Neugierig richteten sich alle Blicke der 11b auf die Tafeln der
Ausstellung, noch bevor diese offiziell eröffnet wurde. „Geflohen,
vertrieben – angekommen? Aspekte der Gewaltmigration im 20. und 21.
Jahrhundert“ , so lautet der Name der Ausstellung, welche am 10.
März im Forum des Athenaeums zu Stade eröffnet wurde. Nachdem unser
Schulleiter Martin Niestroj eine kurze Ansprache hielt und sich
sehr freudig über dieses Projekt zeigte, wurde die Ausstellung
offiziell von Jan Effinger, welcher den „Volksbund für Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e.V.“ an diesem Tag vertreten durfte, und
Landrat Michael Roesberg, eröffnet. Roesberg äußerte sich sichtlich
bewegt und auch begeistert davon, wie vorbildlich es von dem
Athenaeum sei, eine solche Ausstellung für alle zugänglich zu
präsentieren. „ Wer schon mal in der nahen Gedenkstätte
Bergen-Belsen war, der hat verstanden was es heißt, dass wir
Frieden brauchen und keine weiteren Kriege“, meinte Landrat
Roesberg in seiner Eröffnungsansprache und verwies in diesem
Zusammenhang auf die Bedeutung einer solchen Ausstellung, die nicht
nur Schülerinnen und Schüler das Leid von Flucht und Vertreibung
näherbringen soll. Auch die Gedenkstätte Sandbostel mit ihren
Kriegs- und Flüchtlingsgräbern im Landkreis Rotenburg sei nah dran
und stimme alle ihre Besucher nachdenklich. Jan Effinger teilte den
Gästen anschließend mit, dass Kriegsgräber dauerhaft gepflegt und
nicht vergessen werden sollten, wofür seine Gesellschaft sich
täglich einsetze. Zudem meinte er, dass in solchen Gräbern nicht
nur gefallene Soldaten liegen, sondern auch die Familien mit
Kindern und Haustieren, die unschuldig an dem Geschehen waren und
trotzdem sterben mussten. Besonders deutlich wurde an diesem
Vormittag vor allem die Aktualität und Bedeutung, welche dieses
Thema immer noch hat und wie viele unserer Mitmenschen davon
betroffen sind. Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen. Neben neun
doppelseitigen großen Tafeln gibt es im Forum auch geheimnisvolle
Glasvitrine zu sehen, welche vom Goldap-Museum in Stade zur
Verfügung gestellt wurde.
Insgesamt ist die Ausstellung bisher sehr gut angekommen. Wer sie
noch nicht gesehen hat, muss sich beeilen. Noch bis zum Montag, den
1. April, ist sie im Forum des Athenaeums zu sehen.
„Geflohen, vertrieben – angekommen?“ - Aktueller als man denkt...
von Janne Ingwersen









