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  1. 2018

Athe-Schüler forschen erneut erfolgreich

so erschienen im Stader Tageblatt am 18.05.2018

Die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler des Athenaeum: (von
links) Katalina Sürig, Philine Rokitta, Paul Helmcke, Laurie Heeren
und Paul Sawitzki. Foto: Vanhoefer

Die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler des Athenaeum: (von links) Katalina Sürig, Philine Rokitta, Paul Helmcke, Laurie Heeren und Paul Sawitzki. Foto: Vanhoefer

Schülerinnen und Schüler der Jugend forscht AG des Athenaeum waren erneut beim Landeswettbewerb in Oldenburg erfolgreich. Sie gewannen insgesamt vier Preise.

Philine Rokitta und Katalina Sürig aus einer Musikklasse bauten sich in der Jugend forscht AG ihre eigenen Musikinstrumente: Klangröhren. Diese sind deutlich hörbar und haben einen interessanten charakteristischen Klang. Aber welche physikalischen Effekte führten dazu, wie sehen ihre Klangspektren genau aus und wie modelliert man diese? Diese Fragen klärten die beiden souverän, überzeugten so die Jury und erhielten den dritten Preis im Fachgebiet Physik, gestiftet von der Max Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften.

Paul Helmcke sieht in der Digitalisierung große Chancen. Er entwickelte einen halbautonomen Cargobot für die Logistik der Zukunft. Sein Transportroboter erfasst mit Sensoren Hindernisse und weicht diesen aus. Bereitwillig führt der kleine Robi die Aufträge aus, die er per Funk vom Smartphone seines Erbauers empfängt. Mit seiner ansprechenden Karosserie war er ein Blickfang, wenn er das Ausstellungsgelände durchstreifte. So gewann Paul gleich zwei Preise, den Sonderpreis „beste Realisierung eines Projekts aus dem Bereich Elektrotechnik“ der EWE verlieh ihm die Jury der Auszubildenden. Zudem erhielt er den Sonderpreis „Mobilität“ der Siemens AG.
Nonius-Skala bringt die Lösung

Laurie Heeren und Paul Sawitzki können mit dem Teleskop der Schulsternwarte bis zum Lichthorizont, also bis zum Ende des sichtbaren Universums hellere Objekte wie Quasare fotografieren. Mit dem Auge geht das auf diese Entfernung schon lange nicht mehr. Also navigieren sie die Anlage nach Himmelskoordinaten, aber das Teleskop tat nie genau, was die beiden eingaben. Das Problem bestand darin, dass das Robotik-Teleskop aufgrund einer suboptimalen Konstruktion des Fußes der Montierung nicht genau genug, also auf etwa ein dreißigstel Grad genau, in Richtung Himmelsnordpol ausgerichtet werden konnte.

Die beiden lösten das Problem durch ein klassisches Prinzip, die Nonius-Skala. Diese legten sie hochgenau auf 120-fache Vergrößerung aus. Sie erzielten neunmal höhere Genauigkeit als nötig gewesen wäre. So können sie nun den Raum bis zum Ende der sichtbaren Welt fotografisch kontrollieren. So erhielten sie den Sonderpreis von Johnson Controls. Die Talente wurden von Ole Vanhoefer und Dr. Hans-Otto Carmesin betreut und begleitet.

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