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  1. 2016

ISA- Initiative für Schülerhilfe am Athe

von Tabea Lohmann

Was ist ISA eigentlich? ISA ist eine Nachhilfeorganisation am Athe von Schülern für Schüler. Sie wurde 2002 von Jörg Moser-Kollenda (mittlerweile Schulleiter der IGS Stade) ins Leben gerufen. Die PISA-Studie besagt, dass in deutschen Schulen mehr individuelle Förderung sowohl bei Lernschwächen als auch bei besonderen Stärken notwendig ist. Diese Forderungen werden durch ISA erfüllt. Lernschwächen werden durch die Arbeit in Kleingruppen ausgeglichen und die Stärken älterer Schüler werden durch die Hilfe für jüngere Schüler hervorgehoben.
ISA wird in Kleingruppen von ein bis fünf Schülern von einem ISA-Lehrer unterrichtet. Nachhilfe wird in Latein, Mathe, Französisch, Deutsch und Englisch angeboten und der ISA-Lehrer sollte im jeweiligen Fach mindestens gute Leistungen haben. Der ISA Unterricht findet immer in der siebten und achten Stunde an einem für Schüler und Lehrer passenden Tag statt.
Jeder zukünftige ISA-Lehrer muss zwei Schulungen abschließen. Die pädagogische Schulung und die fachspezifische Schulung. Im ersten Jahr sind beide Seminare notwendig, in jedem weiteren Jahr sind sie freiwillig. In der pädagogischen Schulung geht es darum, dass die zukünftigen Lehrer ein Gefühl dafür bekommen, wie sie mit ihren Schülern umgehen sollen. Die fachspezifische Schulung zeigt, wie man eine Stunde gut vorbereiten kann.
Ich bin seit diesem Jahr ISA-Lehrer und noch nicht so erfahren. Ich habe Glück, dass ich keine große Gruppe habe, sondern nur eine Schülerin. Etwas Aufwand ist trotzdem dabei. Man hat nicht nur die Pflicht, die Stunden auf den Stand der Schüler vorzubereiten, man muss auch auf unerwartete Fragen vorbereitet sein. Ich muss außerdem einen Unterrichtsnachweis ausfüllen. Darin trage ich ein, ob alle zu ISA erschienen sind und wann Unterricht stattgefunden hat. An einem bestimmten Termin muss ich den Nachweis abgeben, damit ich das Geld für die gegebenen Stunden bekomme.
Herr Wendel, der ISA-Koordinator, hat mir auf meine Anfrage ein paar interessante Zahlen verraten: Zum Anfang von ISA war die Schülerzahl bei etwa 100 Schülern, mittlerweile ist die Anzahl deutlich gesunken, es sind im ersten Halbjahr etwa 40-50 Schüler und im zweiten Halbjahr bis zu 30 mehr. Der größte Teil (mehr als 70%) der Schüler, die ISA-Unterricht genommen haben, fanden es hilfreich und haben sich in dem jeweiligen Fach verbessert. Sie lobten außerdem das angenehme Lernklima in den Kleingruppen.
Zum Schluss möchte ich noch die ISA-Osterschule erwähnen. Das ist ein Angebot in einer Woche der Osterferien, wo Schüler der Klassen 6-8 nicht verstandene Unterrichtsthemen aus den Fächern Deutsch, Englisch, Mathe, Latein und Französisch wiederholen können.

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