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  1. 2019

Nachgedacht über…: (Kein) Aktuelles Geschehen im normalen Schulunterricht?!

von Jasper Buchweitz

Der Umgang mit den Medien und die Beschaffung von Informationen war früher ganz anders: Es gab große Zeitungen und junge Leute gingen manchmal in Kiosks und kauften sich selbst ein Exemplar dieser Zeitungen mit halbwegs aktuellen Nachrichten. Am Abend schaute man zudem die Fernsehnachrichten und man sprach in der realen Welt über das, was einen beschäftigte. Heutzutage werden Nachrichten und ganze Themenkomplexe gerade bei Jugendlichen oft im Internet behandelt. Über soziale Netzwerke verbreiten sich diese massenhaft und in Sekundenschnelle. Dort wird aber viel zu häufig auf unbewiesenen Falschaussagen und Halbwissen und plumpen, unbegründeten Allgemeinaussagen basierend diskutiert. Selbst Politiker in Spitzenpositionen bedienen sich dieser Strategie. Das Internet ist in allen Gesellschaftsschichten angekommen. Durch das Internet bekommt man die Informationen, die man haben möchte, zu jeder Tageszeit und viele denken, dass sich die Meinungsbildung der Menschen rapide beschleunigt hat.
Diesen Thema kann man somit aus verschiedenen Blickwinkeln aus betrachten.
Laut Informationen von Facebook hatte die Plattform „Instagram“, auf der Bilder und Nachrichten geposted werden, im Jahr 2018 über 1 Milliarde Nutzer weltweit, in Deutschland sind es über 15 Millionen und 200 Millionen Menschen weltweit nutzen die Funktion der „Instastories“ täglich (Quelle: futurebiz.de). Viele definieren sich nicht schon lange nicht mehr durch ihren Charakter, ihre Stärken und ihr Tun, sondern durch Follower oder Likes. Die möglichst positive Darstellung der eigenen Person nimmt vor allem im jungen Alter radikal zu und für das echte Leben bleibt viel weniger Zeit übrig. Schon früh durch kurzweilige Stimmungsladungen geprägt und verwirrt durch unglaublich viele Meinungsbeiträge, können Impulse die eigenen Meinungsbeiträge schnell verrücken. Das alles macht es doch noch viel wichtiger, über all die wirklich wichtigen Themen der nachkommenden Generationen im Schulunterricht zu sprechen. Politiker können mit der heutigen Jugendgeneration häufig scheinbar nur wenig anfangen was soll‘s, sie sind schließlich in der Minderheit und dürfen erst in Jahren wählen, wer weiß, wie das schon bald aussehen könnte. Zumindest heute kommt das bei eben jenen gar nicht an.
All das verdeutlicht es für mich noch eindeutiger: In allen Schulen sollte man mehr über die wichtigen aktuellen Themen wie die sozialen Medien sprechen, um Schüler viel eher auf die Zukunft vorzubereiten nicht mehr ausschließlich die Erkenntnisse der Vergangenheit, welche natürlich niemals in Vergessenheit geraten sollten. Aber wie soll das möglich werden? Gerade in Deutschland ist eine Änderung der länderinternen Schulgesetze schwierig, Kompromisse müssen gefunden werden und wertvolle Zeit wird verbraucht. Und so, wie heute Beiträge zu aktuellen Themen stattfinden, wollen es viele nicht haben. Denn beispielsweise gegen Referate sprechen viele Gründe, vor allem, dass sie doch viel zu oft an den jeweiligen Fachlehrer und nicht an die Zuschauer gerichtet sind.
Vielleicht muss man neu denken und sich nicht nur auf die Digitalisierung des Unterrichts konzentrieren, sondern grundliegende Veränderungen schaffen!? Vielleicht aber auch nicht. Die Zukunft wird es zeigen…

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