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  1. 2018

Brahms Klaviertrio Hamburg in der Aula des Athenaeums

von Leah Engelke

Foto: Senftleben

Die Vorweihnachtszeit ist die Zeit des Zusammenkommens, Beisammenseins und auch des Musizierens - und so fand am Mittwoch, den 28. November, um 19:00 Uhr ein Konzert des „Brahms Klaviertrios Hamburg“ in der Athe-Aula statt. Sowohl unsere Reporterin Leah Engelke als auch Zuschauer Arne Westerhaus haben ihre Eindrücke von diesem tollen Event niedergeschrieben.
Als sich die Aula an diesem kalten Herbstabend gefüllt hatte, wurde es schnell ruhig, als die drei Profimusiker den Raum betraten: Solveigh Rose spielte die Solo-Violine, Clemens Malich Violoncello und Camille Lemmonier Piano. Als Einleitungsstück diente ein Trio von Wolfgang Amadeus Mozart, darauf folgte ein Werk von Felix Mendelssohn und zuletzt führten sie das intensive dritte Trio, ihres Namensgebers Brahms, auf. Der krönende Abschluss war eine sehr gut gelungene Zugabe. Durch diese vier Stücke hatte man die Möglichkeit, Kammermusik der Extraklasse live zu erleben.
Beeindruckend war außerdem, dass die drei Künstler gerade mal ein Jahr als Trio zusammen spielen und dass sie, seit sie mit dem Spielen ihres jeweiligen Instrument im Kindesalter begonnen, nie die Lust an der Musik verloren haben und schließlich diese Liebe zu der Musik und diesen Instrumenten zum Beruf machen konnten.
Insgesamt war es ein tolles und schönes Konzert von ausgezeichneten Musikern. Sie spielten mit so viel Leidenschaft und Hingabe, sodass man einfach in den Bann dieser Musik gezogen werden musste. Die drei Akteure spielten außerdem mit großartigen Techniken, von denen man sich einiges abschauen konnte. Dieses genaue und leidenschaftliche Musizieren wird für alle, die live dabei waren, eine starke und positive Erinnerung bleiben.

Brahms-Trio Hamburg im Athenaeum

von Arne Westerhaus

Ein hochklassiges musikalisches Erlebnis hatte das Athenaeum für sein Publikum am Mittwoch, dem 28.11. bereit: Auf Einladung von Andreas Veit und unterstützt von der Sparkasse Stade-Altes Land gastierte das Brahms-Trio aus Hamburg (Camille Lemmonier, Klavier, Solveigh Rose, Violine und Clemens Malich, Cello) für ein Konzert in der Aula des Gymnasiums. Die drei Musiker, allesamt arrivierte Profis in der Konzertszene, spielten Klaviertrios von Mozart, Mendelssohn und Brahms. Das Publikum in der Aula war bunt gemischt - auch für die erfahrenen Profis sicher ein eher seltenes Erlebnis, war der Altersdurchschnitt durch die zahlreich anwesenden Schülerinnen und Schüler der Streicherklassen doch deutlich niedriger als in herkömmlichen Konzertsälen. Vielleicht beflügelte dieser Umstand das Trio, denn mit sehr viel Hingabe und Leidenschaft gingen sie das schwierige Programm an. Technisch auf sehr hohem Niveau brachte das Brahms-Trio alle drei Werke zu Gehör, auch wenn die Interpretation der Musik von Mozart für historisch orientierte Ohren doch zu romantisierend geriet. Kraft- und spannungsvoll musiziert war das d-moll-Trio von Mendelssohn. Hier gefiel vor allem die Innigkeit, mit der die drei Musiker den langsamen Satz gestalteten und ausformulierten. Auch die technische Präzision im „Scherzo: leggiero e vivace“ beeindruckte das Publikum, ebenso wie die Genauigkeit des kammermusikalischen Musizierens: Auch kleinste Nuancen in der Bewegung des einen oder anderen Spielers reichten für die musikalische Kommunikation innerhalb des Ensembles aus. Ein lehrreiches Beispiel für das gemeinsame Musizieren, gerade für die anwesenden und angehenden Streicherinnen und Streicher. Ganz und gar in ihrem Element angekommen zu sein schienen die Musiker dann im Werk ihres Namensgebers, dem C-Dur-Trio von Johannes Brahms. Wild und leidenschaftlich in den Ecksätzen, ruhig und spannungsvoll im Andante: Hier war Kammermusik auf wirklich hohem Niveau zu hören. So war dies ein ein rundherum gelungener Konzertabend, der auch das junge Publikum in seinen Bann zog. Deutlich zu bemerken war das an der gespannten Atmosphäre während das ganzen Konzertes, die auch in den Pausen zwischen einzelnen Sätzen kaum ein Geräusch zuließ. Am Ende belohnte tosender und dankbarer Applaus die Musiker, die sich ihrerseits mit einer Zugabe, der „Toccata“ des polnischen Komponisten Weinberg, bei ihrem Publikum bedankten.

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