ist es, dass Schüler Schülern helfen, ihre Noten bis zum Ende des Schuljahres zu halten oder vielleicht sogar zu verbessern. Das dieses Konzept erfolgreich ist, zeigt das lange Bestehen der ISA.

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