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  1. 2015

Schüler vom Athenaeum sind Bayerischer Meister und Vizemeister

Bei den offenen Bayerischen Modellbau-Meisterschaften im Saalflug in Ingolstadt am vergangenen Wochenende nahmen 6 Schülerinnen und Schüler des Athenaeums den Jugendwettkampf der Modellklasse TH-30 teil. Sie belegten die Plätze 1 bis 5 und 7.

Flugmodelle der Modellklasse TH-30 wiegen unter 3 Gramm und können darum nur in geschlossenen Räumen fliegen, daher die Bezeichnung Saalflug. Die Modelle müssen selbstgebaut sein. Sie werden mit einem Gummimotor angetrieben und bestehen aus Balsaholz und hauchdünner Folie. Im Wettbewerb geht es darum, die längste Flugzeit zu erreichen. Die beiden besten Flüge von 6 Versuchen kommen in die Wertung.

Die Schüler_innen aus der 5., 6. und 7. Klasse haben sich bei der Herbstakademie 2014 unter der Anleitung von Dr. Helmut Schneider erstmals mit diesen leichten Flugobjekten beschäftigt. Sie waren so begeistert, dass sie sich ab Januar 2015 intensiv an Samstagen im Athenaeum getroffen haben, um sich im Modellbau zu üben, das Flugverhalten zu studieren und ständig Verbesserungen am Modell vorzunehmen. Für die Teilnahme an den Bayerischen Saalflugmeisterschaften baute dann jedes Kind auch noch eine Transportkiste, um die filigranen Flieger sicher im Zug nach Ingolstadt transportieren zu können.

Neben Dr. Schneider, der die Schülergruppe betreute wurde die Schülergruppe technisch beraten von dem erfahrenen Flugmodellbauer Gerhard Wöbbeking aus Hamburg, der auch das erfolgreiche Modell entwickelte, mit dem die Schülergruppe am 5. Juli in Ingolstadt so überragend abschnitt.

Die Juroren und der ausrichtende Verein in Ingolstadt freuten sich über die Teilnahme des norddeutschen Teams, obwohl es die Titel mitgenommen hat. Auch die geflogenen Zeiten seien bemerkenswert, vor allem, weil die Schüler_innen sich erst seit einem halben Jahr intensiv mit dem Modellbau beschäftigen. Mit 7 Min 16 Sek war Janik de Brabandt besser als ein erwachsener Teilnehmer mit jahrelanger Erfahrung. Hervorgehoben wurde, dass das Team zur Hälfte aus Mädchen besteht. Das sei etwas ganz Besonderes

Die Schülerinnen und Schüler haben ein interessantes, spannendes, heißes (38°C), aber auch anstrengendes Wochenende erlebt. Die Deutsche Bahn tat ihr Übriges dazu, mit Verspätungen und Umleitungen. Die Hinfahrt dauerte 11 Stunden (statt 7,5), die Rückfahrt 8 (statt 7). Trotzdem waren die Schüler_innen am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr konzentriert dabei und haben den Titel nach Stade geholt.

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