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  1. 2017

Umweltschützer säubern den Strand

so erschienen im Stader Tageblatt am 02.05.17

Viele Leute trafen sich am vergangenen Sonntag am Bassenflether Strand zum Picknick in der Sonne. Doch die meisten Besucher kamen, um etwas Gutes für die Umwelt zu tun: Bei der Müllsammeln mit der Organisation „Sea Shepherd“ waren etwa 85 Personen dabei.

Die Umweltschützer hatten gemeinsam mit der Gemeinde Hollern-Twielenfleth zur Strandreinigung aufgerufen. Denn der meiste Müll aus den Flüssen landet im Meer. Ein ansehnlicher, unansehnlicher Haufen kam zusammen mit Sonnenschirm, Zeltplane, Grillrost und Küchenmesser sowie jeder Menge Glasflaschen, Plastikabfall und eingetütetem Hundekot.

Für eine weltweite Datenbank werde zum Schluss alles gezählt und aufgeschlüsselt, sagt Dennis Schöddert (27). Der Hamburger koordiniert die „Beach Clean-ups“ für die Region Hamburg und Schleswig-Holstein. Besonders gefährlich seien kleine Plastikteile, die die Tiere mit Futter verwechseln. Schöddert engagiert sich ehrenamtlich bei „Sea Shepherd“, dem Hirten der Meere, „um was Gutes zu tun und die Welt ein Stück besser zu machen“. Über das Internet wurden viele auswärtige Unterstützer mobilisiert. Oliver Rasche ist extra aus Kiel gekommen. „Es ist ein schönes Gefühl, Teil der Lösung zu sein und nicht des Problems“, sagt der 46-Jährige.

Besonders Freiwillige aus der Region sind dabei und helfen gerne. Belinda Papajewski (29) und Katherina Holste (26) aus Stade kennen „Sea Shepherd“, wie sie berichten. „Eine tolle Organisation, ich finde die Leute cool“, schwärmt Papajewski: „Ich wünsche mir, dass das öfter gemacht wird.“ Mit Apfelsaft und Äpfeln, vom Landkreis gesponsert, stärken sich die Freundinnen nach ihrem Einsatz. Conny und Dennis Dependahl mit den Kindern Lina und Sam aus der Wingst sammeln Strandmüll aus Überzeugung und freuen sich, dass das einmal in der Nähe angeboten wird. Dabei sind auch ein paar Fünftklässler des Stader Athenaeums, deren Abiturienten schon oft Müllberge hinterlassen hatten. „Ich wollte auch mal was Gutes tun“, sagt Jason Hinrichs (11), begleitet von Lehrerin Astrid Spiegeler. Franziska Gerke (10) hat die Gruppe motiviert, nachdem sie einen Vortrag für Jugendliche in Hollern von Rainer Lenthe von „Sea Shepherd“ gehört hatte. Der Vortrag war eine Idee von Bürgermeister Timo Gerke, die gut angekommen ist. „Wir haben viel erreicht“, freuen sich Timo Gerke und Rainer Lenthe über die große Resonanz. Die Zusammenarbeit zwischen „Sea Shepherd“ und der Gemeinde soll mit weiteren Aktionen fortgesetzt werden.

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