Sie sind hier :
  1. 2018

Englisch-Sprechprüfungen des 9. Jahrgangs

von Leah Sophie Engelke

Fast jeder Schüler hat schon einmal von ihnen gehört, doch die wenigsten wissen genau, um was es sich wirklich handelt. In der ersten Woche nach den Herbstferien fanden mal wieder die jährlichen Englisch-Sprechprüfungen des 9. Jahrgangs statt. Im Folgenden wird der Tag einmal aus der Sicht einer Schülerin dargestellt:

Für mich war die Sprechprüfung sehr wichtig, da diese als Ersatz für eine Klassenarbeit zählt. Bereits einige Tage davor fing ich an, mir die Vokabeln und die Themen, die wir in den Wochen davor im Unterricht besprochen haben, einzuprägen und übte zudem, flüssig zu sprechen. Um acht Uhr begannen die ersten Prüflinge, die immer zu zweit in die Prüfung gingen, und kamen nach etwa 25 Minuten wieder in den Unterricht zurück. Als wir in den Prüfungs-Raum kamen, mussten wir uns den zwei Prüfern gegenübersetzen und uns zuerst in einem Interview, in dem wir über unser Alter, Hobbys, Haustiere, Lieblingsfilm und so weiter sprechen mussten, vorstellen. Danach sollten wir in einem Monolog ein Bild beschreiben und die dazu gestellte Aufgabe beantworten. Zuletzt war die Aufgabe, mit dem jeweiligen zugelosten Partner eine Diskussion zu einem vorgegebenen Thema zu führen. Nach 15 Minuten war die Prüfung zu Ende und wir haben, nach einer Besprechung der Lehrkräfte, sofort unsere Noten bekommen. Insgesamt war die Prüfung sehr gut, auch dass wir bereits einige Wochen davor darauf vorbereitet wurden, war sehr hilfreich. Es war trotz der ungewohnten Situation sehr lehrreich und eine positive Erfahrung. Die Aufgaben und das Vokabular waren ebenfalls gut verständlich. Die Prüfung war zwar je nach Lehrkraft von Schüler zu Schüler etwas anders ausgestaltet, doch der Ablauf und die Themen waren alle dieselben.

Und hier noch ein paar interessante Infos zur Sprechprüfung:

Warum gibt es überhaupt die Sprechprüfungen in Englisch?
• Englisch ist eine Sprache und dient als Mittel der Kommunikation
• Sie wird alle SchülerInnen im weiteren Lebensweg begleiten
• Neben den vielen schriftlichen Anforderungen (Mails verfassen, Kommentare schreiben, etc.) werden die meisten die Sprache aber in realen Gesprächen verwenden (Livechats, Freunde, Austausch, Urlaub, Bewerbungsgespräche etc.)
• Um dieser Anforderung des realen Lebens gerecht zu werden, gibt es die Sprechprüfungen als Versuch, auch diese Kompetenz in den modernen Englischunterricht einfließen zu lassen und zu schulen
• SchülerInnen haben verschiedene Stärken, einige schriftlich, andere eher mündlich und in den Sprechprüfungen können sich die mündlich starken und eher kommunikativen SchülerInnen positiv beweisen
• SchülerInnen, die sich in dieser Situation weniger wohl fühlen, können es als Chance nutzen, Unsicherheiten abzubauen und Hemmungen zu überwinden

So eine Sprechprüfung …
• bedarf einiges an Vorbereitungszeit im Unterricht
• sollten SchülerInnen möglichst gut vorbereitet angehen, daher versuchen die Lehrkräfte eine gewisse Routine mit ihnen zu entwickeln
• ist immer spannend, da es eine spezielle Leistungsüberprüfung ist
• ist interessant, da auch die Lehrer neue Dinge/Seiten über die SchülerInnen erfahren können
• ist für beide Seiten, Prüfer und Prüfling anspruchsvoll
• verlangt daher nicht nur vom Prüfling gewisse Gesprächskompetenzen, sodass man sich im Vorfeld auch als Prüfer einige Fragen beantworten muss:
• Was mache ich, wenn der Prüfling nichts sagen kann oder ein Blackout hat?
• Wie kann ich dem Prüfling eventuell die Nervosität nehmen?
• Welche Fragen kann/sollte ich stellen, ohne den Prüfling zu verunsichern?

macht einen Prüfer also auch etwas nervös:

• weil man wirklich mit den SchülerInnen mitfiebert
• weil man versucht, die SchülerInnen bestmöglich durch die Prüfung zu bekommen
• weil man versucht, eine authentische Gesprächssituation herzustellen
• da jeder Prüfling anders “tickt” (einige reden viel, andere gar nicht)

Vorschau