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  1. 2019

„Geflohen, vertrieben – angekommen?“ - Aktueller als man denkt...

 von Janne Ingwersen

Neugierig richteten sich alle Blicke der 11b auf die Tafeln der Ausstellung, noch bevor diese offiziell eröffnet wurde. „Geflohen, vertrieben – angekommen? Aspekte der Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert“ , so lautet der Name der Ausstellung, welche am 10. März im Forum des Athenaeums zu Stade eröffnet wurde. Nachdem unser Schulleiter Martin Niestroj eine kurze Ansprache hielt und sich sehr freudig über dieses Projekt zeigte, wurde die Ausstellung offiziell von Jan Effinger, welcher den „Volksbund für Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.“ an diesem Tag vertreten durfte, und Landrat Michael Roesberg, eröffnet. Roesberg äußerte sich sichtlich bewegt und auch begeistert davon, wie vorbildlich es von dem Athenaeum sei, eine solche Ausstellung für alle zugänglich zu präsentieren. „ Wer schon mal in der nahen Gedenkstätte Bergen-Belsen war, der hat verstanden was es heißt, dass wir Frieden brauchen und keine weiteren Kriege“, meinte Landrat Roesberg in seiner Eröffnungsansprache und verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung einer solchen Ausstellung, die nicht nur Schülerinnen und Schüler das Leid von Flucht und Vertreibung näherbringen soll. Auch die Gedenkstätte Sandbostel mit ihren Kriegs- und Flüchtlingsgräbern im Landkreis Rotenburg sei nah dran und stimme alle ihre Besucher nachdenklich. Jan Effinger teilte den Gästen anschließend mit, dass Kriegsgräber dauerhaft gepflegt und nicht vergessen werden sollten, wofür seine Gesellschaft sich täglich einsetze. Zudem meinte er, dass in solchen Gräbern nicht nur gefallene Soldaten liegen, sondern auch die Familien mit Kindern und Haustieren, die unschuldig an dem Geschehen waren und trotzdem sterben mussten. Besonders deutlich wurde an diesem Vormittag vor allem die Aktualität und Bedeutung, welche dieses Thema immer noch hat und wie viele unserer Mitmenschen davon betroffen sind. Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen. Neben neun doppelseitigen großen Tafeln gibt es im Forum auch geheimnisvolle Glasvitrine zu sehen, welche vom Goldap-Museum in Stade zur Verfügung gestellt wurde.
Insgesamt ist die Ausstellung bisher sehr gut angekommen. Wer sie noch nicht gesehen hat, muss sich beeilen. Noch bis zum Montag, den 1. April, ist sie im Forum des Athenaeums zu sehen.

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