Auch in diesem Jahr ging es für den Spanischkurs des 11. Jahrgangs
ab nach Spanien, genauer nach Avila, was ungefähr eine Stunde von
Madrid entfernt liegt. Die abenteuerliche Reise vom 17. November
bis zum 22. November 2018, begleitet von Frau Strache und von Frau
Jeschke, nahm ihren Lauf an einem recht kühlen Samstagvormittag vom
Stader Bahnhof aus. Als sich auch die letzten Trödler mit ihren
Koffern am Bahnhof eingefunden hatten, ging es mit dem Metronom
rein nach Hamburg und von da aus mit der S31 weiter zum
Hamburger-Airport. Die einstündige Wartezeit am Checkpoint wurde
sich mit angeregten Gesprächen, Flughafenessen und Musikhören
vertrieben, wobei sich die Schüler von den recht gestressten
Lehrern nicht anstecken ließen. Der etwa zweieinhalbstündige Flug
selbst lief geradezu entspannt ab und auch nach der Landung hatte
keiner großartige Schwierigkeiten seinen Koffer wiederzufinden. Mit
erwartungsvollen Blicken einerseits und vollgepackten Koffern
andererseits wurde Adolfo, welcher die aufgeweckte Truppe in den
nächsten vier Tagen in Spanien herumführen würde, freundlich in
Empfang genommen. Als abends gegen halb 9 dann alle jeweils zu
dritt in ihren Gastfamilien untergebracht wurden, waren die meisten
schon recht gerädert, andere tauschten sich noch quietschlebendig
über den erlebten Tag aus und über das, was noch folgen könnte.
Da es ursprünglich geplant war, einen Tag länger zu bleiben,
gestaltete sich das Programm, was sich hauptsächlich aus
durchgetakteten Stadtbesichtigungen zusammensetzte, als durchaus
komprimiert. Ganz zum Leiden der Freizeit, wie einige missmutig im
Nachgang beklagen. Am Sonntagmorgen ging es mit dem Bus nach Madrid
hinein, von wo aus die mehr oder minder ausgeschlafene Reisetruppe
in Begleitung von Adolfo mehrere Plätze besuchte, wie auch das
berühmte Stadion Santiago Bernabeu und den Königspalast, wenn
beides auch nur von außen. Zudem wurde sich noch eine Kirche etwas
näher angeschaut. Gefolgt von zwei Stunden zur freien Verfügung,
endlich...! Shoppen, Essen gehen und mit Freunden die Stadt nochmal
selbst erkunden. Die nahegelegene Stadt Segovia sowie Avila selbst
wurden ebenfalls noch in den Tagen beguckt. Wobei Avila ungefähr
die Größe von Stade einnimmt und zudem eine sehr schöne Stadtmauer
vorzeigt, die auch unten in den Bildern abgelichtet wird. Insgesamt
wurde viel besichtigt, stundenlang herumgelaufen und auch die
spanische Küche wurde gespannt inspiziert und auf ihren guten
Geschmack getestet. So wurden beispielsweise traditionelle Tapas
und Schokoladen-Churros gegessen, was ein frittiertes, spanisches
Gebäck ist, zumeist mit Schokoladensoße, aber auch mit Karamell zu
haben ist. Außerdem bietet die spanische Küche, laut Hannah, sehr
viel essig- und öllastiges Essen, „aber total lecker!“ So gab es
beispielsweise bei ihrer Gastmutter, einer etwas älteren und
schlicht locker-lustigen Person, jeden Abend einen bestimmten Salat
mit sehr viel Essig und Öl, den es so in Deutschland wohl nicht
gegeben hätte. Auch Kiara war bei einer sehr netten Gastfamilie
untergebracht, auch wenn sich die Kommunikation bisweilen als etwas
schwierig darstellte, da die Gastfamilie fast ausschließlich der
spanischen Sprache mächtig war und „man mit englisch nicht sehr
weit kam“. Allerdings war man so zumindest in gewissem Maße dazu
gezwungen, sein Spanisch-Vokabular auf Vordermann zu bringen, was
ja auch seine guten Seiten hat. Kiara merkte auch an, dass man zwar
im so sonnigen Süden selbst im November eine gewisse Wärme
erwartete, es im Enddefekt jedoch genauso kalt war wie in Stade…
Neben dem vollen Programmplan der Lehrer stand allerdings auch die
Sprachschule von Montag bis Mittwoch, von jeweils 9 bis 14 Uhr, auf
dem Plan mit zweimal einer halben Stunde Pause inbegriffen. Doch an
sich gestaltete sich diese Zeit für die Schüler zumeist ganz lustig
oder zumindest gut erträglich. Am Donnerstag dann ging es schon
wieder gen Heimat, wobei die Truppe auf dem Rückflug nochmal die
Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren lassen konnten und
schließlich wieder Stader Boden unter den Füßen hatte.
Abschließend möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei Hannah und
Kiara für die Auskünfte bedanken.
Auf in den warmen Süden!...oder auch nicht so warm
von Sophia Deleker







