Weihnachtskonzert der beiden Stader Gymnasien 2017
so erschienen im Stader Tageblatt am 21.12.2017

Das Weihnachtsfest kann kommen. Zumindest für die 600 Zuhörer des
Weihnachtskonzerts der Stader Gymnasien. An die 150 Schüler trugen
in St. Wilhadi ein charmantes Programm an Musikstücken vor und
stimmten das Publikum auf die Feiertage ein.
Das Konzert kommt wieder im Doppelpack daher. Zwei Mal ist die
St.-Wilhadi-Kirche proppevoll, denn auch das Weihnachtskonzert der
Stader Gymnasien gehört zu den Dezember-Highlights in der Stadt und
strahlt wegen der auswärtigen Schüler in den ganzen Landkreis
hinaus.
Das Athenaeum und das Vincent-Lübeck-Gymnasium haben sich schon
längst auf die Vorzüge der Kooperation besonnen. Gemeinsam sind sie
stark. Und wie stark, das demonstrierten die jungen und erwachsenen
Schülerinnen und Schüler mit einem Musikprogramm, das meist
festlich und mitunter verhalten fröhlich den Kirchenraum füllte.
Das Orchester der Gymnasien unter Leitung von Ernstulrich Heider
machte den Anfang. „An Overture for Christmas“ von Arthur William
Benoy gab mit dem festlichen Charme des Stücks die Richtung gen
Weihnachtsfest vor. Viel Beifall gab es auch für das nächste Stück,
das Konzert für Violinen und Orchester von Johann Sebastian Bach.
Chor und Publikum singen sich gemeinsam warm
Mit „Oh, du fröhliche“ sang sich der Schulchor des Athenaeum
zusammen mit dem Publikum warm. Erfahrene Eltern dürften solche
Momente besonders zu schätzen wissen, denn ein gemeinsam gesungenes
Weihnachtslied ist Gold wert, wenn die Kinder erst mal in der
Oberstufe sind. Weil zuhause nicht mehr zwangsläufig umsetzbar.
Gerade die Mischung aus Orchestermusik, Chorgesang und dem
Einbeziehen des Publikums lag Chorleiter Benjamin Warnat bei der
Auswahl der Stücke am Herzen. Jahr für Jahr muss er schauen, was
sein Chor zu leisten vermag, denn das Kontinuierliche am Schulleben
ist der ständige Wandel. Ein schönes, geschlossenes Konzert, das
sich bis zum letzten Lied immer weiter verdichtet, habe er als
Zielvorstellung vor Augen gehabt, erzählt Benjamin Warnat zwischen
den Konzerten.
Und noch einen wichtigen Aspekt musste Chorleiter Warnat
berücksichtigen. Es galt, die Nachwuchschöre, angeleitet von Anne
Warnat, in die gemeinsame Arbeit zu integrieren. Das gelang gen
Ende des 80-minütigen Konzerts, das zu einem besonderen Höhepunkt
des Konzertes wurde.
150 Akteure auf der Bühne
Denn nun standen moderne Werke von Karl Jenkins auf dem
Programmzettel. „Adiemus“, ein lautmalerisches Werk ohne echte
Worte, rückte den weiß gekleideten Nachwuchs in den Mittelpunkt,
der sich zwischen Schulchor und Orchester platzierte. Jetzt füllten
sage und schreibe 150 Akteure den Raum vor dem Altar in St.
Wilhadi, der mit der Sanierung eine entsprechende Bühne erhielt.
Zum Abschluss ging dann noch ein besonderer Weihnachtsstern auf.
Mit „Stella Natalis“, ebenfalls von Karl Jenkins, legten die
Akteure einige Schippen mehr Moderne auf und demonstrierten, dass
Vorweihnachtszeit auch ohne die großen Überväter der vergangenen
Jahrhunderte klingen kann. Ein bisschen nach Pop, nach Gospel und
Folk.
So fanden – in der Gesamtbetrachtung – bewundernswert spielende und
singende Schülerinnen und Schüler und eine gelungene Stückauswahl
in Harmonie zusammen. Wenn das nicht weihnachtlich ist.


