Sie sind hier :
  1. 2018

Was macht eigentlich…: Unser Datenschutzbeauftragter Niklas Schwarz?

von Paul Christiansen, Carina Waledziak und Emily Ohle

Die Jugendreporter haben eine neue Rubrik. Diese nennt sich: Was macht eigentlich… Denn an unserer Schule gibt es viele Ämter, bei denen das auf den ersten Blick nicht so ganz klar ist. Den Anfang macht unser Datenschutzbeauftragter Niklas Schwarz.
Täglich geben wir Daten von uns Preis und das muss noch nicht einmal digital geschehen. Beispielsweise in der Schule. Gegen ein Foto für den Lehrer, damit er sich deinen Namen besser merken kann, hat meist nie irgendjemand etwas einzuwenden. Aber wer schützt dieses Bild und deinen Namen? Der Datenschutzbeauftragte.
Die Niedersächsische Landesschulbehörde schreibt dazu Folgendes:

,,Art. 37 DSGVO sieht für Behörden und andere öffentliche Stellen ausnahmslos eine Verpflichtung zur Bestellung einer oder eines Datenschutzbeauftragten vor. Daher haben alle öffentlichen Schulen eine/n Datenschutzbeauftragte/n zu bestellen.“

An unsere Schule übernimmt dieses Amt Herr Schwarz, welcher uns netterweise durch ein Interview die Aufgaben jenes Amt genauer erläuterte. Der 35-Jährige unterrichtet seit sieben Jahren am Athenaeum Jahren Mathematik, Informatik und Physik. Zu den Aufgaben des gebürtigen Staders gehört unter anderem das Verwalten gespeicherter Daten, die nicht nur per Hand geschrieben sind, sondern mittlerweile auch digital festgehalten werden. Daten, beispielsweise Schul- und Zeugnisnoten oder Schülerakten, müssen aber noch auf beide Arten gesichert werden, weil der Umstellungsprozess auf einen vollständigen digitalen Betrieb noch in den Kinderschuhen steckt.
„Das häufigste Problem ist, dass Leute nicht wissen, was sie mit ihren Daten machen oder nicht machen dürfen, zum Beispiel mit Bildern von Schülern“, erzählt Herr Schwarz, der seit vier Jahren Datenschutzbeauftragter an unserer Schule ist. In seinem Job steckt entsprechend viel Aufklärungsarbeit, oft muss er auf die Leute zugehen und ihnen mitteilen, wenn er Verstöße bemerkt oder Lehrer neu an der Schule sind. Auch wenn es schwer zu bewältigende Probleme gibt, was bei den häufigen Gesetzesänderungen nicht selten der Fall ist, hat er sehr viel Spaß. Ein Büro gibt es nicht, deswegen arbeitet er in der Schule oder zu Hause. Zukünftig würde Herr Schwarz, der sich in seiner Freizeit bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert und beim Lehrerfußball sehr aktiv ist, gerne Workshops geben oder die Datenschutzarbeit nebenbei in der Methoden-AG vertiefen, um den Schülern und Lehrern das Thema näherzubringen. Übrigens: Bilder von Schülern dürfen von Lehrern ohne Einverständniserklärung des Schülers und/oder Eltern nicht gemacht, geschweige denn veröffentlicht werden. Schüler dürfen auch keine Bilder ohne Erlaubnis der anderen Beteiligten veröffentlichen. Eine Ausnahme besteht, wenn sie nicht im Mittelpunkt des Bildes stehen, zum Beispiel wenn der Eiffelturm im Hintergrund zu sehen ist. Hättet ihr das gewusst? Wenn nicht, wisst ihr ja jetzt, wen ihr in Zukunft ansprechen könnt…

Vorschau