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  1. 2017

Schulmilch von der „Hackfleischkuh“

von Markus Scheliga

Jeder kennt den „AtheKiosk“, der die Schülerinnen und Schüler mit Brötchen, Süßigkeiten und Getränken versorgt. Dienstags ist der Ansturm stets besonders groß, denn dienstags liefert die Firma Kück dem Athenaeum die beliebte Schokomilch. Herr Kück lud zum 24. August seine Kunden nach Gnarrenburg ein, um diesen dort seinen Hof und seine Abfüllung sowie die Tiere zu präsentieren.

Der Schulleiter befreite vier Schülerinnen der Schülerfirma für einen Tag vom Unterricht, damit diese der Einladung nachkommen konnten. Auf dem Kück-Hof in Gnarrenburg hieß Hofeigentümer Kück seine Kunden in einem riesigen Zelt willkommen und präsentierte diesen neben einem prächtigen Brötchenbuffet natürlich auch seine Produktpalette zum freien Verzehr. So gestärkt teilten sich die zahlreichen Besucher in drei Besichtigungsgruppen auf und erkundeten den Hof, auf welchem unsere Schulmilch produziert und abgefüllt wird. Die Zehntklässlerinnen Laura Falk, Alina Fischer, Maylea Knutzen und Anne Karsten waren auf ihrem Rundgang immer wieder fasziniert von den Tieren, wenngleich Alina Fischer in erster Linie mit dem Geruch eines Kuhstalls zu kämpfen hatte. Nichtsdestotrotz wurden Kälber und Kühe gestreichelt und die Hasen bewundert.

Dem Firmenchef war es ein großes Anliegen, den Kunden zu vermitteln, dass seine Kühe bewusst nicht auf Höchstleistung getrimmt seien, sondern dass deren Gesundheit stets im Vordergrund stehe. So erfuhren die vier Schülerinnen, welche von der Abiturientin Anna Born begleitet wurden, dass die Bullen 14 Tage nach der Geburt den Hof verlassen, dass die Milchkühe einmal im Jahr kalben und dass sie nach einigen Jahren auch noch an die Schlachthöfe verkauft werden. Allerdings, so Kück, seien das dann „Hackfleischkühe“, aus welchen zum Beispiel Burger für Fastfoodketten hergestellt würden. Die Fleischstücke, welche man bei Metzger oder im Supermarkt kauft, kämen eher vom Jungbullen oder einer Kuh, die noch nicht gekalbt hat, einer sogenannten Färse.

So ließen es sich die fünf Mädchen letztlich nicht nehmen, nach der Hofbesichtigung einen weiteren Betrieb in Augenschein zu nehmen, wo die „Hackfleischkühe“ nach getaner Milchlieferung wahrscheinlich landen: auf einem Burger von McDonalds.

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