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  1. 2014

Weihnachtskonzert der beiden Stader Gymnasien:
Auch dieses Jahr ein Einstimmen auf Weihnachten

von Luise Kranzhoff

Wenn man nach draußen schaut, ist es dunkel und nass, von „weißen Weihnachten“ ist keine Spur zu sehen. Den Chören und dem Orchester des Vincent-Lübeck-Gymnasiums und des Athenaeums ist es trotzdem gelungen, am 18.12. schon Lust auf Weihnachten zu machen. Mit einem abwechslungsreichen Programm, für das sie lange geübt haben, verzaubern die Musiker in der schlichten, von Kerzen beleuchteten Kirche zu St. Wilhadi ihr Publikum.
Eine Viertelstunde vor Beginn des Konzerts sind fast alle Plätze besetzt. Einige holen sich Stühle, andere finden sich damit ab, stehen zu müssen. Eine leise Hintergrundmusik nimmt man wahr. Das Orchester stimmt sich ein. Und dann geht es los. Nach ein paar einleitenden Worten des Superintendanten Dr. Kück und unseres Schulleiters Wolfgang Horn, der besonders den Fleiß und das Engagement von Schülern und Lehrern lobt, stimmt das Orchester ein relativ leicht wirkendes Stück an.
Unter der Leitung von Ernstulrich Heider schaffen sie es, uns Zuschauer aus dem anstrengenden Schul- oder Arbeitsalltag in die Weihnachtszeit zu holen. Weihnachtsstücke aus verschiedenen Musikepochen präsentiert der Chor des Vincent-Lübeck-Gymnasiums unter Leitung von Jenny Liersch. Klingen ihre Lieder noch leicht verhalten, füllt der größere Chor des Athenaeums unter der Leitung von Benjamin Warnat nach einem Zwischenspiel des Orchesters die weiträumige Kirche mit Klang.
Die Zuschauer sind sogar zwischendurch dazu angehalten, Weihnachtslieder wie „Hört der Engel helle Lieder“ von Nicolaus Decius, das vielleicht eher als „Gloria in excelsis deo“ bekannt ist, und „Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel mitzusingen. Natürlich können sie nicht mit dem Chor mithalten, aber Motivation zeigt sich dennoch reichlich unter den Anwesenden. Der Höhepunkt des Konzerts befindet sich am Ende der Vorstellung. In einem Satz aus einem Konzert für Orchester und Trompete, der einen ausdrucksstarken und schnellen Charakter hat, zeigt das Orchester sein ganzes Können. Und das Publikum ist schwer beeindruckt. Zum Abschluss singen beide Chöre unter Begleitung des Orchesters mehrere Sätze aus „Missa Festiva“, einem Stück von John Leavitt. Donnernder Applaus belohnt die Künstler für ihre Leistung, die sie an dem Abend zweimal erbringen müssen.
Viel Zeit haben alle Beteiligten in die Vorstellung gesteckt und diese ruft ein breites Interesse nicht nur bei Eltern sondern auch bei der Lehrerschaft und den Schülern hervor.
„Frohe Weihnachten“ wünschen die Chöre und das Orchester; und so können nach einem weiteren Schultag die Weihnachtsferien beginnen.

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