Auch wenn wir nicht, wie der vorherige Jahrgang auf Hawaii oder in
New York waren, war unsere Kursfahrt eine ganz außergewöhnliche. Zu
Beginn wurden wir von den anderen mit spöttischem Lächeln
betrachtet, da wir einer von zwei Kursen waren, die in Deutschland
blieben.
Unsere Reise ging in Richtung Oberstdorf in ein 2000-Seelen-Dorf
namens Ofterschwang im Allgäu. In dieser Woche ist so viel
passiert, sodass wir, wenn alles hier niedergeschrieben wird, die
Seiten der anderen auch mit einnehmen würden. Abgesehen von dem
ganzen „Kartenspielen“ an den Abenden, war das absolute Highlight
das Paddeln durch die Stromschnellen der Iller.
Am Dienstagmorgen wurden wir von unseren drei Lehrern Lars, Himal
und Christian in aller Frühe begrüßt und in drei Gruppen
eingeteilt. Zuerst blieben wir an einem See, wo uns alle Grundlagen
gezeigt wurden.
Kursfahrten 2016
Ofterschwang im Allgäu - Tutorat von Herrn Dr. Schneider (Chemie)


Doch schon beim Einsteigen in die Kajaks zeigte sich, dass es eine
witzige Woche werden würde,da dort schon die Ersten Bekanntschaft
mit dem kalten Wasser machten. Gezeigt wurden uns Zeichen zur
Verständigung auf dem Wasser, Grundschläge und am wichtigsten davon
den Bogens(ch)lag. Nach ein paar Übungen begannen schon einige
übermütig zu werden und spielten lieber Schiffe versenken, als
unseren Kursleitern zuzuhören.
Am Nachmittag begaben wir uns auf den Fluss. Das Wasser war
kristallklar, ein sanftes Plätschern des kühlen Nass war zu hören
und in der Ferne sah man schon die ersten Stromschnellen. Wir
fuhren los und begannen auch mit einigen Übungen im fließenden
Wasser, am allerwichtigsten das Einfahren in Kehrwässer und auch
das anschließende Verlassen. Vielen erschien diese Übung aus
„Bootspitze in Richtung Stein “, „Hufte, Hufte“, „Bogens(ch)lag“
und dem anschließendem „very good“ als überflüssig, doch manch
Einer wuchsen schon Schwimmhäute und der Rekord des Kenterns lag am
Ende der Woche bei über zehn Malen. Nach etlichen Stromschnellen
und einem kompletten Tag auf dem Wasser waren alle total erschöpft
und froh wieder im Gasthof anzukommen. Selbst unser Tutor war an
diesen Tagen schon früh im Bett, manche taten es ihm nach, andere
erkundeten die Gegend und wiederum andere klärten die wichtigen
Fragen des Lebens und waren mit dem Lösen von allerhand
„Phänomenen“ beschäftigt.
Es war eine super Woche für uns alle. Es ist viel passiert, wir
haben uns innerhalb des Kurses näher kennengelernt und hatten viel
Spaß zusammen.

Amsterdam - Tutorat von Herrn Lünstedt (Physik)

London mit Herrn Röder - Tutorat von Frau Brandenburg (Englisch)

Montag, 8. August 2016
Unsere Reise begann vor der Bushaltestelle des Athenaeums,
pünktlich um 3 Uhr morgens. Alle waren rechtzeitig da, sodass wir
sehr pünktlich losfahren konnten und zeitig ankamen. In Bremen
kamen wir schnell und weitgehend ohne Probleme an den Kontrollen
vorbei und nach einer kurzen Wartezeit durften wir schon ins
Flugzeug einstei-gen. Angekommen am Londoner Flughafen, nahmen wir
einen Bus bis nach Limehouse zu unserem Hostel. Es dauerte etwas,
bis wir dieses gefunden hatten, doch nachdem unser Busfahrer uns
durch einige enge Straßen (meistens über den Bürgersteig)
manövriert hatte, kamen wir doch noch fast pünktlich dort an.
Erstmal angekommen ging es dann aber auch direkt los. Als erstes
besuchten wir die Tower Bridge; von dort aus starteten wir eine
Bootstour auf der Themse unter den diversen Brücken durch, vorbei
am London Eye und vielem mehr, ehe wir in Westminster an den Houses
of Parliament ausstiegen. Wir gingen weiter bis zu den Horse Guards
und konnten dort sogar einen Wachenwechsel miterleben. In der Nähe
gab es einen Park, wo wir eine kleine Pause einlegten und die Zeit
nutzten, um etwas zu essen, uns einfach auszuruhen oder im
Sonnenschein für kurze Zeit die Augen zu schließen. Nachdem wir
wieder Energie gesammelt hatten, liefen wir bis zum Trafalgar
Square und genossen unsere Freizeit. Ein paar Stunden später trafen
wir uns alle wieder und gingen zu einem Fish & Chips
Restaurant, welches uns unsere Tutorin, Frau Brandenburg, empfohlen
hatte. Es war sehr lecker und auch sehr schön, gemeinsam Abendbrot
zu essen.

