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  1. 2014

Ohne Licht und Bremsen geht nicht

so erschienen im Stader Tageblatt am 20.11.14

Schulbeginn einmal anders: Die Polizei überprüfte am Mittwoch die
Fahrräder der Schüler des Stader Athenaeums. Mitarbeiterin Karin
Licht-Porth (Mitte) notiert die Namen der Radler, deren Zweiräder
Mängel aufwiesen und schickte sie zur Werkstatt auf dem Schulhof,
wo die leichten Mängel sofort behoben wurden. Fotos Kordländer

Schulbeginn einmal anders: Die Polizei überprüfte am Mittwoch die Fahrräder der Schüler des Stader Athenaeums. Mitarbeiterin Karin Licht-Porth (Mitte) notiert die Namen der Radler, deren Zweiräder Mängel aufwiesen und schickte sie zur Werkstatt auf dem Schulhof, wo die leichten Mängel sofort behoben wurden. Fotos Kordländer

Fahrradfahrer haben keine Knautschzone. Wenn sie mit jemandem zusammenstoßen, können sie schnell schwere Verletzungen erleiden. Dazu kommt, dass andere Verkehrsteilnehmer die schmale Silhouette von Radfahrern leicht übersehen können. Wichtig ist es daher, dass die Biker nicht nur vorausschauend sondern auch verkehrsgemäß auf den für sie bestimmten Wegen fahren. Licht und Bremsen müssen einwandfrei funktionieren.

Regelmäßig geht die Stader Polizei zu Schulen, um dort die „Drahtesel“ auf Verkehrssicherheit zu überprüfen und um auf Gefahren hinzuweisen. Am Mittwochmorgen hatten sich Beamte und Vorstandmitglieder der Stader Verkehrswacht vor dem Athenaeum zu einer Kontrolle postiert. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: etwa 50 Fahrräder mussten nachgebessert werden. Und das passierte gleich vor Ort. Fahrradmonteur Matthias Kerst und sein Auszubildender Axel Behrens stellten zu schwache Bremsen nach, wechselten Glühbirnen aus und zogen Kabelverbindungen nach. Oft mussten Rückstrahler erneuert werden.

Fahrradmonteur Matthias Kerst (rechts) und Auszubildender Axel
Behrens behoben gleich nach der Kontrolle im Fahrradkeller des
Stader Gymnasiums leichte Mängel an den „Drahteseln“. Glühbirnen
mussten ausgetauscht, Kabel neu verbunden und Bremsen nachgestellt
werden.

Fahrradmonteur Matthias Kerst (rechts) und Auszubildender Axel Behrens behoben gleich nach der Kontrolle im Fahrradkeller des Stader Gymnasiums leichte Mängel an den „Drahteseln“. Glühbirnen mussten ausgetauscht, Kabel neu verbunden und Bremsen nachgestellt werden.

Für die Biker war das kostenfrei. Denn der Landkreis Stade förderte die Aktion finanziell mit Buß- und Strafgeldern aus der Geschwindigkeitskontrolle. Die Jugendlichen nahmen die Aktion gelassen und auch mit einem Schmunzeln hin. „Cool“ also, wie es in ihrem Sprachjargon heißt.

"Das Ergebnis ist bei etwa 15 Prozent Mängeln an den kontrollierten Fahrrädern noch relativ gut“, stellte Einsatzleiter Johann Schlichtmann von der Verfügungseinheit der Stader Polizeiinspektion fest. „Wir mussten diesmal keine Fahrräder aus dem Verkehr ziehen.“
Der Beamte stellte allerdings fest, dass viele der jungen Fahrradfahrer das durch blaue Gebots-Schilder kenntlich gemachte Rechtsfahrgebot für Fahrradfahrer missachteten. „Der Radfahrer hat nicht die Wahl, ob er auf der Straße oder auf dem linken oder rechten Radweg fährt“, so Schlichtmann. Bei Verstößen können hohe Bußgelder von bis zu 55 Euro fällig werden. Die Polizei wird zukünftig verstärkt auf diese Zuwiderhandlungen achten und bei Verstößen Bußgelder erheben. Das gleiche gilt auch, wenn das Licht hinten oder vorne nicht einwandfrei brennt oder die Bremsen nicht richtig eingestellt sind. Radfahren ist gesund. Und damit das auch so bleibt, sind die Spielregeln im Straßenverkehr zu beachten. Denn Radfahren gilt als vergleichsweise ungefährliche Art, unterwegs zu sein.

Wie Schlichtmann mitteilte, seien die Bußgelder für Radfahrer bei Verstößen erhöht worden. Er appelliert an Eltern, regelmäßig einen Blick auf die Sicherheit der Fahrräder ihrer Kinder zu werfen.

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