Schülerinnen und Schüler der Jugend forscht AG des Athenaeum waren
erneut beim Landeswettbewerb in Oldenburg erfolgreich. Sie gewannen
insgesamt vier Preise.
Philine Rokitta und Katalina Sürig aus einer Musikklasse bauten
sich in der Jugend forscht AG ihre eigenen Musikinstrumente:
Klangröhren. Diese sind deutlich hörbar und haben einen
interessanten charakteristischen Klang. Aber welche physikalischen
Effekte führten dazu, wie sehen ihre Klangspektren genau aus und
wie modelliert man diese? Diese Fragen klärten die beiden souverän,
überzeugten so die Jury und erhielten den dritten Preis im
Fachgebiet Physik, gestiftet von der Max Planck-Gesellschaft zur
Förderung der Wissenschaften.
Paul Helmcke sieht in der Digitalisierung große Chancen. Er
entwickelte einen halbautonomen Cargobot für die Logistik der
Zukunft. Sein Transportroboter erfasst mit Sensoren Hindernisse und
weicht diesen aus. Bereitwillig führt der kleine Robi die Aufträge
aus, die er per Funk vom Smartphone seines Erbauers empfängt. Mit
seiner ansprechenden Karosserie war er ein Blickfang, wenn er das
Ausstellungsgelände durchstreifte. So gewann Paul gleich zwei
Preise, den Sonderpreis „beste Realisierung eines Projekts aus dem
Bereich Elektrotechnik“ der EWE verlieh ihm die Jury der
Auszubildenden. Zudem erhielt er den Sonderpreis „Mobilität“ der
Siemens AG.
Nonius-Skala bringt die Lösung
Laurie Heeren und Paul Sawitzki können mit dem Teleskop der
Schulsternwarte bis zum Lichthorizont, also bis zum Ende des
sichtbaren Universums hellere Objekte wie Quasare fotografieren.
Mit dem Auge geht das auf diese Entfernung schon lange nicht mehr.
Also navigieren sie die Anlage nach Himmelskoordinaten, aber das
Teleskop tat nie genau, was die beiden eingaben. Das Problem
bestand darin, dass das Robotik-Teleskop aufgrund einer
suboptimalen Konstruktion des Fußes der Montierung nicht genau
genug, also auf etwa ein dreißigstel Grad genau, in Richtung
Himmelsnordpol ausgerichtet werden konnte.
Die beiden lösten das Problem durch ein klassisches Prinzip, die
Nonius-Skala. Diese legten sie hochgenau auf 120-fache Vergrößerung
aus. Sie erzielten neunmal höhere Genauigkeit als nötig gewesen
wäre. So können sie nun den Raum bis zum Ende der sichtbaren Welt
fotografisch kontrollieren. So erhielten sie den Sonderpreis von
Johnson Controls. Die Talente wurden von Ole Vanhoefer und Dr.
Hans-Otto Carmesin betreut und begleitet.
Athe-Schüler forschen erneut erfolgreich
so erschienen im Stader Tageblatt am 18.05.2018

Die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler des Athenaeum: (von links) Katalina Sürig, Philine Rokitta, Paul Helmcke, Laurie Heeren und Paul Sawitzki. Foto: Vanhoefer


