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  1. 2014

Austausch mit Gniezno

von Michael Gisbrecht

In der Woche vom 12. bis zum 16. Mai kamen Schüler aus der Partnerschule in Gniezno, einem relativ kleinen Ort in Polen, zu Besuch ans Athe. Übernachtet haben sie bei Familien von Schülern unserer Schule. Sie haben ihnen Stade und Umgebung gezeigt und werden zu einem späteren Zeitpunkt „ihre Polen“ in Gniezno besuchen.
Die polnischen Schüler kamen von der Schule „1 LO Gniezno im. Boleslana chrobrego“ in Gniezno. Ihr Heimatort liegt auf einer Linie mit Berlin, etwa 280 km östlich davon. Von Seite des Athenaeums nehmen Zehntklässler an dem Austausch teil. In einigen Wochen werden sie dann nach Gniezno reisen.
In dieser Woche hatten die polnischen Gastschüler und die Gastgeberschüler vom Athe einen vollgepackten Terminplan: Am Montag besuchten sie das Klimahaus in Bremerhaven. Am Dienstag waren sie zu Besuch in unserer Schule. Sie absolvierten eine Schulführung und nahmen auch am Unterricht teil. Von einigen Klassen wurden sie speziell begrüßt. Die Klasse 10L2 hat zum Beispiel einige eindrucksvolle Experimente vorgeführt, die auch bei der Chemieshow während des Jubiläums im letztem Jahr eingesetzt wurden.

Am Mittwoch waren sie am Hamburger Hafen und im Hamburger Dungeon. Am Donnerstag stand wieder die Teilnahme am Unterricht auf dem Plan. Außerdem haben sich die deutschen - und die polnischen Schüler auch mit einigen Unternehmen, die aus der Region stammen oder in der Region tätig sind, beschäftigt. Und am Abend wurde ein gemeinsames Abschlussfest veranstaltet. Dabei haben sie bei gutem Wetter miteinander gegrillt. Eine Stadtführung durch Stade mit einem Besuch im Schwedenspeicher bildeten den Abschluss dieser ereignisreichen Woche. Danach fuhren die Gastschüler mit neuen Erfahrungen und den Handynummern von einigen neu gewonnenen Freunden heim.
Als Gründe für die Teilnahme nannten die Schüler der Partnerschule des Athenaeums die Lust, neue Menschen kennenzulernen, die deutsche Kultur zu erfahren oder besser Deutsch zu sprechen. Die Schüler aus Gniezno waren am Ende sehr froh, diese Erfahrungen gemacht zu haben. Die Gastfamilien beschrieben sie als sehr sympathisch. Auch die Schule gefällt ihnen. Zum einen, weil sie so alt ist und zum anderen, weil sie so gut ausgestattet ist. Auch die Größe des Athenaeums mit 1500 Schülern hat sie beeindruckt. Alle Befragten würden auch den Austausch weiterempfehlen, denn er hat ihnen große Freude bereitet und auch das Deutschlernen funktioniert in der Praxis besser als im Unterricht. Doch nicht nur mit besseren Sprachkenntnissen kehrten sie nach Polen zurück. Auch ihren kulturellen Horizont haben sie erweitert.
Aus gegebenem Anlass interessierte mich zudem die Meinung der polnischen Austauschschüler zur Krise in der Ukraine. Ein Schüler meinte, dass die Ukraine nicht zur EU gehören solle. Stattdessen solle sich die Ukraine mit Russland verbünden. Jemand anderes meinte, dass es eine diplomatische Lösung geben müsse. Den Westen hält das befragte Mädchen aber für hilflos, da die Kontrolle in der Hand von Putin läge. Somit stünde es auch nur in seiner Macht und Verantwortung, etwas zu unternehmen.
Sowohl für Teilnehmer des Austauschs als auch für andere Schüler der zehnten Klasse, die den Austausch am Rande mitgekriegt haben, ist es auf jeden Fall eine interessante Zeit gewesen. Vielleicht wird es ja nächstes Jahr erneut diese Gelegenheit geben.
Jetzt warten wir nur noch auf die Erfahrungsberichte der Schüler von unserer Schule...

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