Am 1. Juni 2015 fand einmal mehr der jährliche
Hochschulorientierungstag statt. Der elfte Jahrgang des Athe fuhr
zur Universität in Hamburg. Ein Großteil der Schüler kam bei der
Universität an und eine kleine ausgewählte Gruppe nahm sogar an
verschiedenen Vorlesungen teil.
Bis auf die Mathematikinteressenten, die bereits früher los
mussten, begann der Tag für die meisten Schüler und ihre
Seminarfachlehrer um 7:35 Uhr am Bahnhof in Stade. Ohne Aussicht
auf eine Klassenfahrt bis zum Abi hatte dies zumindest das Flair
des guten alten Wandertages aus der Grundschule.
In Hamburg und bei der Universität angekommen gab es für die
Anwesenden eine Informationsveranstaltung, bei der rund ums Studium
mit Fokus auf Hamburg alle Fragen geklärt wurden. Im Anschluss an
die Informationsveranstaltung machten sich die Schüler entweder
direkt auf den Weg zu ihren Vorlesungen oder nahmen an einer Tour
über den Campus der Uni Hamburg teil.
Für diejenigen, zu denen ich auch gehörte, die erst später am Tag
ihre Vorlesungen hatten, hieß es danach erst einmal: Warten! Die
Universität liegt jedoch zum Glück relativ zentral in Hamburg, so
dass sich die Zeit ganz gut überbrücken ließ.
Auch zum Finden der Vorlesungsorte war genug Zeit. Die Uni als
großer Komplex ist nicht gerade übersichtlich und falsche
Raumangaben sowie ein total „hilfreicher“ Rezeptionist erschwerten
den Findungsprozess erheblich.
Grundsätzlich schienen wir uns aber nicht von den Studenten zu
unterscheiden, denn wir bekamen immer wieder allerlei Jobangebote
für die Semesterferien. Mich sprach z.B. Malte vom WWF an.
Auch wenn ich natürlich gern irgendwelche Tiere gerettet hätte,
endete das Gespräch mit der Frage nach dem Alter, denn man muss 18
sein.
Die Reaktionen auf die Vorlesungen waren bei den teilnehmenden
Schülern unterschiedlich. Viele sahen darin einen nützlicher
Einblick ins Studium, andere fanden, dass oftmals zu komplexe
Themen behandelt wurden. Hierfür fehlte uns Schülern das Vorwissen,
um wirklich folgen zu können. Vereinzelt wurde beklagt, dass die
Professoren den Stoff nur sehr langweilig und trocken lehrten.
Ich besuchte die Vorlesung „Cultural Theories“ des Studienganges
Anglistik von 16.00 – 17.30 Uhr.
Die Vorlesung fand in englischer Sprache statt und es ging um
Marxismus. Einen direkten Eindruck über den Inhalt eines
Anglistik-Studiums konnte ich durch diese eine Vorlesung nicht
wirklich gewinnen. Für einen Praxis-Test meiner Sprachkenntnisse
waren die 1,5 Stunden jedoch interessant.
Zusammengefasst kann über den Tag gesagt werden:
Für die Teilnehmenden schien der Studientag im Großen und Ganzen
ein Erfolg gewesen zu sein. Einen Einblick in das Studium und den
Alltag von Studenten zu bekommen, ist nicht verkehrt. Selbst wenn
man die Vorlesungen überhaupt nicht mochte und oder vielleicht
sogar nur eine einzige am späten Nachmittag hatte, verbrachte man
zumindest einen netten Tag in Hamburg.
Studientag an der Universität Hamburg
von Joshua Minow



