Nervosität lässt sich vielleicht nicht messen, aber man konnte sie
in all den Gesichtern der Freunde, der Verwandten, der Eltern und
vor allem der 136 neuen Schülerinnen und Schüler sehen, die der
Schulleiter im Namen aller herzlich willkommen hieß.
Und so saßen sie dann, nervös, unsicher und heimlich um sich
schauend in den Stuhlreihen der Aula. Die erste Anspannung löste
sich schon etwas, als die Chor-AG die Bühne betrat und, unter
Leitung von Herrn Waldermann am Klavier, den neuen Jahrgang mit dem
Stück „Vois sur ton chemin“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur
Mathieu“ begrüßte.
Als dann Herr Niestroj an das Rednerpult trat und ihnen zu Beginn
seiner Rede mitteilte, dass er auch seinen ersten Schultag als
Schulleiter hat, wich die Spannung noch mehr. Denn wenn schon der
Schulleiter an seinem ersten Tag nicht aufgeregt ist, dann gibt es
für einen selber wohl eigentlich auch keinen Grund.
Natürlich sei nun vieles sei neu, so Herr Niestroj: Sie sind nun
nicht mehr die größten, wie noch in der Grundschule, sondern wieder
die kleinsten. Auch all die fremden Lehrer und Mitschüler kann man
noch nicht kennen. Und dann noch das große Schulgebäude mit seinen
langen Fluren, Gängen und Winkeln. Vielleicht erinnere der Altbau
manchmal an Hogwarts, aber sich bewegende Treppen, versteckte
Monster oder Geheimgänge gäbe es hier nicht, versicherte Herr
Niestroj.
Nachdem die Klassenlehrerteams ihre Schülerinnen und Schüler in
Empfang genommen und begrüßt hatten, erhielt jede Klasse noch ein
Blumengeschenk. Das Geld dafür stammt von den älteren Jahrgängen
des Athenaeums. Als Zeichen der Wertschätzung und im Wissen darum,
wie sie sich damals selbst gefühlt haben, überreichte Laura Falk im
Namen der Schülerschaft ein Orchideenensemble.
Bei Kaffee, Kuchen und vielen Gesprächen klang die Veranstaltung in
der Kabuschka aus.
In dem vom Chor vorgetragenen Lied lautet eine Passage: „Siehst du
auf deinem Weg / vergessene, verirrte Jungen? / Gib ihnen die Hand,
/ um sie zu führen / in eine andere Zukunft“. Wir als
Schulgemeinschaft wollen allen neuen Schülerinnen und Schülern am
Athenaeum die Hand reichen, sie in die Zukunft zu führen und
wünschen ihnen eine wunderbare und erfüllte Schulzeit.
Kein Grund sich zu fürchten
von Matthias Trau



