Derzeit läuft die Bewerbungsphase für die Forschungsexpedition nach
Pico auf den Azoren, die von Master MINT veranstaltet wird. Dabei
können sich die Schüler der achten bis elften Klasse bis zum 15.
Oktober bewerben. Der Koordinator dieser Expedition von unserer
Schule ist Herr Hansen, der von diesem Angebot begeistert ist.
Der Schulverein der Ehemaligen und Freunde des Athenaeums bietet
diese Aktion nach Aussage Herrn Hansens an, da sie den Schülern
erlaube, außerschulische Lernorte kennen zu lernen. Sie stelle
sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus sportlicher Sicht eine
Herausforderung für die Schüler dar: aus wissenschaftlicher Sicht,
da sie biologische und geologische Aspekte verbindet, und aus
sportlicher Sicht, da das DLRG-Rettungsschwimmerabzeichen in Silber
und ein ABC-Tauchabzeichen bis zum Sommer nachzuweisen sind. Im
Winter wird dazu ein Lehrgang mit Herr Scheliga stattfinden.
Auch ansonsten wird eine generell hoher Fitnessstand erwartet.
Erforscht werden auf den Azoren die Meerestierwelt, die
Pflanzenwelt und die Geologie von Pico. Bei der Geologie wird auch
der Vulkan Ponta de Pico bestiegen. Auch die Methodik der
Wissenschaft werde erklärt und verwendet. Ein Teil der Messungen
werde für eine langjährige Messreihe zum Thema Meeressäugetiere
verwendet, während ein anderer Teil vermutlich sofort Ergebnisse
zeigen werde.
Besonders überzeugt habe Herrn Hansen die Art der Werbung für die
Reise. Die Werbung richte sich nicht an die „jeunesse dorée“, also
an erlebnissüchtige Jugendliche aus wohlhabenden Elternhäusern,
sondern an zukünftige Forscher, die an der Erhaltung oder dem
Wiederaufbau der Umwelt arbeiten wollten. Auch die
Finanzierungsidee fand er sinnvoll. Der Schüler muss dabei einen
Eigenbetrag von 150€ erbringen. Wie das Geld beschafft werden soll,
muss bereits in der Bewerbung dargelegt werden. Dabei zählen eine
innerfamiliäre Geldspende oder eine Beschäftigung nicht. Das Geld
soll also durch Spenden von außerhalb der Familie verdient werden.
Wer keine Ideen hat, kann sich auf der Homepage des IJM inspirieren
lassen.
Eine weitere Frage, die sich manche stellen könnten, ist die, was
es einem Schüler bringt, dort teilzunehmen. Die Antwort fasst Herr
Hansen mit dem Wort „Wachstum“ zusammen. Der Horizont der Schüler
erweitere sich und sie könnten ihr Potenzial besser ausschöpfen.
Auch würden danach sie dem Geosystem mehr Beachtung schenken.
Zusätzlich habe ein Schüler dort die Gelegenheit herauszufinden,
wie Forschungsarbeit ablaufe. Dadurch könnten er sich besser
Gedanken über ihre Zukunft und seinen persönlichen beruflichen
Werdegang machen.
Wen das hier genauso überzeugt hat wie Herrn Hansen, der sollte
schnellstmöglich anfangen, die Bewerbung zu schreiben. Sie muss bis
zum Ablauf der Frist im Sekretariat abgegeben werden. Die formalen
Vorgaben sind auf der Athe-Homepage zu finden.
Nachtrag vom 09.11.15:
6 Schüler haben sich daraufhin beworben. Ihre Bewerbungen wurden
von Jury geprüft, die aus Herrn Hansen, Frau Schöning und dem
Vorsitzenden des Elternvereins, Herrn Blocksdorf bestand. Dabei
wurde großer Wert auf eine anonyme Prüfung gelegt. Der Jury war zu
keinem Zeitpunkt bekannt, wessen Bewerbung sie vorliegen hatte.
Am 6. November konnten dann endlich die mit Spannung erwarteten
Ergebnisse präsentiert werden, denn von den sechs Kandidaten können
nur zwei mitfahren. Ausgewählt wurden Max Neitzel und Meica
Mischok. Alle Bewerber, auch diejenigen, die dieses Mal nicht
mitfahren durften, wurden hoch gelobt. Sie seien „herausragende
Persönlichkeiten in ihren Jahrgängen“, wie es Herr Hansen
ausdrückte. Denn von 600 Schülern, die teilnahmeberechtigt gewesen
wären, hat sich nur ein Prozent beworben. Diese Schüler haben
geglaubt, dass sie es schaffen können. Denjenigen, die kein Glück
hatten, wünschte Herr Hansen viel Glück im nächsten Jahr, denn die
Teilnahme an den Forschungsexpeditionen von Master MINT werde
fortgeführt.
Nächstes Jahr werde es ein breiteres Interesse geben, wenn die
Forschungsreisenden ihre Erfahrungsberichte eines hoffentlich sehr
erlebnisreichen Abenteuers weitergeben können.



