Wenn man nach draußen schaut, ist es dunkel und nass, von „weißen
Weihnachten“ ist keine Spur zu sehen. Den Chören und dem Orchester
des Vincent-Lübeck-Gymnasiums und des Athenaeums ist es trotzdem
gelungen, am 18.12. schon Lust auf Weihnachten zu machen. Mit einem
abwechslungsreichen Programm, für das sie lange geübt haben,
verzaubern die Musiker in der schlichten, von Kerzen beleuchteten
Kirche zu St. Wilhadi ihr Publikum.
Eine Viertelstunde vor Beginn des Konzerts sind fast alle Plätze
besetzt. Einige holen sich Stühle, andere finden sich damit ab,
stehen zu müssen. Eine leise Hintergrundmusik nimmt man wahr. Das
Orchester stimmt sich ein. Und dann geht es los. Nach ein paar
einleitenden Worten des Superintendanten Dr. Kück und unseres
Schulleiters Wolfgang Horn, der besonders den Fleiß und das
Engagement von Schülern und Lehrern lobt, stimmt das Orchester ein
relativ leicht wirkendes Stück an.
Unter der Leitung von Ernstulrich Heider schaffen sie es, uns
Zuschauer aus dem anstrengenden Schul- oder Arbeitsalltag in die
Weihnachtszeit zu holen. Weihnachtsstücke aus verschiedenen
Musikepochen präsentiert der Chor des Vincent-Lübeck-Gymnasiums
unter Leitung von Jenny Liersch. Klingen ihre Lieder noch leicht
verhalten, füllt der größere Chor des Athenaeums unter der Leitung
von Benjamin Warnat nach einem Zwischenspiel des Orchesters die
weiträumige Kirche mit Klang.
Die Zuschauer sind sogar zwischendurch dazu angehalten,
Weihnachtslieder wie „Hört der Engel helle Lieder“ von Nicolaus
Decius, das vielleicht eher als „Gloria in excelsis deo“ bekannt
ist, und „Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel mitzusingen.
Natürlich können sie nicht mit dem Chor mithalten, aber Motivation
zeigt sich dennoch reichlich unter den Anwesenden. Der Höhepunkt
des Konzerts befindet sich am Ende der Vorstellung. In einem Satz
aus einem Konzert für Orchester und Trompete, der einen
ausdrucksstarken und schnellen Charakter hat, zeigt das Orchester
sein ganzes Können. Und das Publikum ist schwer beeindruckt. Zum
Abschluss singen beide Chöre unter Begleitung des Orchesters
mehrere Sätze aus „Missa Festiva“, einem Stück von John Leavitt.
Donnernder Applaus belohnt die Künstler für ihre Leistung, die sie
an dem Abend zweimal erbringen müssen.
Viel Zeit haben alle Beteiligten in die Vorstellung gesteckt und
diese ruft ein breites Interesse nicht nur bei Eltern sondern auch
bei der Lehrerschaft und den Schülern hervor.
„Frohe Weihnachten“ wünschen die Chöre und das Orchester; und so
können nach einem weiteren Schultag die Weihnachtsferien beginnen.
Weihnachtskonzert der beiden Stader Gymnasien:
Auch dieses Jahr ein Einstimmen auf Weihnachten
von Luise Kranzhoff



