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  1. 2015

Neu am Athe: Die chinesische Lehrerin Quian Zhou

von Joshua Minow

Am Athenaeum ist seit kurzer Zeit eine chinesische Austauschlehrerin zu Gast. Genauer gesagt kommt Frau Zhou aus dem Süden von Shanghai. Dort hat sie vier Jahre lang Deutsch studiert, weil ihr die Sprache und Kultur unseres Landes gefallen.
Dies war auch ihr Motivation nach Deutschland zu kommen, denn hier kann sie die Kultur und Gewohnheiten ganz nah miterleben. Das Land gefällt ihr bisher auch wie erwartet sehr gut - Regen und Kälte schrecken sie nicht ab, ganz im Gegenteil: In China schneit es sogar schon.

Auch die Schule gefällt ihr sehr gut. Sie unterrichtet momentan eine Chinesisch-AG, in der die Schüler mit großem Interesse an Sprache und Kultur mitarbeiten. In Zukunft will sie, wenn es möglich ist, auch Fächer wie Geschichte und Erdkunde unterrichten.
Doch die deutsche Art zu unterrichten und auch die Schüler selbst sind ganz anders als in China. Während Klassen von 30 Schülern hier schon als „groß“ gelten, sind in China bis zu 60 Schüler noch „normal“. Bei so vielen Schüler ist es auch verständlich, dass ein völlig anderes Klima im Unterricht herrscht. Schüler in China hören ihren Lehrern die meiste Zeit nur zu, gemeldet wird sich fast gar nicht. Die chinesischen Schüler sind auch viel disziplinierter, geredet wird dort während der Stunde nicht. Der Unterricht hier ist ihrer Meinung nach „lockerer“ und die Schüler sind aktiver beteiligt.
Doch auch der Fleiß der chinesischen Schüler ist auf einem ganz anderen Level. In China haben Schüler kaum Freizeit und verbringen Nachmittage oftmals mit Lernen. Die Klassenzimmer sind in beiden Ländern teilweise ähnlich , können aber in ländlichen Gebieten auch weit weniger fortschrittlich eingerichtet sein.

Bei unserem Interview sprach Frau Zhou schon sehr gut Deutsch, doch auf Grund der großen Unterschiede findet sie die Sprache noch immer schwer. Besonders die Formen und der Satzbau bereiten ihr Probleme, doch wenn man nur fleißig übt, ist auch das schnell gelernt, meint sie mit einem Lächeln. Dieses Lächeln und ihre positive Einstellung scheinen ihr Markenzeichen zu sein.

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