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  1. 2016

Vielseitig ehrenamtlich engagiert

so erschienen im Stader Tageblatt am 13.02.2016

Am meisten Spaß macht ihr die ehrenamtliche Arbeit mit Kindern:
Katharina Kelm als Teamerin auf der Stader Flotte.

Am meisten Spaß macht ihr die ehrenamtliche Arbeit mit Kindern: Katharina Kelm als Teamerin auf der Stader Flotte.

Viele Jugendliche engagieren sich ehrenamtlich. Eine davon ist die 17-jährige Katharina Kelm. Jugendreporterin Marlene Schüttler (17) stellt sie vor:

„Ich bin in der Schülervertretung, in der Kirche und bei der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich tätig, und ich bin Ponyhofbetreuerin“, erzählt Katharina Kelm. Für die Kirche fährt die Staderin mit als Teamerin bei der Stader Flotte und bei Zeltlagern, und sie organisiert Rainbow- und Kindergottesdienste mit. Auch ist sie in der Landesjugendkammer aktiv.

Seit Katharina Kelm sechs war, fuhr sie jedes Jahr ins Zeltlager. Mit 14 absolvierte sie die Jugendleiterausbildung bei der Kirche. „Als ich die Juleica hatte, habe ich mich in der Kirche engagiert“, erzählt sie. „Dann bin ich mit zur Landesjugendkammer nach Hannover gefahren und habe mich in das jugendpolitische Gremium der evangelischen Jugend wählen lassen. Da organisieren wir das Landesjugendcamp, berichten, was so in den Kirchen passiert, geben Standpunkte ab zum Beispiel zur Flüchtlingspolitik und setzen Richtlinien für die Juleica fest. Wie zum Beispiel, ob man mehr Angaben als ‚männlich‘ oder ‚weiblich‘ machen sollte.“

Die 17-Jährige engagiert sich viel in der Kirche, da sie christliche Werte gut findet, zum Beispiel das Gebot, anderen zu helfen. Sie findet, dass man diese Werte vermitteln sollte und Menschen zeigen sollte, wie schön es ist, wenn man anderen hilft und es denen danach gut geht.

Auf die Idee, Flüchtlingen Deutschunterricht zu geben, ist sie durch ihre Mitarbeit in der Schülervertretung am Athenaeum gekommen. Die Athe-Schülerin hat Kontakt zur Schülervertretung am Vincent-Lübeck Gymnasium, die in der Flüchtlingshilfe sehr aktiv ist, und wurde Mitglied in der Migranten AG am Athenaeum. „Mit Flüchtlingen zu arbeiten, ist sehr lustig“, erzählt die Staderin. „Man merkt gar nicht, was die alles erlebt haben, weil sie die ganze Zeit lachen und über sich selbst lachen. Wenn ich versuche, Persisch zu reden, lachen sie sich einen Ast ab.“

Auf dem Ponyhof, auf dem sie jetzt als Betreuerin arbeitet, ist sie selbst lange geritten. Irgendwann wurde sie gefragt, ob sie nicht Lust hätte, Betreuerin zu werden.

„Am meisten Spaß macht mir die ehrenamtliche Arbeit, wenn Kinder sich freuen und wenn das, was man geplant hat, gut ankommt“, sagt die Schülerin. „Beim Zeltlager denken wir uns zum Beispiel Geländespiele aus, und wenn die Kinder total glücklich sind, ist das Spiel gut angekommen. Oder beim Ponyhof, „wenn sie weinen, weil die Tage so schön waren und sie hinterher nicht gehen wollen“. Besonders gut gefällt ihr, mit Kindern zu arbeiten. Auch das Politische gefällt ihr, weil sie ihre Position vertreten kann und in dem Gremium, in dem sie tätig ist, etwas verändern kann. Die ehrenamtliche Arbeit bringt sie persönlich weiter. Die 17-Jährige erzählt: „Ich lerne, wie ich mit Kindern und Leuten umgehen muss und mit schweren Situationen umzugehen. Das gibt einem Selbstvertrauen.“

Obwohl ihre verschiedenen Aktivitäten sehr viel Zeit beanspruchen, fühlt sich Katharina nicht überfordert. Sie sagt: „Die ehrenamtliche Arbeit ist schon sehr viel, aber ich weiß, dass ich überall sagen könnte, dass ich eine Pause brauche, deswegen überfordert mich das nicht. Ich muss mich auch nie viel vorbereiten, außer ich fahre nach Hannover und halte dort einen Vortrag oder erstatte Bericht.“

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