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  1. 2016

Junge Musiker wecken Sehnsüchte

so erschienen im Stader Tageblatt am 08. Juni 2016

Viel Beifall heimsten die jungen Musiker von Big Band und Chor des Stader Traditionsgymnasiums Athenaeum am Montagabend bei ihrem Sommerkonzert im Stadeum ein. Die Ensembles hatten ihrem Auftritt den Titel „Sehnsucht“ gegeben.

Knapp 600 Zuhörer im Hansesaal waren hingerissen und erklatschten sich eine Zugabe.

Die Schülerinnen Jette Zumpe und Joana Diez-Rossi führten charmant durch das eineinhalbstündige Programm, das unter der Gesamtleitung der Lehrer Benjamin Warnat und Karen Simon stand. Mal abwechselnd, mal gemeinsam präsentierten die beiden perfekt aufeinander abgestimmten Ensembles ihre anspruchsvollen und temporeichen Stücke, oft im Form des Kanon angelegt.

Immer wieder stachen herausragende Solisten am Mikrofon und an den Instrumenten hervor. Die Musiker entführten die Besucher in ferne Länder, ließen sie Fernweh, Abenteuerlust, Liebe, Leid und Gelassenheit empfinden. Gemeinsam brachten sie das Stadeum zum Kochen.

Den berührenden Auftakt machten die südafrikanischen Lieder „Siyahamba“ und „Asika Thali“. Die Schüler transportieren einen Hauch Folklore auf die Bühne, erzeugten Laute auf ungewöhnliche Weise. Sie rieben sich die Hände, klopften auf ihre Oberschenkel, schnipsten und stampften. Das bekannte Stück „Africa“ der amerikanischen Rockband „Toto“ boten die energiegeladenen Jugendlichen mit Percussion-Begleitung dar.

Als „die größte Sehnsucht, die wir überhaupt kennen“ bezeichnete das Moderatorenduo die Liebe. Ihr widmeten die Gymnasiasten mit dem plattdeutschen Klassiker „Dat Du min leevsten büst“ einen Song, den mancher Schüler an diesem Abend zum ersten Mal in seinem Leben gehört haben wird.

Voller Hingabe sangen sieben Solisten die Soul-Nummer „All of me“ des amerikanischen Oscarpreisträgers John Legend. Die Big Band präsentierte das mitreißende Rhythm-and-Blues-Lied „Blurres Lines“ des amerikanischen Sängers Robin Thicke.

Die Ensembles bedankten sich bei jenen Mitgliedern, die nach dem Abitur im Sommer das Athenaeum verlassen werden, mit Rosen. Für ihre Lehrer Benjamin Warnat und Karen Simon gab’s Blumensträuße.

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