Sommerkonzert mit vielen Filmtiteln
so erschienen im Stader Tageblatt am 07.06.2018

Ein Konzert unter dem Motto „Movie and more“ spielten Bigband und
Chor des Athenaeums am Mittwochabend in der Aula der Schule.
Die Akteure der Bigband, die sich im hinteren Teil der Aula auf den
Stufen platzieren und gegenüber der Chor, der sich vor der Bühne
aufstellt: Dann beginnt das Sommerkonzert mit fast 100
Mitwirkenden. Unter der Leitung von Karen Simon (Bigband) und
Benjamin Warnat (Chor) präsentieren die Protagonisten ein
abwechslungsreiches Programm in unterschiedlichen Besetzungen, mit
dem das Motto „Movie and more“ in eindrucksvoller Qualität, auch
lustiger Art und mit viel Spaß am Musizieren und Singen
transportiert wird, souverän moderiert von zwei Chormitgliedern.
Dabei spielt der Umstand eine Rolle, dass ein Großteil der Musik
entweder in Filmmusiken Eingang gefunden hat oder als Titelsong
eines Filmes fungiert. Die Programmauswahl ist darum ideal sowohl
für den Wechsel zwischen allein der Bigband oder dem Chor
vorbehaltenen Stücken, als auch für die gemeinsam dargebotenen
Arrangements.
Schon mit „Somebody loves me“ von George Gershwin, mit dem Chor und
Bigband den Abend einläuten, zeigen die Musikerinnen und Musiker
ihr Können, noch ein wenig schüchtern in den Gesichtern, aber
gekonnt im Zusammenspiel, dank der souveränen Leitung durch
Benjamin Warnat und Karen Simon, die trotz der Entfernung im Raum
das musikalische Geschehen im Griff haben.
Gelöste Stimmung kommt auf
Mit fortschreitendem Konzertverlauf und der Reaktion des Publikums
kommt eine gelöste Stimmung und vor allem Spaß am Musizieren auf,
ob bei dem gemeinsam dargebotenen „Chattanooga Choo Choo“, ein
anspruchsvolles Arrangement, das die Fahrt einer Dampflokomotive
musikalisch imitiert, oder bei den von der Bigband allein
gespielten Stücken wie „A Night in Tunesia“, einem Jazz-Standard
von Dizzy Gillespie, dem legendären „Bebopper“ oder dem vom Chor
gesungenen „Mamma Mia“-Medley, gekonnt von Gregor Wessel am Flügel
begleitet.
Einen vorläufigen Höhepunkt bildet das Stück „Sir Duke“, eine
Hommage von Stevie Wonder an Duke Ellington, dessen Riffs den Chor
und die Bigband vor eine Herausforderung stellen, die beide gekonnt
meistern.
Im zweiten Programmteil dürfen Pop-Balladen wie „Isn’t she lovely“
oder „Halleluja“ nicht fehlen, noch beliebter als der aus dem
Musical „König der Löwen“ stammende „Circle of Life“. Nicht nur im
Outfit – dunkle Sonnenbrillen – auf die Blues Brothers eingestimmt,
zeigt die Bigband, dass sie auch Soul und Blues beherrscht, auch
mit Trillerpfeife und anderen Geräuschmitteln den akustischen Blick
auf die „Simpsons“ gestalten kann und den „Pink Panther“ vor dem
geistigen Auge erscheinen lässt.
Schöne solistische Einlagen
Die Chorarrangements ermöglichen schöne solistische Einlagen der
Sängerinnen und Sänger. Und ein Glanzstück des Chores, „Rhythm of
life“, vierhändig mit Anne Warnat und Gregor Wessel am Flügel
begleitet, entfaltet eine besondere Wirkung.
Es ist das Los eines Schulchores, dass am Ende einer oft
jahrelangen Mitarbeit Schülerinnen und Schüler nach dem Abitur den
Chor verlassen. Mit dem vielsagenden Titel „Give me wings“
verabschieden sich eindrucksvoll die vielen Abiturientinnen und
Abiturienten. Männerstimmen sind in Chören immer sehr gefragt, vor
allem Tenöre, und nun muss der Chorleiter wieder vor allem um
engagierte und begabte Männerstimmen werben.
Der Schlusstitel „It had better be tonight“ von Henry Mancini, mit
dem Chor und Bigband eine perfekte Samba-Stimmung produzieren und
das Publikum noch einmal begeistern, endet ein anspruchsvolles
Konzert, das offenbar zudem Spaß bereitet hat. Mit andauerndem
Schlussbeifall und Blumen werden die Musikerinnen und Musiker für
die anstrengende Arbeit und das gelungene Konzert belohnt.


