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  1. 2015

Durch Raum, Zeit und Materie

von Luise Kranzhoff

Unsere täglich wahrnehmbare Materie macht nur 4% aller Materie und Energie aus. Es gibt also noch viel zu entdecken. Eine Gelegenheit war der Astronomie-Abend in der Aula des Athenaeums am Freitag, dem 10. Juli 2015. Die SchülerInnen der Astronomie AG begleiteten die Besucher von Stade zu den Erdumläufern, in das Sonnensystem, die Milchstraße und zu extragalaktischen Objekten. Dabei führte AG-Leiter Dr. Hans-Otto Carmesin enthusiastisch durch den Abend und die Musikklasse 8m sorgte für die musikalische Untermalung der beeindruckenden Fotos.

„In 90 Minuten durch die Welt“

Die im Motto des Abends formulierte Zeitvorgabe wurde penibel eingehalten. Die „Safari“ startete mit Fotos von der Tanzschule Hillmann und der Elbquerung. Aber all zu lange hielt man sich nicht im beschränkten Radius um Stade auf. Schon ging es zur Raumstation ISS, deren Bewegung man durch mehrere kurz hintereinander aufgenommene Fotos nachvollziehen konnte.
Unter Begleitung von Eichendorffs und Schuhmanns „Mondnacht“ wurden dann Bilder vom Mond gezeigt, sodass man diesen fast jede Nacht am Himmel zu erkennenden Himmelskörper einmal genauer betrachten und feststellen konnte, dass dieser nicht so homogen ist, wie er scheint. Unter anderem weist er Einschlagskrater und Lavameere auf.
Auch die Sonne ist nicht nur hell und der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Sie besitzt Flecken an Stellen, die kälter sind, und an anderen Stellen wirkt es, als würde sie auslaufen. Diese Sonnenstürme können sogar Auswirkungen auf das Stromnetz der Erde haben.

Nach Betrachtung von Venus, Jupiter, Saturn und Uranus gelangte man zu Objekten, die mehrere Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Ein Lichtjahr ist die Entfernung, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Daher sehen wir bei einem Blick ins Universum nicht nur räumlich weit entfernte Objekte, sondern schauen auch in die Vergangenheit.
Auch gewaltige Himmelskörper hat die Gruppe fotografiert und zeigte sie an dem Abend. Dazu gehören Kometen, die zwei Schweife hinter sich herziehen. Außerdem gab es Exoplaneten zu sehen, die nicht gravitativ von der Sonne abhängen und sich in einer Staubscheibe um einen Stern bewegen. Besonders beeindruckend und wie aus einer anderen Welt erscheint der Orionnebel, der Sternentstehungsgebiet ist. Solche Gebiete finden sich auch in den Spiralarmen von Spiralgalaxien.
All diese Phänomene lassen sich physikalisch erklären, beeindrucken jedoch durch ihre Farbenpracht und ihre für viele Menschen nicht oder nur kaum vorstellbare Größe.

Eigene Beobachtungen

In der Pause konnten die theoretischen Hintergründe der astronomischen Beobachtung auf Postern nachgelesen werden. Diese Veranstaltung war ebenso kurzweilig wie lehrreich, ohne Zuschauer mit wenig Fachwissen zu überfordern.
Nach der Präsentation nahm Hans-Otto Carmesin gleich eine neue Anmeldung für die Astronomie AG entgegen. An Nachwuchs fehlt es der Gruppe nicht.
Die Besucher hatten weiterhin Gelegenheit, sich die kleine Sternwarte anzuschauen und dort eigene Beobachtungen zu machen und Himmelskörper zu fotografieren. Dabei sind einige schöne Fotos entstanden.

Wer wollte, konnte seine Email-Adresse hinterlassen, um über weitere Veranstaltungen informiert zu werden. Abschließend wurden weitere Astronomie-Abende dieser Art versprochen.

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