Schüler organisieren Sponsorenlauf in Eigenregie
so erschienen im Stader Tageblatt am 10.04.2019

Die fünften Klassen des Gymnasium Athenaeum haben 2750 Euro für den guten Zweck erlaufen. Foto Reineke
Die Klasse 9s des Gymnasium Athenaeum in Stade hat einen
Sponsorenlauf organisiert. Die fünften Klassen haben insgesamt 2750
Euro für das Kinder-Hospiz „Sternenbrücke“ in Hamburg erlaufen. Das
soziale Engagement wird gelobt.
Die Klasse 9s möchte mit dem sozialen Projekt die eigene
Klassengemeinschaft stärken und parallel das Gymnasium als
„Humanitäre Schule“ des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zertifizieren
lassen. Zuletzt hatte die Schule 2006 die Auszeichnung erhalten.
Seit längerer Zeit hatten die Schüler der Klasse 9s über eine
wohltätige Veranstaltung nachgedacht. „Ich hatte letztes Jahr nach
einem Sponsorenlauf gefragt“, sagt Klassensprecherin Jule Hartmann.
Damals wurde ihre Idee jedoch abgelehnt. In diesem Jahr traf der
Vorschlag auf offene Ohren. Den durchgeführten Sponsorenlauf haben
die Schüler innerhalb von drei Monaten geplant.
Auch die Sponsoren, die Rechtsanwaltskanzlei Osthus und Partner,
Krügers Haustechnik, Modehaus Mohr, Volksbank Stade-Cuxhaven und
Böhmke Elektro engagierte, hat die Klasse eigenständig überzeugt.
„Viele Firmen haben unsere Anfrage zuerst abgelehnt“, sagt Hartmann
zur größten Herausforderung. Doch die Klasse konnte für jede fünfte
Klasse einen Sponsor gewinnen.
„Die meisten sind mehr als fünf Runden gelaufen“
Nun waren die Fünftklässler des Athenaeum gefordert. Im Stadion
Camper Höhe musste jeder Schüler in 50 Minuten fünf Runden laufen.
„Die meisten sind mehr als fünf Runden gelaufen“, sagt Mira
Senkbeil, die zu den hauptverantwortlichen Organisatoren der 9s
gehört. Damit stellen die Sponsoren ihr zugesichertes Budget zur
Verfügung, dass an die „Sternenbrücke“ gespendet wird. „Es standen
einige Einrichtungen zur Wahl, aber es ist nicht vorstellbar, wenn
Eltern ihr Kind verlieren“, begründet Hartmann die Wahl für das
Kinder-Hospiz.
Um sich „Humanitäre Schule“ nennen zu dürfen, muss die Klasse im
nächsten Schritt einen 30-sekündigen Film von der Planung bis zur
Durchführung der Veranstaltung erstellen und einen Projektbericht
verfassen. Anschließend wird die Klasse im Namen der Schule in
Einbeck vom DRK ausgezeichnet. Das Gymnasium darf sich dann für das
Jahr 2019 „Humanitäre Schule“ nennen. Vorteile gibt es dadurch
keine.
„Es geht darum, über den Tellerrand hinauszuschauen“, begründet
Jannika Kasten die Teilnahme. Auch die Klasse profitiert nicht von
dem Projekt. Sie hat den Sponsorenlauf in den Pausen und nach dem
Unterricht geplant. Das erstaunt auch den stellvertretenden
Klassenlehrer der 9s Markus Scheliga: „Ich bin beeindruckt von dem
Engagement und der Selbstständigkeit der Schüler.“


