Sie sind hier :
  1. 2017

Faszination Badminton

von Fabio Lembke und Thore Podbielski

Es gibt viele verschiedene Meinungen über Badminton: ein faszinierendes Hin und Her oder doch nur ein statisches Preschen auf den Ball. Wir haben mit Herrn Heydasch gesprochen, der nicht nur die Arbeitsgemeinschaft Badminton für die Jahrgänge 5 und 6 am Athenaeum leitet, sondern auch die 1. Mannschaft des VFL Stade, die in der Landesliga (6. Liga) spielt, sowie die U15 Mannschaft, die zu 80 Prozent aus Schülerinnen und Schülern des Athenaeums besteht, trainiert.
Bereits mit 7 Jahren fing er an, Badminton beim VFL Stade zu spielen, später auch selber in einer AG am VLG. Mit 17 Jahren begann er bereits, die ersten Mannschaften zu trainieren. Doch worin genau besteht die Faszination Heydaschs und die vieler Athenaer an diesem Sport?
Nicht nur laut Experte Heydasch ist Badminton ein sehr schneller Sport, auch Wissenschaftler bestätigen, dass Badminton mit einer Ballhöchstgeschwindigkeit von 493 km/h der schnellste Ballsport der Welt ist. Zudem ist Badminton der einzige Sport der Welt, bei dem Jungen und Mädchen beziehungsweise Männer und Frauen zusammen in einer Mannschaft spielen.
In der Badminton AG am Athenaeum für die Jahrgänge 5 und 6 nehmen aktuell 25 Schülerinnen und Schüler teil. Dadurch, dass heutzutage immer mehr Eltern berufstätig sind, haben sie weniger Zeit, ihre Kinder zum Sportverein zu fahren und somit wird der Sport in den Schulen als Teil einer Möglichkeit der Ganztagsschule immer wichtiger. Für die Schülerinnen und Schüler des Athenaeums ist das kein Problem, denn auch für den Jahrgang 7 bis 10 wird eine AG unter der Leitung von Herrn Harnisch angeboten.
Nicht zuletzt aufgrund des hohen Interesses der Schülerinnen und Schüler konnte das Athenaeum beim letzten Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ als einzige Schule in Niedersachsen zwei Altersklassen (WK II 12 - 15 und 14 - 17) beim Landesfinale melden. Laut Herrn Heydasch schneidet das Athe bei Wettbewerben zwar nicht am besten ab (das beste Ergebnis war bisher der zweite Platz im Jahr 2015), aber wahrscheinlich hat keine andere Schule in Niedersachsen so viele gute Badmintonspieler wie das Athenaeum.

Auf die Frage, was ihm am meisten Spaß am Spielen bereite, antwortete er, dass Badminton im Gegensatz zu Sportarten wie Fahrradfahren oder Laufen mehr Kreativität erfordere. Zudem sei Badminton, wie bereits oben erwähnt, ein sehr schneller Sport, bei dem man durch die Feldbegrenzung und den speziellen Ball nur Volley (Spielen des Balles, bevor er den Boden berührt) spiele. Grundsätzlich fände der junge Lehrer es natürlich schön, wenn man bei Wettkämpfen gewinne, allerdings sei es in erster Linie wichtig, dass die Fünft- und Sechstklässler den Spaß am Spiel erlangen würden. Wettkämpfe gebe es für die Teilnehmer der AG im Moment nicht, allerdings würden einige Spieler nach den zwei Jahren in den Verein wechseln, wo sie dann selbstverständlich auch Wettkämpfe bestreiten würden.
Den größten Spaß habe der Coach allerdings daran, den Kindern und Jugendlichen etwas beizubringen. Außerdem sei es für ihn wichtig, die gesammelten Erfahrungen aus dem Sport weiterzugeben.
Sowohl für Herrn Heydasch als auch für viele Schülerinnen und Schüler des Athenaeums steht also fest: Badminton ist und bleibt ein faszinierendes Hin und Her.

Vorschau