Der Umgang mit den Medien und die Beschaffung von Informationen war
früher ganz anders: Es gab große Zeitungen und junge Leute gingen
manchmal in Kiosks und kauften sich selbst ein Exemplar dieser
Zeitungen mit halbwegs aktuellen Nachrichten. Am Abend schaute man
zudem die Fernsehnachrichten und man sprach in der realen Welt über
das, was einen beschäftigte. Heutzutage werden Nachrichten und
ganze Themenkomplexe gerade bei Jugendlichen oft im Internet
behandelt. Über soziale Netzwerke verbreiten sich diese massenhaft
und in Sekundenschnelle. Dort wird aber viel zu häufig auf
unbewiesenen Falschaussagen und Halbwissen und plumpen,
unbegründeten Allgemeinaussagen basierend diskutiert. Selbst
Politiker in Spitzenpositionen bedienen sich dieser Strategie. Das
Internet ist in allen Gesellschaftsschichten angekommen. Durch das
Internet bekommt man die Informationen, die man haben möchte, zu
jeder Tageszeit und viele denken, dass sich die Meinungsbildung der
Menschen rapide beschleunigt hat.
Diesen Thema kann man somit aus verschiedenen Blickwinkeln aus
betrachten.
Laut Informationen von Facebook hatte die Plattform „Instagram“,
auf der Bilder und Nachrichten geposted werden, im Jahr 2018 über 1
Milliarde Nutzer weltweit, in Deutschland sind es über 15 Millionen
und 200 Millionen Menschen weltweit nutzen die Funktion der
„Instastories“ täglich (Quelle: futurebiz.de). Viele definieren
sich nicht schon lange nicht mehr durch ihren Charakter, ihre
Stärken und ihr Tun, sondern durch Follower oder Likes. Die
möglichst positive Darstellung der eigenen Person nimmt vor allem
im jungen Alter radikal zu und für das echte Leben bleibt viel
weniger Zeit übrig. Schon früh durch kurzweilige Stimmungsladungen
geprägt und verwirrt durch unglaublich viele Meinungsbeiträge,
können Impulse die eigenen Meinungsbeiträge schnell verrücken. Das
alles macht es doch noch viel wichtiger, über all die wirklich
wichtigen Themen der nachkommenden Generationen im Schulunterricht
zu sprechen. Politiker können mit der heutigen Jugendgeneration
häufig scheinbar nur wenig anfangen was soll‘s, sie sind
schließlich in der Minderheit und dürfen erst in Jahren wählen, wer
weiß, wie das schon bald aussehen könnte. Zumindest heute kommt das
bei eben jenen gar nicht an.
All das verdeutlicht es für mich noch eindeutiger: In allen Schulen
sollte man mehr über die wichtigen aktuellen Themen wie die
sozialen Medien sprechen, um Schüler viel eher auf die Zukunft
vorzubereiten nicht mehr ausschließlich die Erkenntnisse der
Vergangenheit, welche natürlich niemals in Vergessenheit geraten
sollten. Aber wie soll das möglich werden? Gerade in Deutschland
ist eine Änderung der länderinternen Schulgesetze schwierig,
Kompromisse müssen gefunden werden und wertvolle Zeit wird
verbraucht. Und so, wie heute Beiträge zu aktuellen Themen
stattfinden, wollen es viele nicht haben. Denn beispielsweise gegen
Referate sprechen viele Gründe, vor allem, dass sie doch viel zu
oft an den jeweiligen Fachlehrer und nicht an die Zuschauer
gerichtet sind.
Vielleicht muss man neu denken und sich nicht nur auf die
Digitalisierung des Unterrichts konzentrieren, sondern
grundliegende Veränderungen schaffen!? Vielleicht aber auch nicht.
Die Zukunft wird es zeigen…
Nachgedacht über…: (Kein) Aktuelles Geschehen im normalen Schulunterricht?!
von Jasper Buchweitz



