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  1. 2016

Unternehmensvertreter zeigen Wege in den Beruf

so erschienen im Stader Tageblatt am 30.10.16

Die Berufswahl gehört zu den schwersten Entscheidungen im Leben junger Menschen. Um Orientierungshilfe zu bieten, organisieren das Athenaeum, das Vincent-Lübeck-Gymnasium und die Elbmarschenschule Drochtersen jedes Jahr einen Informationstag für die elften Jahrgänge.

400 Schüler kamen am Sonnabendvormittag ins Athenaeum, wo 30 Referenten regionaler Betriebe sich und ihre Branchen vorstellten.

In zwei Vortragsrunden sprachen sie zu den Jugendlichen und beantworteten ihre Fragen. Vielfach bahnten sich erste Kontakte und Verabredungen für Praktika an. Parallel zum Catering in der Pause hatten die Elftklässler die Möglichkeit, sich an den in den Fluren des Gymnasiums aufgebauten Ständen von regionalen Hochschulen, Behörden und Unternehmen vorzustellen. Mit dabei waren zum Beispiel die Agentur für Arbeit, die Polizeiinspektion und die Bundeswehr.

Das Kollegium der Fachgruppe Politik/Wirtschaft um ihren Leiter Jan Bauer hatte die Veranstaltung organisiert. Wochen vorher haben sie bei den Betrieben angefragt, Referenten eingeladen und am Sonnabend seit 7 Uhr in der Bildungsstätte den Aktionstag vorbereitet.

Dass Deutschland in einem Staatenranking der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zum Übergang zwischen Schule und Beruf den ersten Platz belegt, sei kein Selbstgänger, betonte Lehrer Markus Scheliga. „Solche Veranstaltungen sind der Grundstein dafür. Das lohnt sich“, erklärte er. Bei der Begrüßung in der Aula dankte Athenaeum-Direktor Wolfgang Horn den Unternehmensvertretern für die Bereitschaft, den Schülern in ihrer Freizeit zur Seite zu stehen. „Orientieren müssen Sie sich selber“, sagte er zu den Jugendlichen.

Floor Liberton (17) aus Stade spielt mit dem Gedanken, Tiermedizin zu studieren. Das harte Studium, über das sie sich in einem Vortrag informierte, lässt sie allerdings nachdenklich werden. Bei einem zweiten Vortrag ließ sie sich von jungen Beamten die Ausbildung bei der Polizei erläutern.

Norman Walter (17) aus Helmste möchte Medizin studieren. Er hat bereits ein Schulpraktikum bei einem Zahnarzt absolviert und sich am Sonnabend einen Vortrag zum Thema Humanmedizin angehört. Vom strengen Numerus clausus und der Dauer des Studiums will er sich nicht abbringen lassen.

Larissa Bochow (16) aus Horneburg ist fest entschlossen, nach dem Abitur zur Polizei zu gehen. Vor ein paar Jahren konnte sie sich auch vorstellen, Karriere bei der Bundeswehr zu machen. Außerdem informierte sie sich über das Studium Luftfahrtingenieurwesen, ein für sie völlig neuer Bereich.

Julian Dubois (16) aus Stade plant, nach dem Abitur ein Jurastudium zu beginnen. Er hörte den Vortrag eines Anwalts, der mit den Elftklässlern einen Beispielfall mit Hilfe von Gesetzestexten löste. Später informierte sich der Freizeitsportler noch über den Bereich Fitnessmanagement.

Justin Niestroj (16) aus Stade ist noch nicht sicher, welchen Weg er nach der Schulzeit einschlagen will. Beim Berufsinformationstag wählte er ein Kontrastprogramm und sprach mit Musikern und Polizisten über ihre Arbeit. Außerdem ließ sich der Elftklässler über das Studium im EU-Ausland beraten.

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