600 Besucher erfreuen sich am Konzert der Stader Gymnasien
so erschienen im Stader Tageblatt m 22.12.2018

Besinnliche Klänge eröffneten das Konzert, fröhlicher Gesang
ertönte zum Ausklang. Und dazwischen trugen 150 Schülerinnen und
Schüler der Stader Gymnasien beim traditionellen Weihnachtskonzert
ein facettenreiches Programm vor.
Für Elfriede Schöning war es die erste Begrüßungsrede, die sie als
Schulleiterin des Vincent-Lübeck-Gymnasiums VLG zum Konzertbeginn
hielt. Ganz anders bei Ernstulrich Heider: Er dirigierte sein 33.
Weihnachtskonzert. Und vielleicht auch sein letztes, denn der
Leiter des Orchesters und Lehrer am VLG geht im nächsten Jahr in
den Ruhestand. Obwohl hinter dem Ruhestand noch ein kleines
Fragezeichen steht, denn Lehrer stehen derzeit hoch im Kurs.
Seit über 33 Jahren hat Ernstulrich Heider einen großen Anteil
daran, dass das Weihnachtsfest für Schüler und Eltern der
Gymnasiasten auch musikalisch aufhorchen lässt. Heider und seine
Mitstreiter haben viele Hundert Schüler an ihren Instrumenten zur
Orchesterreife geführt.
Vor Jahren sei das noch einfacher gewesen, erinnert sich Heider, da
gab es für die Musik-Arbeitsgemeinschaften noch keine so harte
Konkurrenz wie heute. Darum schätzt Heider auch die heutige gute
Zusammenarbeit mit den Instrumentallehrern. All die Jahre war für
Ernstulrich Heider die Arbeit mit den Schülern „einmalig“. Denn ein
reines Schülerensemble, das sei in der Region eben etwas
Besonderes.
Das Orchester, bestehend aus Schülern des VLG und des Athenaeums,
begann ganz besinnlich mit dem Lied „Bleibe bei uns, Oh Herr“, zu
dem auch der Chor die Bühne im Altarraum der St.-Wilhadi-Kirche
betrat. Eine Fantasie on Christmas Carol Tunes for Orchestra und
eine Romanze für Violine und Orchester musste das Publikum noch
abwarten, ehe es klatschen durfte – so die Ansage. Der Beifall war
anhaltend und schien aus vollem Herzen zu kommen.
Über 100 Sänger und Sängerinnen
Dann traten die Chöre ins Rampenlicht. Die Schul- und
Nachwuchschöre des Athe und des VLG brachten locker über 100
Sängerinnen und Sänger auf die Bühne. Zwei Besonderheiten dabei:
Die Chöre sangen nur Lieder von zeitgenössischen Komponisten und
wurden dabei auch von Lehrern kräftig unterstützt. Die Lehrkräfte
füllten die Lücke, die der Weggang der Abiturienten im Chor
gerissen hatte.
Im Zentrum des Konzertabends standen Kompositionen von Georg
Dücker, ebenfalls ein Zeitgenosse. Der Komponist und Musikpädagoge
hat in seinen Kompositionen für Chor und Orchester auch viele
Melodien aus Weihnachtsliedern verwoben. Dücker unterrichtete viele
Jahre an Schulen als Musikerzieher, deshalb sind seine Arbeiten für
Schüler gut nachvollziehbar. „Bei den Stücken lassen sich prima
Kinderchöre integrieren“, sagt Benjamin Warnat, Leiter des
Schulchores des Athenaeums.
Mit „Oh, du fröhliche“, entließen die Schüler ihre Besucher in den
Abend, perfekt eingestimmt auf Weihnachten. Chor und Orchester
indes bereiteten sich auf die sofortige Wiederholung des Konzerts
vor. Da standen die nächsten 300 Besucher auch schon vor der
Kirchentür.
Drucken


