Vom 7. bis 8. Februar fuhren Teams der Jugend forscht AG des
Athenaeums zur Universität Lüneburg und nahmen dort am
Regionalwettbewerb für Jugend forscht teil. Fast alle Gruppen
erzielten einen Preis und zwei Teams qualifizierten sich mit dem
ersten Platz in ihrer Rubrik für den Landeswettbewerb.
Mauritz Fethke (16) entwickelte einen bionischen Elefantenrüssel
weiter, den er bereits in den Vorjahren als Jugend forscht Arbeit
präsentierte. Die Juroren stellten wesentliche Verbesserungen fest:
Sensoren wurden ergänzt. Eine Steuerung durch das Tablet wurde
ermöglicht. Besonders überzeugte ein adaptiver Greifer auf
Silikonbasis. Die Jury verlieh den ersten Preis in der Rubrik
Technik und damit das Ticket zum Landeswettbewerb. Wir wünschen ihm
viel Erfolg.
Im Obstbau im Alten Land wird das Spalierobst auch im Kronenbereich
geschnitten. Dazu zieht ein Traktor eine Arbeitsbühne mit
Arbeitskräften durch eine Gasse. Bisher wurde der Traktor durch
einen Fahrer gelenkt. Doch nun fahren bereits viele Traktoren
autonom. Das autonome Navigationssystem hierfür entwickelten
Philipp Rolfes (15), Tjark Abe (16) und David Berschauer (16). Mit
ihren Entwicklungen nahmen sie am Jugend forscht Wettbewerb teil.
Die Jury stellte zahlreiche Vorzüge fest: Die autonome Navigation
ist preisgünstig, robust und praktikabel. Zudem wurden im Vergleich
zum Vorjahr Verbesserungspotentiale ausgenutzt und die
Einsetzbarkeit erweitert. Auch wurden ein mathematisches Modell
sowie eine Simulation erstellt. Die Jury verlieh den ersten Preis
in der Kategorie Arbeitswelt. Wir wünschen den drei Jungforschern
viel Erfolg auf dem Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld.
Gustav Eickmann (12), Mika Wilkens (11) und Andre Lütjen (11)
entwickelten eine Selbstbau-Windkraftanlage. Die Juroren lobten das
Fachwissen, das Geschick sowie die ausschließliche Verwendung
gebrauchter Materialien und prämierten die Arbeit mit dem zweiten
Preis im Fachgebiet Technik. Zudem erhielten die drei den
Sonderpreis für Umwelttechnik.
Paul Sawitzki (13) und Paul Helmcke (13) entwickelten eine
Probennahme durch autonome Fahrzeuge. Die Jury lobte die
Realisierung verschiedener Ausbaustufen und belohnte das Projekt
mit dem dritten Preis im Bereich Technik.
Jugend forscht AG des Athenaeums gewinnt 11 Preise beim Regionalwettbewerb in Lüneburg
von Hans-Otto Carmesin

Mauritz erklärt gerade mit beiden Händen gestikulierend, wie der Rüssel unten einen Ball greift.

David (links) und Tjark erklären den in der Obstanlage fahrenden autonomen Traktor.
Soraya Jenke (11) entwickelte ein bionisches geländegängiges
Fahrzeug, das einer Ameise ähnelt. Die Juroren lobten die gute
Umsetzung und verliehen den dritten Preis im Fachgebiet
Arbeitswelt. Auch erhielt sie als Sonderpreis ein Jahresabonnement
für Geolino.
Ole Rademacker (14) und Lorenz Lennartz (13) sind zwei Schüler der
IGS Stade, die auch die Jugend forscht AG des Athenaeums besuchen.
Sie untersuchten den Acetongehalt in der Atemluft, der als
Indikator für die Fettverbrennung im Körper gilt. Dabei konnten sie
Zusammenhänge mit der Nahrungsaufnahme und mit sportlicher
Betätigung nachweisen. Dies lobte die Jury und prämierte die Arbeit
mit dem dritten Preis in der Rubrik Biologie.
Während der ersten Momente nach dem Urknall dehnte sich das
Universum besonders schnell aus, diese Frühphase nennt man
kosmische Inflation. Paul Brüning (14) modellierte diese kosmische
Inflation mithilfe eines Quantengravitationsmodells. Die Jury
stellte positiv fest: Das Trugenberger-Modell wurde gelungen
simuliert. Auf dieser Basis wurde der Verlauf der kosmischen
Inflation als Bildfolge dargestellt. Dabei können verschiedene
Einflussparameter variiert werden. Die Juroren vergaben einen
dritten Preis im Fachgebiet Physik.
Laura Leddin (18) und Lennert Sprenger (15) beobachteten den
Urknall mit einem Kleinteleskop der Schulsternwarte mit zwei
verschiedenen Methoden. Die Jury lobte den Nachweis des
Hubble-Gesetzes sowie die strukturierte und ausführliche
Darstellung und verlieh den beiden den dritten Preis im Fachgebiet
Geo- und Raumwissenschaften.
Ben Joshua Helmcke (15) entwickelte ein neuronales Netzwerk zum
Lernen zweidimensionaler Muster sowie zur Identifikation von Ecken.
Die Jury beeindruckte die Implementierung in Java und sprach den
dritten Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik zu.
Ben Joshua Helmcke (15) und Lennert Sprenger (15) entwickelten
einen computergesteuerten Styroporschneider. Die Juroren lobten die
moderne Konstruktion mit Gegengewichten und vergaben einen dritten
Preis in der Rubrik Technik.
Die Projekte wurden von Herrn Vanhoefer, Herrn Dr. Schneider sowie
Herrn Dr. Carmesin betreut. Herr Carmesin erhielt für die
beispielhafte Förderung junger Talente und das besondere Engagement
bei der Betreuung von Jugend forscht Projekten den Sonderpreis für
Talentförderer 2017.