Dienstag, 9. August 2016
Erster Stopp unseres sonnigen zweiten Tages war das „Old Bailey“,
der zentrale Strafgerichtshof in London. Dort bekamen wir die
Möglichkeit, uns von einem Zuschauerpodium aus eine
Gerichtsverhandlung anzusehen und die Roben und Perücken der
Anwälte und Richter zu bewundern. Als die anfängliche Begeisterung
dann doch leider etwas nachgelassen hatte und der Staatsanwalt nach
einem Blick auf uns mit einem leichten Grinsen eine 10-minütige
Pause anordnete, verließen wir das Gerichtsgebäude und machten uns
auf den Weg zum „Roof-Terrace“ eines Shopping Centres, von wo aus
wir eine tolle Aussicht auf die Skyline Londons genossen.
Als genug für Bilder posiert worden war, teilten wir uns auf und
begannen unsere Freizeitgestaltung. Aktivitäten beinhalteten bspw.
einen Besuch des Museum of London, einen Aufenthalt in der Oxford
Street oder etwa die Bewunderung der Straßenkunst im
multikulturellen Viertel Brick Lane. Abends war dann Zeit für die
gemeinsame Jack-the-Ripper-Tour. Unser Tour-Guide gestaltete die
Tour sehr informativ, teils etwas gruselig aber vor allem sehr
unterhaltsam. Mit den von ihm gezeigten Bildern von
aufgeschlitzten, gehäuteten Körpern im Kopf konnten wir dann
nachher beruhigt schlafen gehen.

Mittwoch, 10. August 2016
Der dritte Tag begann damit, dass unser gesamter Kurs morgens mit
Herrn Röder mit der „Tube“ zum British Museum gefahren ist. Es hat
einen Moment gedauert, bis wir alle den richtigen Eingang für
unsere Gruppe gefunden hatten, aber als wir in diesem riesigen
Gebäude waren, zeigten wir uns alle ziemlich beeindruckt von der
Architektur und den schönen verschiedenen Hallen. In dem Museum
haben wir uns zunächst als Gruppe die bekanntesten Ausstellungen
über Griechenland, die ehemaligen Kolonien von Großbritannien sowie
auch den berühmten Stein von Rosette aus Ägypten angeguckt. Danach
hatten wir in Kleingruppen noch etwas Zeit und haben weitere
Ausstellungen bspw. über den mittleren Osten besichtigt oder waren
in dem großen Souvenirshop. Nach dem Museumsbesuch sind wir alle
gemeinsam mit der U-Bahn zum Hyde Park gefahren und haben zusammen
bei bestem Wetter gepicknickt. Anschließend hatten wir den Rest des
Tages Freizeit und haben uns in Gruppen aufgeteilt. Weil wir uns
direkt an der Oxford Street befanden, sind einige dort shoppen
gewesen (sehr beliebt waren vor allem Läden wie z.B. Topshop, die
es in Deutschland nicht gibt). Andere wiederum sind zu einer
besonderen Buchhandlung namens „Any amount of books“ gefahren,
welche Herr Röder empfohlen hatte oder haben abends einen
brandneuen Film im IMAX in einem der beliebten Kinos am Leicester
Square geschaut..

