An unserer Schule gibt es immer mehr Schüler und Schülerinnen mit
körperlichen und geistigen Einschränkungen. Wir Schüler in den
Klassen erleben also die Integration. Die oft gestellten Fragen
sind: „Warum gehen diese Mitschüler nicht auf eine Schule, die sich
auf solche Schüler spezialisiert hat, falls es so etwas hier gibt?“
„Wäre das für diese Schüler und Schülerinnen besser oder vielleicht
schlechter?“
Als Antwort bekommt man dann von den Lehrern so etwas wie: „Sie
sollen in den normalen Schulalltag integriert werden.“ Doch was
genau bedeutet „Integration“ eigentlich? Integration bedeutet den
Einbezug in Lebens- und Arbeitsgemeinschaften von Menschen, die aus
den verschiedensten Gründen von diesen ausgeschlossen und teilweise
in Sondergemeinschaften zusammengefasst waren. Bei uns bedeutet es
das gemeinsame Unterrichten von eingeschränkten und nicht
eingeschränkten Mitschülern.
Doch die meisten wissen nicht, wie sie mit den Einschränkungen der
Schüler umgehen sollen. Wie soll man das auch wissen, wenn man noch
nie mit solch einem Menschen zu tun gehabt hat? Manchmal fühlt man
sich auch von den Lehrern benachteiligt, weil die Lehrer den
Kindern den so genannten „Nachteilsausgleich“ bieten müssen, so
haben sie zum Beispiel bei den Arbeiten länger Zeit oder bekommen
eine Schulbegleitung an die Seite, die sie durch den Schulalltag
führt.
Damit wir uns nicht so fühlen, müssten den anderen Schülern die
Gründe für diesen Nachteilsausgleich besser erklärt werden und wie
wir am besten bei Schwierigkeiten reagieren können.
Manchmal wird auch der Unterricht gestört, zum Beispiel durch
plötzliche Wutausbrüche oder Lachanfälle, und auch viele Lehrer
wissen manchmal nicht damit umzugehen. Und deshalb ist es für die
ganze Klasse oft schwer die Schüler und Schülerinnen mit
Behinderung in den Schulalltag und somit auch in die
Klassengemeinschaft zu integrieren. Dennoch wird nie aufgegeben und
immer weiter versucht den Schultag einigermaßen zu normalisieren.
Wenn wir mehr von einander wissen, geht das sicher leichter.
Zum Abschluss ist also zusagen, dass die Integration von Schülern
mit Einschränkungen für alle Beteiligten nicht leicht ist. Wir
hoffen aber, dass alle sich anstrengen, damit es klappt.
Integration von Schülern mit Einschränkungen
von Tabea Lohmann, 7. Klasse



