Ihr Roboter ist eine Runde weiter. Vier Jungs aus der Robotic AG
vom Athenaeum qualifizierten sich jetzt für die Europameisterschaft
des RoboCups in Hannover.
Cedric Langeloh, Thies von Schassen, Niklas Erb und Timo Jarck
gehen in die siebte Klasse des Gymnasiums Athenaeum in Stade. Seit
der sechsten Klasse treffen sie sich jeden Freitagnachmittag, um in
der Robotic AG an ihrem eigenen Roboter zu arbeiten. Thies von
Schassen erklärt das Bauen von Robotern sei „wie Lego, ein System,
das man zusammenbauen kann“. Geleitet wird diese Arbeitsgruppe von
Lehrer Thomas Allion.
Die Vier konnten erst bei der Qualifikation in Hamburg und
anschließend in Magdeburg jeweils den unerwarteten zweiten Platz
belegen. „Wir haben erst nicht damit gerechnet“, erklärt Timo. Sie
setzten sich gegen 34 Teams durch. Damit sind sie automatisch bei
der Europameisterschaft des Wettbewerbs in Hannover dabei.
Der „RoboCup Junior“ ist der größte Wettbewerb für intelligente
Roboter weltweit. Die Teilnehmer sind zwischen 10 und 19 Jahren
alt. Er teilt sich in drei Ligen. In der Liga „OnStage“ müssen die
Roboter eine Bühnenshow aufführen. Bei „Soccer“ spielen die Roboter
Fußball in einem kleinen Feld gegeneinander.
Das Team der vier Jungs, die unter dem Namen „Team No Name“
antraten, nahm in der Liga „Rescue Line“ teil. Sie erklären, dass
der Roboter hier einer Linie folgen, an Verzweigungen die richtige
Abbiegung finden und Hindernissen ausweichen muss. Außerdem soll er
bergauf und bergab fahren können. Anschließend wird der Roboter in
ein Feld gesetzt, aus dem er Kugeln aufsammeln muss. Diese Liga
soll Rettungseinsätze in Krisengebieten oder Kriegszonen
simulieren. Die Kugeln, die der Roboter aufsammelt, sollen dabei
Opfer darstellen. Erschwerend können Zahnstocher oder fest
installierte Gegenstände dazukommen. „In der letzten Arena haben
die Jungs mit Abstand den besten Lauf gezeigt.“, lobt Lehrer Thomas
Allion. Er leitet die AG seit 2005.
Voraussetzung bei dem Wettbewerb ist, dass die Roboter selbst
gebaut und selbst programmiert werden. In ihrer Konstruktion
verwendeten die13-Jährigen auch selbstgedruckte 3D-Elemente.
Außerdem brachten sie sich die Programmiersprache „Robot C“ selbst
bei, berichtet ihr Lehrer Thomas Allion. Niklas meint, dass es
„unendlich dauern kann, einen Roboter zu bauen.“ Sie arbeiten immer
noch daran, denn: „das Programmieren endet nie.“. „Es geht immer
noch besser und schneller“, sagt Thies. Lehrer Thomas Allion
bedankte sich für die Unterstützung des Elternvereins, ohne den es
dem Team nicht möglich gewesen wäre nach Magdeburg zu fahren. Er
sei bereits wieder auf der Suche nach neuen Sponsoren für die
Europameisterschaft, die vom 21. bis 23. Juni in Hannover
stattfinden wird.




