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  1. 2019

Pro- und Contra des frühzeitigen Englischlernens

von Janne Ingwersen

Wann ist das richtige Alter für Kinder, um mit Fremdsprachen wie Englisch anzufangen? In einigen Grundschulen wird Englisch ab der 3. Klasse unterrichtet, viele sind jedoch der Meinung, dass dies schon zu spät sei in unserer heutigen internationalen Umgebung. In diesem Artikel habe ich mir über das Pro- und Contra der frühsprachlichen Bildung Gedanken gemacht.
Viele Professoren sind der Meinung, dass man mit einem bilingualen Leben nie zu früh anfangen kann. Gut Englisch zu können ist heutzutage ein „must“! Allein schon wegen des Berufes, den man später haben wird, ist es immer nützlich, Kunden, die Probleme mit unserer komplizierten Sprache haben, in einem freundlichen, internationalen Umgang bedienen zu können. Diese und auch unsere weiteren Mitbürger, die noch nicht sehr lange hier leben, würden sich dadurch wohler und integrierter fühlen. Viele Menschen, vor allem aus den älteren Generationen, haben starke Verständigungsprobleme, auch wenn sie sich Mühe geben. Wir selbst merken immer wieder, dass wir gebraucht werden wegen unserer Englischkenntnisse, auch wenn sie meist nicht sonderlich gut sind. Nicht nur im realen Leben, wenn man das so nennen kann, weil die digitalen Medien eigentlich bereits Teil unseres realen Lebens geworden sind, ist Englisch immer wieder nützlich und notwendig. Wenn man verreist, essen geht, Besuch bekommt oder einfach neue Leute kennen lernen möchte, ist bei den meisten der Google-Übersetzter leider schon Standard. Oft genug bin ich selber in Alltagssituationen als Dolmetscher gefragt und bin davon ziemlich genervt. Wäre es nicht einfacher, wenn mehr von uns, für die Älteren oder „Ausländer“ beziehungsweise mit ihnen, Englisch reden könnten?
Zwar kann man einwenden, dass es zusätzlich schwer ist für Kleinkinder, erst einmal richtig Deutsch zu lernen - und dann sollen sie auch noch Englisch lernen? Ich selbst aber war auf einer internationalen Schule und habe dadurch Englisch und viele Kulturen kennen und schätzen gelernt, ich bin sehr dankbar dafür. Zuhause Deutsch zu sprechen oder mit Freunden in der Schule tut man meistens sowieso nebenbei. Ich kenne viele Kinder die mehrsprachig aufgewachsen sind und es hat ihnen nie geschadet, geschweige denn, es ist ihnen schwer gefallen. Wie ihr feststellt, fällt es mir tatsächlich schwer, weitere gute Argumente gegen das frühe Lernen von Englisch zu finden – sollten auch aber welche einfallen, könnt ihr mir diese gerne zukommen lassen…

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