Es gibt viele verschiedene Meinungen über Badminton: ein
faszinierendes Hin und Her oder doch nur ein statisches Preschen
auf den Ball. Wir haben mit Herrn Heydasch gesprochen, der nicht
nur die Arbeitsgemeinschaft Badminton für die Jahrgänge 5 und 6 am
Athenaeum leitet, sondern auch die 1. Mannschaft des VFL Stade, die
in der Landesliga (6. Liga) spielt, sowie die U15 Mannschaft, die
zu 80 Prozent aus Schülerinnen und Schülern des Athenaeums besteht,
trainiert.
Bereits mit 7 Jahren fing er an, Badminton beim VFL Stade zu
spielen, später auch selber in einer AG am VLG. Mit 17 Jahren
begann er bereits, die ersten Mannschaften zu trainieren. Doch
worin genau besteht die Faszination Heydaschs und die vieler
Athenaer an diesem Sport?
Nicht nur laut Experte Heydasch ist Badminton ein sehr schneller
Sport, auch Wissenschaftler bestätigen, dass Badminton mit einer
Ballhöchstgeschwindigkeit von 493 km/h der schnellste Ballsport der
Welt ist. Zudem ist Badminton der einzige Sport der Welt, bei dem
Jungen und Mädchen beziehungsweise Männer und Frauen zusammen in
einer Mannschaft spielen.
In der Badminton AG am Athenaeum für die Jahrgänge 5 und 6 nehmen
aktuell 25 Schülerinnen und Schüler teil. Dadurch, dass heutzutage
immer mehr Eltern berufstätig sind, haben sie weniger Zeit, ihre
Kinder zum Sportverein zu fahren und somit wird der Sport in den
Schulen als Teil einer Möglichkeit der Ganztagsschule immer
wichtiger. Für die Schülerinnen und Schüler des Athenaeums ist das
kein Problem, denn auch für den Jahrgang 7 bis 10 wird eine AG
unter der Leitung von Herrn Harnisch angeboten.
Nicht zuletzt aufgrund des hohen Interesses der Schülerinnen und
Schüler konnte das Athenaeum beim letzten Schulsportwettbewerb
„Jugend trainiert für Olympia“ als einzige Schule in Niedersachsen
zwei Altersklassen (WK II 12 - 15 und 14 - 17) beim Landesfinale
melden. Laut Herrn Heydasch schneidet das Athe bei Wettbewerben
zwar nicht am besten ab (das beste Ergebnis war bisher der zweite
Platz im Jahr 2015), aber wahrscheinlich hat keine andere Schule in
Niedersachsen so viele gute Badmintonspieler wie das Athenaeum.
Faszination Badminton
von Fabio Lembke und Thore Podbielski


Auf die Frage, was ihm am meisten Spaß am Spielen bereite,
antwortete er, dass Badminton im Gegensatz zu Sportarten wie
Fahrradfahren oder Laufen mehr Kreativität erfordere. Zudem sei
Badminton, wie bereits oben erwähnt, ein sehr schneller Sport, bei
dem man durch die Feldbegrenzung und den speziellen Ball nur Volley
(Spielen des Balles, bevor er den Boden berührt) spiele.
Grundsätzlich fände der junge Lehrer es natürlich schön, wenn man
bei Wettkämpfen gewinne, allerdings sei es in erster Linie wichtig,
dass die Fünft- und Sechstklässler den Spaß am Spiel erlangen
würden. Wettkämpfe gebe es für die Teilnehmer der AG im Moment
nicht, allerdings würden einige Spieler nach den zwei Jahren in den
Verein wechseln, wo sie dann selbstverständlich auch Wettkämpfe
bestreiten würden.
Den größten Spaß habe der Coach allerdings daran, den Kindern und
Jugendlichen etwas beizubringen. Außerdem sei es für ihn wichtig,
die gesammelten Erfahrungen aus dem Sport weiterzugeben.
Sowohl für Herrn Heydasch als auch für viele Schülerinnen und
Schüler des Athenaeums steht also fest: Badminton ist und bleibt
ein faszinierendes Hin und Her.




