Am 14.06. begab sich eine Delegation aus acht Schülerinnen und
Schülern sowie zwei Lehrkräften zum Deutschen Roten Kreuz nach
Hannover, um die Auszeichnung „Humanitäre Schule 2019“
entgegenzunehmen. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne
dankte in seiner Rede den ausgezeichneten Schulen für deren
humanitäres Engagement.
Der Auszeichnung war eine lange Arbeitsphase vorausgegangen, die
letztlich in ein humanitäres Projekt mündete. Zunächst musste das
Gymnasium sogenannte Scouts vom DRK ausbilden lassen. Zu diesem
Zweck fuhren die vier Zehntklässler Antonia Assler, Filiz Milter,
Kevin Glaesener und Hendrik Elsen an zwei Wochenenden zum
Jugendrotkreuz nach Einbeck. In der zweiten Phase führten diese
vier Scouts in der Schule mit der Klasse 9s ein humanitäres
Planspiel durch, welches an die UN angelehnt ist. Zu diesem Zweck
befreite der Schulleiter Martin Niestroj sowohl die Scouts als auch
die 9s zwei Tage vom Unterricht. Letztlich war es dann in Phase III
die Aufgabe der Klasse 9s, eigenständig ein humanitäres Projekt zu
initiieren. Hierbei entschieden sich die Schülerinnen und Schüler
mehrheitlich für einen Spendenlauf zugunsten der
Kindersterbehospizes „Sternenbrücke“ in Hamburg. Mit finanziellen
Anreizen der Firmen Modehaus Mohr in Dollern, Volksbank
Stade-Cuxhaven eG, Krügers Haustechnik und Elektro-Beleuchtung
Böhmke in Harsefeld sowie der Rechtsanwälte Osthus & Partner
konnten die fünften Klassen 2750 Euro erlaufen, welche diese
Sponsoren im Anschluss an das Hospiz gespendet haben.
Gymnasium Athenaeum als Humanitäre Schule ausgezeichnet -
letzte Auszeichnungen waren 2005 und 2006
2750 Euro nach Sponsorenlauf an Kinderhospiz „Sternenbrücke“
gespendet
von Markus Scheliga


Die SEK-I-Koordinatorin Ina Steinfeld, welche die Schülerinnen und
Schüler begleitete, zeigte sich begeistert über das soziale
Engagement innerhalb der Schülerschaft: „Neben dem
Schulsanitätsdienst, den Konfliktschlichtern und dem
Rettungsdienstprojekt in Zusammenarbeit mit der DLRG haben wir nun
ein weiteres soziales Projekt an unser Schule, welches das Ziel
hat, Dienst am Nächsten und im Namen der Menschlichkeit zu
leisten.“ Das sei eine runde Sache geworden und sie sei stolz auf
die Schülerinnen und Schüler, so die Koordinatorin.
Das Zertifikat „Humanitäre Schule“ wird vom DRK seit 15 Jahren
vergeben. Voraussetzung ist stets, dass eine Schule ein gänzlich
neues Projekt initiiert, welches es dort noch nicht gibt. Im
kommenden Jahr müssen sich die Athe-Schüler folglich eines neuen
Vorhabens widmen, um wieder als humanitäre Schule ausgezeichnet zu
werden. Erste Ideen gebe es bereits, so Markus Scheliga, der
stellvertretende Klassenlehrer der 9s.