Donnerstag und Freitag, 11. und 12. August 2016
Am letzten vollen Tag unserer Kursfahrt sind wir vormittags mit der
U-Bahn in Richtung London Bridge gefahren. Dort haben wir zufällig
ein professionelles Foto Shooting mit einem sehr gut aussehenden
männlichen Model vor der Millenium Bridge beobachten dürfen. Ziel
war aber eigentlich Shakespeare’s Globe Theatre, wo wir dann auch
eine sehr interessante Führung bekamen. Anschließend haben wir den
Stadtteil Southwark erkundet, der berühmt ist für die Southwark
Cathedral und Märkte wie z.B. den Borough Market, die Essen aus
aller Welt anbieten. Viele haben sich an dem großen Angebot bedient
und dort Mittag gegessen. Ein weiterer Markt auf der anderen Seite
der Themse ist der Covent Garden Market, eher spezialisiert auf
Kleidung und Souvenirs. Außerdem gaben Straßenkünstler und Zauberer
ihre Vorstellungen zum Besten und einige von uns wurden von
englischen christlichen Missionaren in Glaubensdiskussionen
verwickelt. Abends haben wir uns zum gemeinsamen Abschluss an der
Tower Bridge getroffen. Wir haben gemeinsam gegessen, die
Abschlussfotos wurden geschossen und wir sind im Dunkeln über die
Tower Bridge gegangen, um die Lichter der Stadt und ein paar
Sternschnuppen zu beobachten. Im Hostel haben wir die Woche in Ruhe
ausklingen las-sen. Doch allzu bald mussten schon die Sachen
gepackt werden und so sind wir um halb fünf Uhr morgens mit einigen
Turbulenzen zum Flughafen angereist. Dennoch haben wir unseren
Rückflug bekommen und sind –müde aber glücklich-mittags zurück in
Stade gewesen.
Vielen Dank an alle, die uns diese tolle und interessante Kursfahrt
ermöglicht haben und besonders an Frau Brandenburg, unsere Tutorin,
die uns vor dem Antritt unserer Reise sehr mit Planungen und
Insider-Tipps geholfen hat, der es aber leider nicht möglich war,
unsere Kursfahrt zu begleiten. Wir sind alle sehr froh, dass die
Schule die Kursfahrten wieder ermöglicht hat, da dies ein Erlebnis
ist, was in der Schullaufbahn nicht fehlen sollte und auch das
Gemeinschaftsgefühl im Kurs stärkt. Ein besonderer Dank im Namen
des gesamten Kurses geht natürlich speziell an Herrn Röder, welcher
netterweise Frau Brandenburgs Vertretungen übernommen hat. Stets
locker und entspannt aber auch gut strukturiert hätten wir uns fast
keine bessere Begleitung wünschen können; ohne ihn wäre unsere
Kursfahrt überhaupt nicht realisierbar und erst recht nicht auf
diese tolle Art und Weise möglich gewesen.
Prag - Tutorat von Herrn Rüter (Mathematik)

Montagmorgen: 6:00 Uhr, Abfahrt vom Athe, eine Strecke von etwa 700 km vor uns. Auf nach Prag! Ein Bus, groß genug für Schüler, Referendar und Lehrer, diente uns als Reisemittel. Die Zeit im Bus verflog jedoch schnell - früh morgens ist es ja auch schön, nochmal etwas schlafen zu können. Die ganze Fahrt, inkl. Pausen und Zwischenstopps, dauerte um die 10 bis 11 Stunden. Nach 8 Stunden hatten wir nämlich eine längere Pause an einem Ort, der deutlich interessanter und beeindruckender war als die etlichen Raststätten, die wir bis zu diesem Zeitpunkt schon begutachten durften. Es zog uns in das Elbsandsteingebirge oder auch Nationalpark „Sächsische Schweiz“ genannt. Die Bäume, die Tiefen und vor allem die vielen Treppen sind uns rückblickend definitiv eher gut als schlecht in Erinnerung geblieben. Sie waren die perfekte Kulisse für viele schöne Fotos. Teilweise konnten wir sogar Kletterer an den Steinen entdecken. Die frische Luft und die Bewegung haben uns allen gut getan, trotz Trägheit durch das stundenlange Sitzen. Vorfreude kam auf, als wir erfuhren, dass es nur noch 2 weitere Stunden dauern würde, bis wir endlich ankämen. Und diese Vorhersage bestätigte sich zu unseren Gunsten. Heil und froh endlich angekommen zu sein, wollten wir nun auch endlich unsere Zimmer inspizieren und beziehen. Als die formellen Sachen dann erledigt waren, erhielten wir unsere Karten, nachdem wir versicherten, nichts kaputt zu machen. Das Hotel war sogar ein 3-Sterne-Hotel und für Schulfahrtenverhältnisse echt besser als erwartet! Die Zimmer sauber, Betten in Ordnung und das Abendessen in Sicht, genau diese Aspekte machten alle zufrieden und somit konnten wir alle feststellen, dass wir die 11 Stunden Anreise bis zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall bereuten. Niemand äußerte den dringenden Wunsch, jetzt bitte wieder nach Hause zu fliehen. Als wir alle in unsere Zimmer, die kleinen Apartments ähnelten, eingezogen sind und auch die der Anderen begutachtet hatten, gingen wir endlich zum Abendessen. Dies bestand aus Vor-, Haupt- und Nachspeise. Was für ein Luxus!

