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  1. 2015

Als Forscher auf die Azoren

von Michael Gisbrecht

Derzeit läuft die Bewerbungsphase für die Forschungsexpedition nach Pico auf den Azoren, die von Master MINT veranstaltet wird. Dabei können sich die Schüler der achten bis elften Klasse bis zum 15. Oktober bewerben. Der Koordinator dieser Expedition von unserer Schule ist Herr Hansen, der von diesem Angebot begeistert ist.

Der Schulverein der Ehemaligen und Freunde des Athenaeums bietet diese Aktion nach Aussage Herrn Hansens an, da sie den Schülern erlaube, außerschulische Lernorte kennen zu lernen. Sie stelle sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus sportlicher Sicht eine Herausforderung für die Schüler dar: aus wissenschaftlicher Sicht, da sie biologische und geologische Aspekte verbindet, und aus sportlicher Sicht, da das DLRG-Rettungsschwimmerabzeichen in Silber und ein ABC-Tauchabzeichen bis zum Sommer nachzuweisen sind. Im Winter wird dazu ein Lehrgang mit Herr Scheliga stattfinden.

Auch ansonsten wird eine generell hoher Fitnessstand erwartet. Erforscht werden auf den Azoren die Meerestierwelt, die Pflanzenwelt und die Geologie von Pico. Bei der Geologie wird auch der Vulkan Ponta de Pico bestiegen. Auch die Methodik der Wissenschaft werde erklärt und verwendet. Ein Teil der Messungen werde für eine langjährige Messreihe zum Thema Meeressäugetiere verwendet, während ein anderer Teil vermutlich sofort Ergebnisse zeigen werde.

Besonders überzeugt habe Herrn Hansen die Art der Werbung für die Reise. Die Werbung richte sich nicht an die „jeunesse dorée“, also an erlebnissüchtige Jugendliche aus wohlhabenden Elternhäusern, sondern an zukünftige Forscher, die an der Erhaltung oder dem Wiederaufbau der Umwelt arbeiten wollten. Auch die Finanzierungsidee fand er sinnvoll. Der Schüler muss dabei einen Eigenbetrag von 150€ erbringen. Wie das Geld beschafft werden soll, muss bereits in der Bewerbung dargelegt werden. Dabei zählen eine innerfamiliäre Geldspende oder eine Beschäftigung nicht. Das Geld soll also durch Spenden von außerhalb der Familie verdient werden. Wer keine Ideen hat, kann sich auf der Homepage des IJM inspirieren lassen.

Eine weitere Frage, die sich manche stellen könnten, ist die, was es einem Schüler bringt, dort teilzunehmen. Die Antwort fasst Herr Hansen mit dem Wort „Wachstum“ zusammen. Der Horizont der Schüler erweitere sich und sie könnten ihr Potenzial besser ausschöpfen. Auch würden danach sie dem Geosystem mehr Beachtung schenken. Zusätzlich habe ein Schüler dort die Gelegenheit herauszufinden, wie Forschungsarbeit ablaufe. Dadurch könnten er sich besser Gedanken über ihre Zukunft und seinen persönlichen beruflichen Werdegang machen.

Wen das hier genauso überzeugt hat wie Herrn Hansen, der sollte schnellstmöglich anfangen, die Bewerbung zu schreiben. Sie muss bis zum Ablauf der Frist im Sekretariat abgegeben werden. Die formalen Vorgaben sind auf der Athe-Homepage zu finden.

Nachtrag vom 09.11.15:

6 Schüler haben sich daraufhin beworben. Ihre Bewerbungen wurden von Jury geprüft, die aus Herrn Hansen, Frau Schöning und dem Vorsitzenden des Elternvereins, Herrn Blocksdorf bestand. Dabei wurde großer Wert auf eine anonyme Prüfung gelegt. Der Jury war zu keinem Zeitpunkt bekannt, wessen Bewerbung sie vorliegen hatte.
Am 6. November konnten dann endlich die mit Spannung erwarteten Ergebnisse präsentiert werden, denn von den sechs Kandidaten können nur zwei mitfahren. Ausgewählt wurden Max Neitzel und Meica Mischok. Alle Bewerber, auch diejenigen, die dieses Mal nicht mitfahren durften, wurden hoch gelobt. Sie seien „herausragende Persönlichkeiten in ihren Jahrgängen“, wie es Herr Hansen ausdrückte. Denn von 600 Schülern, die teilnahmeberechtigt gewesen wären, hat sich nur ein Prozent beworben. Diese Schüler haben geglaubt, dass sie es schaffen können. Denjenigen, die kein Glück hatten, wünschte Herr Hansen viel Glück im nächsten Jahr, denn die Teilnahme an den Forschungsexpeditionen von Master MINT werde fortgeführt.
Nächstes Jahr werde es ein breiteres Interesse geben, wenn die Forschungsreisenden ihre Erfahrungsberichte eines hoffentlich sehr erlebnisreichen Abenteuers weitergeben können.

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