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  1. 2017

Jugend forscht AG des Athenaeums gewinnt 11 Preise beim Regionalwettbewerb in Lüneburg

von Hans-Otto Carmesin

Mauritz erklärt gerade mit beiden Händen gestikulierend, wie der
Rüssel unten einen Ball greift.

Mauritz erklärt gerade mit beiden Händen gestikulierend, wie der Rüssel unten einen Ball greift.

Vom 7. bis 8. Februar fuhren Teams der Jugend forscht AG des Athenaeums zur Universität Lüneburg und nahmen dort am Regionalwettbewerb für Jugend forscht teil. Fast alle Gruppen erzielten einen Preis und zwei Teams qualifizierten sich mit dem ersten Platz in ihrer Rubrik für den Landeswettbewerb.

Mauritz Fethke (16) entwickelte einen bionischen Elefantenrüssel weiter, den er bereits in den Vorjahren als Jugend forscht Arbeit präsentierte. Die Juroren stellten wesentliche Verbesserungen fest: Sensoren wurden ergänzt. Eine Steuerung durch das Tablet wurde ermöglicht. Besonders überzeugte ein adaptiver Greifer auf Silikonbasis. Die Jury verlieh den ersten Preis in der Rubrik Technik und damit das Ticket zum Landeswettbewerb. Wir wünschen ihm viel Erfolg.

Im Obstbau im Alten Land wird das Spalierobst auch im Kronenbereich geschnitten. Dazu zieht ein Traktor eine Arbeitsbühne mit Arbeitskräften durch eine Gasse. Bisher wurde der Traktor durch einen Fahrer gelenkt. Doch nun fahren bereits viele Traktoren autonom. Das autonome Navigationssystem hierfür entwickelten Philipp Rolfes (15), Tjark Abe (16) und David Berschauer (16). Mit ihren Entwicklungen nahmen sie am Jugend forscht Wettbewerb teil. Die Jury stellte zahlreiche Vorzüge fest: Die autonome Navigation ist preisgünstig, robust und praktikabel. Zudem wurden im Vergleich zum Vorjahr Verbesserungspotentiale ausgenutzt und die Einsetzbarkeit erweitert. Auch wurden ein mathematisches Modell sowie eine Simulation erstellt. Die Jury verlieh den ersten Preis in der Kategorie Arbeitswelt. Wir wünschen den drei Jungforschern viel Erfolg auf dem Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld.
Gustav Eickmann (12), Mika Wilkens (11) und Andre Lütjen (11) entwickelten eine Selbstbau-Windkraftanlage. Die Juroren lobten das Fachwissen, das Geschick sowie die ausschließliche Verwendung gebrauchter Materialien und prämierten die Arbeit mit dem zweiten Preis im Fachgebiet Technik. Zudem erhielten die drei den Sonderpreis für Umwelttechnik.
Paul Sawitzki (13) und Paul Helmcke (13) entwickelten eine Probennahme durch autonome Fahrzeuge. Die Jury lobte die Realisierung verschiedener Ausbaustufen und belohnte das Projekt mit dem dritten Preis im Bereich Technik.

David (links) und Tjark erklären den in der Obstanlage fahrenden
autonomen Traktor.

David (links) und Tjark erklären den in der Obstanlage fahrenden autonomen Traktor.

Soraya Jenke (11) entwickelte ein bionisches geländegängiges Fahrzeug, das einer Ameise ähnelt. Die Juroren lobten die gute Umsetzung und verliehen den dritten Preis im Fachgebiet Arbeitswelt. Auch erhielt sie als Sonderpreis ein Jahresabonnement für Geolino.
Ole Rademacker (14) und Lorenz Lennartz (13) sind zwei Schüler der IGS Stade, die auch die Jugend forscht AG des Athenaeums besuchen. Sie untersuchten den Acetongehalt in der Atemluft, der als Indikator für die Fettverbrennung im Körper gilt. Dabei konnten sie Zusammenhänge mit der Nahrungsaufnahme und mit sportlicher Betätigung nachweisen. Dies lobte die Jury und prämierte die Arbeit mit dem dritten Preis in der Rubrik Biologie.
Während der ersten Momente nach dem Urknall dehnte sich das Universum besonders schnell aus, diese Frühphase nennt man kosmische Inflation. Paul Brüning (14) modellierte diese kosmische Inflation mithilfe eines Quantengravitationsmodells. Die Jury stellte positiv fest: Das Trugenberger-Modell wurde gelungen simuliert. Auf dieser Basis wurde der Verlauf der kosmischen Inflation als Bildfolge dargestellt. Dabei können verschiedene Einflussparameter variiert werden. Die Juroren vergaben einen dritten Preis im Fachgebiet Physik.
Laura Leddin (18) und Lennert Sprenger (15) beobachteten den Urknall mit einem Kleinteleskop der Schulsternwarte mit zwei verschiedenen Methoden. Die Jury lobte den Nachweis des Hubble-Gesetzes sowie die strukturierte und ausführliche Darstellung und verlieh den beiden den dritten Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften.
Ben Joshua Helmcke (15) entwickelte ein neuronales Netzwerk zum Lernen zweidimensionaler Muster sowie zur Identifikation von Ecken. Die Jury beeindruckte die Implementierung in Java und sprach den dritten Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik zu.
Ben Joshua Helmcke (15) und Lennert Sprenger (15) entwickelten einen computergesteuerten Styroporschneider. Die Juroren lobten die moderne Konstruktion mit Gegengewichten und vergaben einen dritten Preis in der Rubrik Technik.
Die Projekte wurden von Herrn Vanhoefer, Herrn Dr. Schneider sowie Herrn Dr. Carmesin betreut. Herr Carmesin erhielt für die beispielhafte Förderung junger Talente und das besondere Engagement bei der Betreuung von Jugend forscht Projekten den Sonderpreis für Talentförderer 2017.

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