Am Dienstag fuhren wir morgens gleich mit der Straßenbahn (das
Straßenbahnnetz war erstaunlich gut ausgebaut) in Richtung des
Technischen Museums. Nachdem wir gefühlte 15 Minuten einen Berg
hoch gelaufen sind, kamen wir endlich am Museum an. Hier konnte man
neben alten Autos, Zügen und ersten Flugzeugen auch Uhren und
Fotoapparate angucken. Es hat uns erstaunt hat, dass es schon im
19. Jahrhundert Fahrräder mit einem Dampfmotor als Vorgänger der
„Motorräder“ gab, sich aber erst heute die E-Bikes richtig
durchsetzen konnten.
Nach einer längeren Mittagspause folgte eine Schifffahrt über die
Moldau mit einer anschließenden Führung durch die Prager
Innenstadt. Bei der Moldauschifffahrt, bei der wir zweimal die
gleiche Strecke gefahren sind, hatte man einen tollen Blick auf
Prag und auf einige Wahrzeichen wie z.B. auf die Karlsbrücke. Den
Altstädter Ring oder die älteste Synagoge Europas, die sich
inmitten der Innenstadt von Prag befindet, konnten wir bei der
Stadtführung begutachten. Wir kamen an einem Rathaus vorbei, vor
dem sich eine riesige Menschenmasse versammelt hatte. Susanna,
unsere Reiseführerin, hat uns erklärt, dass die Uhr am Rathaus der
Grund für die Versammlung war. Diese zeigt nämlich sowohl den Stand
der Sonne und des Mondes als auch das Sternzeichen an. Außerdem
bewegen sich zu jeder vollen Stunde, es war kurz vor 4 Uhr, die
Figuren, die an der Uhr angebracht sind. Nachdem die Stadtführung
vorüber war, standen keine weiteren Termine auf dem Programm,
sodass die Zeit individuell gestaltet werden konnte.
Am Mittwoch stand ein ganztägiger Ausflug in die Gedenkstätte des
Konzentrationslagers Theresienstadt auf dem Plan. Hier besichtigten
wir nicht nur Theresienstadt, sondern auch das alte
Gestapo-Gefängnis (kleine Festung). Hier liefen wir durch schmale,
teilweise unterirdische, Gänge und konnten Zellen, Waschsäle und
Verwaltungseinrichtungen, die zum größten Teil original erhalten
geblieben sind, besichtigen. Danach gingen wir noch nach
Theresienstadt selbst, welches heute wieder ein „normales“ Dorf
ist. Trotzdem war es seltsam, dort in ein Restaurant zu gehen und
zu essen. Ich glaube ich kann für uns alle sprechen, wenn ich sage,
dass das, was uns über die Zeit des Nationalsozialismus erzählt
wurde, echt schrecklich war und dass vielleicht genau deswegen
Theresienstadt fast gespenstisch wirkte. Auf dem Rückweg (von
Theresienstadt) wollte uns Susanna noch weitere Informationen
erzählen. Die Meisten schliefen schon, doch die anderen hörten nur
einen lauten „Nein!“-Schrei gefolgt von einer Erklärung, dass
niemand mehr irgendeine Information aufnehmen kann, was Susanna
dann auch einsah.

