Laurie Heeren (13) und Paul Sawitzki (14) haben dafür gesorgt, dass unser Schulteleskop noch genauer navigieren kann. Das Problem bestand darin, dass unser Robotik-Teleskop aufgrund einer suboptimalen Konstruktion des Fußes der Montierung nicht genau genug, also auf etwa ein dreißigstel Grad genau, in Richtung Himmelsnordpol ausgerichtet werden konnte. Das Problem lösten die beiden durch eine passgenaue Anwendung und Erstellung einer Nonius-Skala, mit der man 120-fach genauer ablesen kann als mit bloßem Auge. Sie erzielten eine um den Faktor 9 höhere Genauigkeit als nötig gewesen wäre – schön. Die Jury wurde professionell informiert und überzeugt und gab den ersten Preis in der Juniorsparte der Rubrik Geo- und Raumwissenschaft. Damit fahren die beiden zum Landeswettbewerb – wir wünschen viel Erfolg.
Athenaeum außergewöhnlich erfolgreich beim Regionalwettbewerb in Lüneburg
von Hans-Otto Carmesin
Vom 8. bis 9. Februar fuhren Teams der Jugend forscht AG des Athenaeums sowie ein von der Helmut Schmidt Universität betreuter Athenaeer zur Universität Lüneburg und nahmen dort am Regionalwettbewerb für Jugend forscht teil. Viele Gruppen erzielten einen Preis und sieben Teams qualifizierten sich mit dem ersten Platz in ihrer Rubrik für den Landeswettbewerb.

Laurie und Paul erklären gerade ihre 120-er Nonius-Skala für unsere Schulsternwarte.

Antonia erklärt gerade ihr Spirometer und ihre damit gewonnenen Ergebnisse.
Antonia Graßl (16) führt Lungenfunktionstests mit einem Spirometer durch. Damit kann man beispielsweise die chronische obstruktive Lungenerkrankung COPD erkennen, welche nach Angaben der WHO als Folge der Luftverschmutzung als dritthäufigste Todesursache weltweit eingestuft wird. Antonia untersucht in einem Feldversuch weitere Ursachen für verringerte Lungenfunktionen. Sie verwendet dabei den grafikfähigen Taschenrechner und einen Zusatzsensor. Sie überzeugte durch einen hervorragenden schriftlichen und mündlichen Auftritt, erhält den ersten Preis im Fachgebiet Biologie und kann somit zum Landeswettbewerb fahren. Wir wünschen ihr dabei viel Erfolg.

Ben Joshua, Lennert und Paul (von links) erklären ihre Beobachtungsergebnisse.
Lennert Sprenger (16), Ben Joshua Helmcke (16) und Paul Brüning (15) stellen ihre Ergebnisse zur Urknallbeobachtung und zur Messung des Weltalters von unserer Schulsternwarte aus vor. Sie erzielten dieses Ergebnis dreimal mit drei unterschiedlichen Methoden vor: Sie spektroskopierten Galaxien und ermittelten dabei Rotverschiebungen, sie leiteten aussagekräftige Folgerungen aus einem Vergleich unserer Schulsternwarte mit dem Hubble Weltraumteleskop her und sie fotografierten und photometrierten eine Supernova in der Feuerradgalaxie. Die Jury lobte, dass nun auch mit einem sehr kleinen Teleskop das Hubble-Gesetz überzeugend nachgewiesen werden kann, sie hob die umfassenden fundierten Kenntnisse der drei im Fachgespräch besonders hervor und verlieh den ersten Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Damit haben sie das Ticket zum Landeswettbewerb. Wir wünschen den drei Jungforschern viel Erfolg.

Ben Joshua Helmcke präsentiert sein autonom fahrendes und mit einem neuronalen Netz lernendes Fahrzeug.
Im Obstbau im Alten Land wird das Spalierobst auch im Kronenbereich geschnitten. Dazu zieht ein Traktor eine Arbeitsbühne mit Arbeitskräften durch eine Gasse. Bisher wurde der Traktor durch einen Fahrer gelenkt. Doch nun fahren bereits viele Traktoren mithilfe von Ultraschallsensoren autonom. Zur weiteren Verbesserung entwickelte Ben Joshua Helmcke (16) eine Anbindung an einen GPS-Sensor sowie an eine Kamera, die er mit Hilfe von selbst lernenden neuronalen Netzwerken auswertet und zum Lenken nutzt. Seine Module fahren zwar noch nicht im Alten Land, aber er überzeugte die Jury mit aussagekräftigen Versuchsergebnissen sowie mit einer prägnanten Präsentation. So erhielt er den ersten Preis in der Sparte Mathematik/Informatik und damit die Eintrittskarte zum Landeswettbewerb. Wir wünschen ihm dort viel Erfolg.

