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  1. 2015

Studientag an der Universität Hamburg

von Joshua Minow

Am 1. Juni 2015 fand einmal mehr der jährliche Hochschulorientierungstag statt. Der elfte Jahrgang des Athe fuhr zur Universität in Hamburg. Ein Großteil der Schüler kam bei der Universität an und eine kleine ausgewählte Gruppe nahm sogar an verschiedenen Vorlesungen teil.

Bis auf die Mathematikinteressenten, die bereits früher los mussten, begann der Tag für die meisten Schüler und ihre Seminarfachlehrer um 7:35 Uhr am Bahnhof in Stade. Ohne Aussicht auf eine Klassenfahrt bis zum Abi hatte dies zumindest das Flair des guten alten Wandertages aus der Grundschule.

In Hamburg und bei der Universität angekommen gab es für die Anwesenden eine Informationsveranstaltung, bei der rund ums Studium mit Fokus auf Hamburg alle Fragen geklärt wurden. Im Anschluss an die Informationsveranstaltung machten sich die Schüler entweder direkt auf den Weg zu ihren Vorlesungen oder nahmen an einer Tour über den Campus der Uni Hamburg teil.
Für diejenigen, zu denen ich auch gehörte, die erst später am Tag ihre Vorlesungen hatten, hieß es danach erst einmal: Warten! Die Universität liegt jedoch zum Glück relativ zentral in Hamburg, so dass sich die Zeit ganz gut überbrücken ließ.

Auch zum Finden der Vorlesungsorte war genug Zeit. Die Uni als großer Komplex ist nicht gerade übersichtlich und falsche Raumangaben sowie ein total „hilfreicher“ Rezeptionist erschwerten den Findungsprozess erheblich.
Grundsätzlich schienen wir uns aber nicht von den Studenten zu unterscheiden, denn wir bekamen immer wieder allerlei Jobangebote für die Semesterferien. Mich sprach z.B. Malte vom WWF an.
Auch wenn ich natürlich gern irgendwelche Tiere gerettet hätte, endete das Gespräch mit der Frage nach dem Alter, denn man muss 18 sein.

Die Reaktionen auf die Vorlesungen waren bei den teilnehmenden Schülern unterschiedlich. Viele sahen darin einen nützlicher Einblick ins Studium, andere fanden, dass oftmals zu komplexe Themen behandelt wurden. Hierfür fehlte uns Schülern das Vorwissen, um wirklich folgen zu können. Vereinzelt wurde beklagt, dass die Professoren den Stoff nur sehr langweilig und trocken lehrten.
Ich besuchte die Vorlesung „Cultural Theories“ des Studienganges Anglistik von 16.00 – 17.30 Uhr.
Die Vorlesung fand in englischer Sprache statt und es ging um Marxismus. Einen direkten Eindruck über den Inhalt eines Anglistik-Studiums konnte ich durch diese eine Vorlesung nicht wirklich gewinnen. Für einen Praxis-Test meiner Sprachkenntnisse waren die 1,5 Stunden jedoch interessant.

Zusammengefasst kann über den Tag gesagt werden:
Für die Teilnehmenden schien der Studientag im Großen und Ganzen ein Erfolg gewesen zu sein. Einen Einblick in das Studium und den Alltag von Studenten zu bekommen, ist nicht verkehrt. Selbst wenn man die Vorlesungen überhaupt nicht mochte und oder vielleicht sogar nur eine einzige am späten Nachmittag hatte, verbrachte man zumindest einen netten Tag in Hamburg.

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