In der Woche vom 12. bis zum 16. Mai kamen Schüler aus der
Partnerschule in Gniezno, einem relativ kleinen Ort in Polen, zu
Besuch ans Athe. Übernachtet haben sie bei Familien von Schülern
unserer Schule. Sie haben ihnen Stade und Umgebung gezeigt und
werden zu einem späteren Zeitpunkt „ihre Polen“ in Gniezno
besuchen.
Die polnischen Schüler kamen von der Schule „1 LO Gniezno im.
Boleslana chrobrego“ in Gniezno. Ihr Heimatort liegt auf einer
Linie mit Berlin, etwa 280 km östlich davon. Von Seite des
Athenaeums nehmen Zehntklässler an dem Austausch teil. In einigen
Wochen werden sie dann nach Gniezno reisen.
In dieser Woche hatten die polnischen Gastschüler und die
Gastgeberschüler vom Athe einen vollgepackten Terminplan: Am Montag
besuchten sie das Klimahaus in Bremerhaven. Am Dienstag waren sie
zu Besuch in unserer Schule. Sie absolvierten eine Schulführung und
nahmen auch am Unterricht teil. Von einigen Klassen wurden sie
speziell begrüßt. Die Klasse 10L2 hat zum Beispiel einige
eindrucksvolle Experimente vorgeführt, die auch bei der Chemieshow
während des Jubiläums im letztem Jahr eingesetzt wurden.
Austausch mit Gniezno
von Michael Gisbrecht


Am Mittwoch waren sie am Hamburger Hafen und im Hamburger Dungeon.
Am Donnerstag stand wieder die Teilnahme am Unterricht auf dem
Plan. Außerdem haben sich die deutschen - und die polnischen
Schüler auch mit einigen Unternehmen, die aus der Region stammen
oder in der Region tätig sind, beschäftigt. Und am Abend wurde ein
gemeinsames Abschlussfest veranstaltet. Dabei haben sie bei gutem
Wetter miteinander gegrillt. Eine Stadtführung durch Stade mit
einem Besuch im Schwedenspeicher bildeten den Abschluss dieser
ereignisreichen Woche. Danach fuhren die Gastschüler mit neuen
Erfahrungen und den Handynummern von einigen neu gewonnenen
Freunden heim.
Als Gründe für die Teilnahme nannten die Schüler der Partnerschule
des Athenaeums die Lust, neue Menschen kennenzulernen, die deutsche
Kultur zu erfahren oder besser Deutsch zu sprechen. Die Schüler aus
Gniezno waren am Ende sehr froh, diese Erfahrungen gemacht zu
haben. Die Gastfamilien beschrieben sie als sehr sympathisch. Auch
die Schule gefällt ihnen. Zum einen, weil sie so alt ist und zum
anderen, weil sie so gut ausgestattet ist. Auch die Größe des
Athenaeums mit 1500 Schülern hat sie beeindruckt. Alle Befragten
würden auch den Austausch weiterempfehlen, denn er hat ihnen große
Freude bereitet und auch das Deutschlernen funktioniert in der
Praxis besser als im Unterricht. Doch nicht nur mit besseren
Sprachkenntnissen kehrten sie nach Polen zurück. Auch ihren
kulturellen Horizont haben sie erweitert.
Aus gegebenem Anlass interessierte mich zudem die Meinung der
polnischen Austauschschüler zur Krise in der Ukraine. Ein Schüler
meinte, dass die Ukraine nicht zur EU gehören solle. Stattdessen
solle sich die Ukraine mit Russland verbünden. Jemand anderes
meinte, dass es eine diplomatische Lösung geben müsse. Den Westen
hält das befragte Mädchen aber für hilflos, da die Kontrolle in der
Hand von Putin läge. Somit stünde es auch nur in seiner Macht und
Verantwortung, etwas zu unternehmen.
Sowohl für Teilnehmer des Austauschs als auch für andere Schüler
der zehnten Klasse, die den Austausch am Rande mitgekriegt haben,
ist es auf jeden Fall eine interessante Zeit gewesen. Vielleicht
wird es ja nächstes Jahr erneut diese Gelegenheit geben.
Jetzt warten wir nur noch auf die Erfahrungsberichte der Schüler
von unserer Schule...


