Die Jugendreporter haben eine neue Rubrik. Diese nennt sich: Was
macht eigentlich… Denn an unserer Schule gibt es viele Ämter, bei
denen das auf den ersten Blick nicht so ganz klar ist. Den Anfang
macht unser Datenschutzbeauftragter Niklas Schwarz.
Täglich geben wir Daten von uns Preis und das muss noch nicht
einmal digital geschehen. Beispielsweise in der Schule. Gegen ein
Foto für den Lehrer, damit er sich deinen Namen besser merken kann,
hat meist nie irgendjemand etwas einzuwenden. Aber wer schützt
dieses Bild und deinen Namen? Der Datenschutzbeauftragte.
Die Niedersächsische Landesschulbehörde schreibt dazu Folgendes:
,,Art. 37 DSGVO sieht für Behörden und andere öffentliche Stellen
ausnahmslos eine Verpflichtung zur Bestellung einer oder eines
Datenschutzbeauftragten vor. Daher haben alle öffentlichen Schulen
eine/n Datenschutzbeauftragte/n zu bestellen.“
An unsere Schule übernimmt dieses Amt Herr Schwarz, welcher uns
netterweise durch ein Interview die Aufgaben jenes Amt genauer
erläuterte. Der 35-Jährige unterrichtet seit sieben Jahren am
Athenaeum Jahren Mathematik, Informatik und Physik. Zu den Aufgaben
des gebürtigen Staders gehört unter anderem das Verwalten
gespeicherter Daten, die nicht nur per Hand geschrieben sind,
sondern mittlerweile auch digital festgehalten werden. Daten,
beispielsweise Schul- und Zeugnisnoten oder Schülerakten, müssen
aber noch auf beide Arten gesichert werden, weil der
Umstellungsprozess auf einen vollständigen digitalen Betrieb noch
in den Kinderschuhen steckt.
„Das häufigste Problem ist, dass Leute nicht wissen, was sie mit
ihren Daten machen oder nicht machen dürfen, zum Beispiel mit
Bildern von Schülern“, erzählt Herr Schwarz, der seit vier Jahren
Datenschutzbeauftragter an unserer Schule ist. In seinem Job steckt
entsprechend viel Aufklärungsarbeit, oft muss er auf die Leute
zugehen und ihnen mitteilen, wenn er Verstöße bemerkt oder Lehrer
neu an der Schule sind. Auch wenn es schwer zu bewältigende
Probleme gibt, was bei den häufigen Gesetzesänderungen nicht selten
der Fall ist, hat er sehr viel Spaß. Ein Büro gibt es nicht,
deswegen arbeitet er in der Schule oder zu Hause. Zukünftig würde
Herr Schwarz, der sich in seiner Freizeit bei der Freiwilligen
Feuerwehr engagiert und beim Lehrerfußball sehr aktiv ist, gerne
Workshops geben oder die Datenschutzarbeit nebenbei in der
Methoden-AG vertiefen, um den Schülern und Lehrern das Thema
näherzubringen. Übrigens: Bilder von Schülern dürfen von Lehrern
ohne Einverständniserklärung des Schülers und/oder Eltern nicht
gemacht, geschweige denn veröffentlicht werden. Schüler dürfen auch
keine Bilder ohne Erlaubnis der anderen Beteiligten
veröffentlichen. Eine Ausnahme besteht, wenn sie nicht im
Mittelpunkt des Bildes stehen, zum Beispiel wenn der Eiffelturm im
Hintergrund zu sehen ist. Hättet ihr das gewusst? Wenn nicht, wisst
ihr ja jetzt, wen ihr in Zukunft ansprechen könnt…
Was macht eigentlich…: Unser Datenschutzbeauftragter Niklas Schwarz?
von Paul Christiansen, Carina Waledziak und Emily Ohle