Am Abend suchte ein Großteil des Kurses die nahegelegene Diskothek
"Karlovy Lazne", die Größte in Mitteleuropa, auf und ließ den Tag
dort bei Hip-Hop, RnB, Schlager, Chart- und Dancemusik ausklingen.
Am Donnerstag, unserem letzten vollen Tag, fuhren wir zur Prager
Burg, das größte geschlossene Burgareal der Welt und heutiger Sitz
des Präsidenten der Tschechischen Republik. Als wir aus der
Straßenbahn stiegen, sahen wir auf der anderen Seite eine riesige
Menschenschlange, bei der wir uns trotz Gruppenanmeldung anstellen
mussten - Sicherheitsvorkehrungen. Auf dem Gelände konnten wir
sowohl in den Gebäuden als auch außerhalb viel entdecken, nur
leider war es dort sehr voll. Im Anschluss an die Führung hatten
wir freie Zeit, um den letzten Tag in Prag noch einmal auszunutzen.
Am Abend ist der ganze Kurs zu Fuß mal wieder etliche Stufen zu
einem Aussichtspunkt gegangen, von dem man einen tollen Ausblick
über Prag hatte. Da wir noch ein Kursfoto machen wollten, setzten
und stellten wir uns alle auf die Treppe, doch so einfach war das
nicht mit dem Foto. An diesem Aussichtspunkt wurde ein
Fotoshooting, was eher unprofessionell aussah, gemacht und es
musste versucht werden, dass das „Model“ nicht mit auf das Bild
kommt. Im Anschluss ließen wir es uns in einem Biergarten mit
kühlen Getränken gut gehen und ließen die Kursfahrt Revue
passieren. Auch an diesem Tag sind Einige ins „Karlovy Lazne“
gegangen. Nachts, auf dem Rückweg, der größten Teils an der Moldau
entlang führte, hatte man noch einen schönen Blick auf die
beleuchtete Prager Burg.
Es war soweit - die Heimreise. Unausgeschlafen, verhältnismäßig
still und hungrig saßen wir an den Frühstückstischen und
überlegten, ob wir noch etwas im Zimmer vergessen hatten oder ob
wir noch kurz zum Supermarkt rüberlaufen sollten, um doch noch
Trinken und Essen für die lange Fahrt zu besorgen. Um 9 Uhr war
Abfahrt – die Zimmer gecheckt und nachdem auch ein Handtuch, das
ausversehen in einem der Koffer gelandet ist, wieder aufgetaucht
ist, wurde das Zimmerpfand zurückbezahlt. Müde von der Woche
starteten wir in Richtung Stade und kamen mehr oder weniger
ausgeschlafen gegen Abend dann endlich an. Insgesamt haben wir eine
Menge erlebt und viel Spaß gehabt. Wir hatten eine tolle Zeit und
wir haben uns um einiges besser kennengelernt. Diese Kursfahrt
werden wir in guter Erinnerung behalten.

