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  1. 2018

Auf in den warmen Süden!...oder auch nicht so warm

von Sophia Deleker

Auch in diesem Jahr ging es für den Spanischkurs des 11. Jahrgangs ab nach Spanien, genauer nach Avila, was ungefähr eine Stunde von Madrid entfernt liegt. Die abenteuerliche Reise vom 17. November bis zum 22. November 2018, begleitet von Frau Strache und von Frau Jeschke, nahm ihren Lauf an einem recht kühlen Samstagvormittag vom Stader Bahnhof aus. Als sich auch die letzten Trödler mit ihren Koffern am Bahnhof eingefunden hatten, ging es mit dem Metronom rein nach Hamburg und von da aus mit der S31 weiter zum Hamburger-Airport. Die einstündige Wartezeit am Checkpoint wurde sich mit angeregten Gesprächen, Flughafenessen und Musikhören vertrieben, wobei sich die Schüler von den recht gestressten Lehrern nicht anstecken ließen. Der etwa zweieinhalbstündige Flug selbst lief geradezu entspannt ab und auch nach der Landung hatte keiner großartige Schwierigkeiten seinen Koffer wiederzufinden. Mit erwartungsvollen Blicken einerseits und vollgepackten Koffern andererseits wurde Adolfo, welcher die aufgeweckte Truppe in den nächsten vier Tagen in Spanien herumführen würde, freundlich in Empfang genommen. Als abends gegen halb 9 dann alle jeweils zu dritt in ihren Gastfamilien untergebracht wurden, waren die meisten schon recht gerädert, andere tauschten sich noch quietschlebendig über den erlebten Tag aus und über das, was noch folgen könnte.

Da es ursprünglich geplant war, einen Tag länger zu bleiben, gestaltete sich das Programm, was sich hauptsächlich aus durchgetakteten Stadtbesichtigungen zusammensetzte, als durchaus komprimiert. Ganz zum Leiden der Freizeit, wie einige missmutig im Nachgang beklagen. Am Sonntagmorgen ging es mit dem Bus nach Madrid hinein, von wo aus die mehr oder minder ausgeschlafene Reisetruppe in Begleitung von Adolfo mehrere Plätze besuchte, wie auch das berühmte Stadion Santiago Bernabeu und den Königspalast, wenn beides auch nur von außen. Zudem wurde sich noch eine Kirche etwas näher angeschaut. Gefolgt von zwei Stunden zur freien Verfügung, endlich...! Shoppen, Essen gehen und mit Freunden die Stadt nochmal selbst erkunden. Die nahegelegene Stadt Segovia sowie Avila selbst wurden ebenfalls noch in den Tagen beguckt. Wobei Avila ungefähr die Größe von Stade einnimmt und zudem eine sehr schöne Stadtmauer vorzeigt, die auch unten in den Bildern abgelichtet wird. Insgesamt wurde viel besichtigt, stundenlang herumgelaufen und auch die spanische Küche wurde gespannt inspiziert und auf ihren guten Geschmack getestet. So wurden beispielsweise traditionelle Tapas und Schokoladen-Churros gegessen, was ein frittiertes, spanisches Gebäck ist, zumeist mit Schokoladensoße, aber auch mit Karamell zu haben ist. Außerdem bietet die spanische Küche, laut Hannah, sehr viel essig- und öllastiges Essen, „aber total lecker!“ So gab es beispielsweise bei ihrer Gastmutter, einer etwas älteren und schlicht locker-lustigen Person, jeden Abend einen bestimmten Salat mit sehr viel Essig und Öl, den es so in Deutschland wohl nicht gegeben hätte. Auch Kiara war bei einer sehr netten Gastfamilie untergebracht, auch wenn sich die Kommunikation bisweilen als etwas schwierig darstellte, da die Gastfamilie fast ausschließlich der spanischen Sprache mächtig war und „man mit englisch nicht sehr weit kam“. Allerdings war man so zumindest in gewissem Maße dazu gezwungen, sein Spanisch-Vokabular auf Vordermann zu bringen, was ja auch seine guten Seiten hat. Kiara merkte auch an, dass man zwar im so sonnigen Süden selbst im November eine gewisse Wärme erwartete, es im Enddefekt jedoch genauso kalt war wie in Stade…

Neben dem vollen Programmplan der Lehrer stand allerdings auch die Sprachschule von Montag bis Mittwoch, von jeweils 9 bis 14 Uhr, auf dem Plan mit zweimal einer halben Stunde Pause inbegriffen. Doch an sich gestaltete sich diese Zeit für die Schüler zumeist ganz lustig oder zumindest gut erträglich. Am Donnerstag dann ging es schon wieder gen Heimat, wobei die Truppe auf dem Rückflug nochmal die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren lassen konnten und schließlich wieder Stader Boden unter den Füßen hatte.
Abschließend möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei Hannah und Kiara für die Auskünfte bedanken.

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