Die Schüler am Gymnasium Athenaeum in Stade brauchen mehr Platz.
Deshalb plant der Landkreis Stade dort einen Neubau für
Unterrichtsräume. Aufgrund der Umstellung des Abiturs von G8 auf G9
hat die Schule davon zu wenig.
Der Neubau soll gegenüber des Schulhofs, wo zurzeit ein alter
Pavillon steht, gebaut werden. Es soll ein einfaches, funktionelles
Gebäude werden. Der Pavillon, dessen Baujahr unbekannt ist, soll
abgerissen werden, da eine Sanierung zu teuer wäre. Das neue
Gebäude soll sechs Klassenräume, Sanitär-Anlagen und zwei Treppen
zur Sicherung bei Brandfällen beinhalten. Die Klassenräume sollen
jeweils auf einer Seite des Gebäudes liegen, so dass
Anbaumöglichkeiten vorhanden sind. Das war den Mitgliedern des
Bauausschusses des Kreistags wichtig. „Wir mussten in den
vergangenen Jahren immer wieder irgendwo anbauen, weil die
Schülerzahlen steigen oder auf Landesebene etwas verändert wurde“,
sagte Uwe Arndt, Kreistagsfraktionschef der Freien
Wählergemeinschaft.
Das neue Gebäude soll 1,6 Millionen Euro kosten. 550 000 Euro
wollte der Kreis am Athenaeum ohnehin ausgeben. Eine weitere
Million Euro wollte der Kreis eigentlich in die Sanierung des
denkmalgeschützten Verwaltungsgebäudes Am Sande 1 in Stade stecken.
Dieser Plan wurde aber verworfen. Deshalb steht das Geld jetzt für
das Athenaeum bereit. Kreisbaurat Hans-Hermann Bode stellte in der
Sitzung des Bauausschusses fest, dass das Gebäude Am Sande aber
weiterhin trotz der abgesagten großen Sanierung Verwaltungsgebäude
bleiben soll. Durch die überplanmäßige Bereitstellung der
Haushaltsmittel wird sichergestellt, dass das
Ausschreibungsverfahren noch in 2018 beginnen kann.
Karin Aval von den Grünen wollte wissen, ob wegen des Neubaus Bäume
gefällt werden, und wenn ja, ob neue angepflanzt werden. Darauf
antwortete Kreisbaurat Bode, dass für Ersatz gesorgt werde – wie es
die Baumschutzsatzung der Stadt Stade vorsieht.
Im Kreisbauausschuss wurde der Neubau einstimmig empfohlen. Die
Entscheidung trifft der Kreistag in seiner nächsten Sitzung.
Kleiner Neubau am Athenaeum
so erschienen im Stader Tageblatt am 29.08.2018