Dublin - Tutorat von Frau Müller-Reineke (Englisch)
Dienstag, 09.08.2016
Auf geht’s! Dublin, wir kommen.
Es war der 09.August 2016 als wir unsere Kursfahrt angetreten
haben.
Wir waren alle sehr aufgeregt und voller Vorfreude auf unser
Hostel, die Aktivitäten und das Essen. Während der Großteil des
Kurses sein Gepäck schon längst abgegeben hat und sich auf den Weg
zum Gate machte, kamen die letzten drei erst am Flughafen an. Alle
waren angespannt, weil die Gefahr bestand, dass die Schlangen an
der Gepäckabgabe und am Zoll zu lang sind, sodass sie den Flug
verpassen.
In letzter Sekunde hat dann aber doch noch alles geklappt. Wir
hatten einen angenehmen Flug. Im Bus jedoch war es aufgrund der
Fülle sehr anstrengend.
An diesem Tag waren wir nur noch etwas essen und haben den Abend
auf der Dachterrasse und in unseren Zimmern verbracht.
Mittwoch, 10.08.2016
Der erste Morgen in Dublin begann für uns alle um 10 Uhr im
Frühstückssaal, hier wartete auch schon das tägliche kulinarische
Highlight auf uns – nicht! Wir hatten die große Auswahl zwischen
Weizen- und Vollkorntoast, dazu gesalzene Butter, Marmelade,
Nutella oder Honig. Oder einfach Müsli mit Milch. Dazu gab es
,,leckeren’’ Tee oder Kaffee oder Säfte. Als alle mehr oder weniger
gesättigt waren, wurde sich noch schnell frisch gemacht und noch
kurz geshoppt. Dann marschierten wir auch schon los zum
Guinnessmuseum. Da der Himmel es gut mit uns meinte und wir noch
ein bisschen wachsen sollten, regnete es den ganzen Weg durch
Dublin über. Dort angekommen war die Freude über das warme Museum
groß, sie wurde jedoch durch die Tatsache getrübt, dass die
Minderjährigen unter uns keinen Alkohol (sprich Bier) kosten
durften. Aufgrund dessen war der Gang durchs Museum für einen
Großteil sehr schnell vorbei und der Weg zu einem im vorletzten
Geschoss ansässigen Lokale wurden angetreten. Hier fiel die Wahl
auf ,,Cheesy Fries’’ und/oder einen leckeren Burger. Nach mehreren
Stunden Aufenthalt und einigen Souvenirs im Gepäck, ging es dann
wieder zurück zum Hostel, dabei wurde noch ein kleiner Stop bei
einem Candyshop und beim Supermarkt gemacht, um sich für den Abend
mit Süßigkeiten und Getränken einzudecken. Der Abend verlief für
uns alle ruhig und mit tiefgründigen Gesprächen.
Donnerstag, 11.08.2016
Am Donnerstag haben wir gemeinsam nach dem Frühstück eine Bootstour
auf dem Fluss Liffey unternommen. Auf dem Boot gab es einen Führer,
welcher uns im Laufe der Fahrt etwas über die Gebäude, Brücken,
Sehenswürdigkeiten und Geschichte Dublins erzählt hat. Wir konnten
viele Fotos machen und haben so in kurzer Zeit viele Eindrücke von
Dublin gewinnen können.
Nach der Bootstour haben wir uns in kleinen Gruppen verschiedene
Ecken Dublins zu Fuß angesehen, konnten so die Gegend besser
kennenlernen und wurden so auch mit der Mentalität der dort
lebenden Menschen vertraut.
Am Abend haben wir uns dann alle gemeinsam getroffen, um ins Kino
zu gehen. Wir haben uns dort für zwei Filme aufgeteilt und es war
interessant zu sehen, wie die Kinos in Dublin aufgebaut sind, denn
dort gab es zum Beispiel freie Platzwahl.
So haben wir den Abend entspannt ausklingen lassen und uns auf den
nächsten Tag gefreut.
Freitag, 12.08.2016
Am Freitag unseres Aufenthalts in Dublin begannen wir den Tag mit
einem Spaziergang zum Writer’s Museum. Anschließend ließen wir ein
Gruppenfoto vom gesamten Kurs machen und pausierten in einem
kleinen Park in der Nähe. Danach machten wir uns auf den Weg zum
Trinity College, wo wir nach längerer Wartezeit eine
beeindruckende, alte Bücherei besichtigten. Es folgte eine
Aufteilung in zwei Gruppen: Die einen gingen picknicken, die
anderen bummelten durch die Innenstadt. Am späten Nachmittag wurden
wir hungrig und hatten schließlich die Wahl zwischen Sushi und
Burgern. Den Abend ließen wir mit vollem Magen auf der Dachterrasse
unseres Motels ausklingen, mit Ausblick auf die Stadt und guter
Stimmung.
Samstag, 13.08.2016
Am Samstag war nun leider der Tag der Abreise gekommen und wir alle
mussten nach dem Frühstück unsere Zimmer räumen. Jeder war
abfahrtbereit, jedoch musste jedes Zimmer kontrolliert werden und
das dauerte eben seine Zeit.
Als wir endlich auf dem Weg zum Flughafen waren, saßen oder standen
wir in einem vollem Bus und hatten dann noch jede Menge Zeit zur
Verfügung, da die Gepäckabgabe und die Sicherheitskontrolle in
Irland erstaunlich einfach ist und wirklich sehr schnell geht.
Die Zeit am Flughafen wurde dann einfach mit shoppen, essen oder
warten verbracht.
Der Flug ging schnell vorüber und als wir wieder in Deutschland
landeten, regnete es natürlich. Nachdem am Flughafen Bremen viele
abgeholt wurden, fuhr der Rest mit Frau Müller-Reineke mit der bahn
nach Stade, die wir fast verpasst hätten und in der wir von
betrunkenen Fußball Fans belästigt wurden.
Ingesamt war eine sehr schöne Fahrt und wir werden alle gerne auf
diese zurückblicken.