Das Team erklärt das Grundprinzip des Formationsflugs der Gänse im Experiment.
Simon Hartmann (13), Adrian Solibieder (13) und Marten Rühle (13) untersuchten, warum die Gänse wohl möglichst im Formationsflug fliegen. Das Team simulierte den Formationsflug von Gänsen. Durch stetige Verbesserungen konnten sie einen positiven Einfluss der vorausfliegenden Gans auf den Auftrieb der nachfolgenden Gänse zeigen. Sie überzeugten so die Jury und erhielten den zweiten Preis im Fachgebiet Physik.

Paul und Lennert präsentieren ihre Computer-Experimente zur kosmischen Inflation.
Paul Brüning (15) und Lennert Sprenger (16) untersuchten die sehr frühe Phase des Universums, in der sich die Abstände rasant schnell vergrößerten, die Ära der kosmischen Inflation. Basierend auf den Ideen der Schleifenquantengravitation und der String Theorie führten sie aussagekrägtige Computer-Experimente durch. Die Jury lobte besonders die Analyse der Dimensionalität in dieser Ära und verlieh den dritten Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften.

Berfin erläutert ihre Konstruktion der Lichtwege bei Gravitationslinsen mit Hilfe von Elementarwellen.
Berfin Özbek (15) untersuchte mit unserem Schulteleskop und durch Konstruktion mit Huygens’schen Elementarwellen die Wirkung von Gravitationslinsen. Sie konnte ihre Ergebnisse der Jury kompetent präsentieren und erhielt so den dritten Preis in der Juniorsparte des Fachgebiets Geo- und Raumwissenschaften.

Finn, Hannes und Nils präsentieren ihr autonomes Solarprojekt.
Finn Göbel (13), Nils Göbel (13) und Hannes Wulle (15) untersuchten
die Energiegewinnung einer Solarzelle. Sie bauten dazu ein
autonomes System auf der Basis eines Arduinos, das selbstständig
Dauerversuche durchführen kann und somit in der
Solarversuchsstation auf dem Dach unserer Schule eingesetzt werden
kann. Durch ihr zukunftsweisendes Projekt und die Nutzung
innovativer Technologien konnten sie die Jury überzeugen und
erhielten einen dritten Preis in der Rubrik Technik.
Das Athenaeum mit seinen drei Betreuungslehrern Ole Vanhoefer, Dr.
Helmut Schneider und Dr. Hans-Otto Carmesin wurden für das
erfolgreiche Engagement im Bereich Jugend forscht ausgezeichnet.
Die Arbeitsgemeinschaft erhielt dabei ein Preisgeld von 1000 Euro.
Wir können es gut gebrauchen.
Mauritz Fethke (17) entwickelte ein Unterstützungssystem für den
Rücken, das mit Hilfe von Druckluft Lasten aufnimmt und in die
normale Arbeitskleidung integriert werden soll. Die Jury wurde
überzeugt und verlieh den ersten Preis in der Rubrik Arbeitswelt
und damit das Ticket zum Landeswettbewerb. Wir wünschen ihm viel
Erfolg.
Philine Rokitta (119 und Katalina Sürig (11) untersuchten
Klangspektren von Röhren und modellierten dazu Grund- und
Oberschwingungen. Dieses professionelle experimentelle und
theoretische Vorgehen prämierte die Jury mit dem ersten Preis in
der Juniorsparte der Rubrik Physik. Damit fahren die beiden zum
Landeswettbewerb – wir wünschen viel Erfolg.
Paul Helmcke (14) entwarf, baute, erprobte und optimierte einen
CargoBot. Das ist ein autonomer Roboter für den Bereich Logistik.
Er erstellte mit einem 3D-Drucker passende Bauteile, montierte ein
robustes Gesamtsystem, integrierte eine umweltfreundliche
Energieversorgung und programmierte sowie testete das Gerät. Die
Jury war überzeugt und prämierte sein Projekt mit dem ersten Preis
in

Auf diesem Foto aller Erstplatzierten steht Mauritz ganz links.


