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  1. 2018

Erfahrungsbericht über die Forschungsexpedition nach Südafrika

von Nora Utecht

Expeditionsgruppe am Flughafen in Heidelberg

Expeditionsgruppe am Flughafen in Heidelberg

Als die beiden Schüler letztes Jahr über ihre Forschungsexpedition auf den Azoren berichtet haben, war ich sofort begeistert und wollte so etwas unbedingt auch machen. Als dann die E-Mail vom Elternverein kam, dass so ein Stipenium noch einmal ausgeschrieben wird, war mir klar: Ich würde alles dafür tun, dieses Stipendium dieses Jahr zu erhalten. Und das habe ich letztendlich geschafft. Die Zusage vom Elternverein, teilnehmen zu können, habe ich am 27. April dieses Jahrs per Mail erhalten und nach über einem halben Jahr, am 25. November, ging es endlich los.
Nach zehn Stunden Flug sind wir in Johannesburg gelandet und ich habe mich nur einmal umschauen müssen, um zu merken, dass dort wirklich alles anders ist. Schon am Flughafen lag ein vollkommen anderes Klima in der Luft. Dann sind wir mit dem Bus gestartet und so ging es dann bis zum 07. Dezember quer durch Südafrika. Was wir genau gemacht haben, ist in Svenjas Bericht genauer zu lesen, deswegen werde ich nicht so ins Detail gehen. Ich kann nur sagen, dass diese Zeit die lehrreichste und interessanteste meines Lebens war und ich sehr viel gelernt habe. Natürlich haben wir gelernt, besser mit dem Computer umzugehen und wissenschaftliche Texte zu verfassen, aber wesentlich wichtiger waren Dinge, auf die wir vorher nicht geachtet haben.

Armitage Street in Soweto

Armitage Street in Soweto

Als wir z.B. in Heidelberg unsere Forschungsziele festgelegt haben und beschlossen haben, die Temperatur zu messen sind wir fälschlicherweise davon ausgegangen, dass wir ein Thermometer dabei hätten. Aber nachher ist mir klargeworden, dass wir auch aus solchen Umständen gelernt haben. Wir haben aus dem Nichts, ohne genaue Vorgaben, was wir forschen sollten, einen 127-seitigen Forschungsbericht geschrieben. Im Laufe der Expedition haben wir in vier Zweierteams gearbeitet, die zu den Themen Flora, Fauna, Infrastruktur & Wirtschaft und Mensch-Kutur-Sprache geforscht haben, während der oder die Neunte in dringenden Fällen ausgeholfen hat und einen Medienbericht für die Facebook-Seite der Organisation geschrieben hat. Wir haben einen Tier-, einen Pflanzen-, einen Produkte- und einen Straßenkatalog angelegt, in denen wir alles, was wir zu den Themen gesehen haben, festgehalten und dokumentiert haben. Besonders interessant war für mich das Thema Mensch-Kultur-Sprache, weil es da meiner Meinung nach die größten Unterschiede zu Deutschland gibt, da aus dem Kolonialismus verschiedener Länder eine vollkommen einzigartige Mischkultur entstanden ist.
Auf dieser Expedition haben wir alle den Aufbau Zielsetzung, Methodik, Ergebnisse, Auswertung, Bewertung und Fazit verinnerlicht, den man nicht nur auf Forschung sondern auch auf private Ziele anwenden kann. Das werden hoffentlich alle Teilnehmer der Expedition bewusst oder unbewusst in Zukunft anwenden, um privat oder in der Karriere Dinge besser und schneller zu erreichen.
Svenja und ich werden vielleicht nie wieder so anstrengende, lehrreiche und vor allem großartige Tage erleben, wie dort, denn diese Expedition ist eine Erfahrung gewesen, an die wir uns unser ganzes Leben lang im positivsten Sinn zurückerinnern werden. Solche Ereignisse bereichern unser Leben und haben in diesem Fall dazu geführt, dass wir uns in Südafrika verändert haben. Seit dieser Expedition sehe ich die Welt manchmal vollkommen anders als vorher. Wir blicken der Zukunft freudig entgegen, in der Hoffnung, noch einmal eine solche Erfahrung zu machen oder „wenigstens“ Südafrika, ein wunderbares, faszinierendes Land, noch einmal sehen zu können.

Mit neuen Wünschen, Träumen und Erfahrungen möchte ich dem Verein der Eltern, Ehemaligen und Freunden des Athenaeums von Stade e.V. sehr herzlich für dieses wunderbare Erlebnis danken.

Strauß in Oudtshoorn

Strauß in Oudtshoorn

Paviane an der Cape Point Road

Paviane an der Cape Point Road

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