Was ist ISA eigentlich? ISA ist eine Nachhilfeorganisation am Athe
von Schülern für Schüler. Sie wurde 2002 von Jörg Moser-Kollenda
(mittlerweile Schulleiter der IGS Stade) ins Leben gerufen. Die
PISA-Studie besagt, dass in deutschen Schulen mehr individuelle
Förderung sowohl bei Lernschwächen als auch bei besonderen Stärken
notwendig ist. Diese Forderungen werden durch ISA erfüllt.
Lernschwächen werden durch die Arbeit in Kleingruppen ausgeglichen
und die Stärken älterer Schüler werden durch die Hilfe für jüngere
Schüler hervorgehoben.
ISA wird in Kleingruppen von ein bis fünf Schülern von einem
ISA-Lehrer unterrichtet. Nachhilfe wird in Latein, Mathe,
Französisch, Deutsch und Englisch angeboten und der ISA-Lehrer
sollte im jeweiligen Fach mindestens gute Leistungen haben. Der ISA
Unterricht findet immer in der siebten und achten Stunde an einem
für Schüler und Lehrer passenden Tag statt.
Jeder zukünftige ISA-Lehrer muss zwei Schulungen abschließen. Die
pädagogische Schulung und die fachspezifische Schulung. Im ersten
Jahr sind beide Seminare notwendig, in jedem weiteren Jahr sind sie
freiwillig. In der pädagogischen Schulung geht es darum, dass die
zukünftigen Lehrer ein Gefühl dafür bekommen, wie sie mit ihren
Schülern umgehen sollen. Die fachspezifische Schulung zeigt, wie
man eine Stunde gut vorbereiten kann.
Ich bin seit diesem Jahr ISA-Lehrer und noch nicht so erfahren. Ich
habe Glück, dass ich keine große Gruppe habe, sondern nur eine
Schülerin. Etwas Aufwand ist trotzdem dabei. Man hat nicht nur die
Pflicht, die Stunden auf den Stand der Schüler vorzubereiten, man
muss auch auf unerwartete Fragen vorbereitet sein. Ich muss
außerdem einen Unterrichtsnachweis ausfüllen. Darin trage ich ein,
ob alle zu ISA erschienen sind und wann Unterricht stattgefunden
hat. An einem bestimmten Termin muss ich den Nachweis abgeben,
damit ich das Geld für die gegebenen Stunden bekomme.
Herr Wendel, der ISA-Koordinator, hat mir auf meine Anfrage ein
paar interessante Zahlen verraten: Zum Anfang von ISA war die
Schülerzahl bei etwa 100 Schülern, mittlerweile ist die Anzahl
deutlich gesunken, es sind im ersten Halbjahr etwa 40-50 Schüler
und im zweiten Halbjahr bis zu 30 mehr. Der größte Teil (mehr als
70%) der Schüler, die ISA-Unterricht genommen haben, fanden es
hilfreich und haben sich in dem jeweiligen Fach verbessert. Sie
lobten außerdem das angenehme Lernklima in den Kleingruppen.
Zum Schluss möchte ich noch die ISA-Osterschule erwähnen. Das ist
ein Angebot in einer Woche der Osterferien, wo Schüler der Klassen
6-8 nicht verstandene Unterrichtsthemen aus den Fächern Deutsch,
Englisch, Mathe, Latein und Französisch wiederholen können.
ISA- Initiative für Schülerhilfe am Athe
von Tabea Lohmann



