Sie sind verboten und doch reizen sie so manche, insbesondere junge
Menschen. Die Rede ist von Drogen bzw. Cannabis. Viele sind
wahrscheinlich der Meinung, dass man durch Drogen automatisch gut
drauf ist und es zum Beispiel auf Partys extrem cool ist, etwas
Verbotenes zu machen. Doch was Cannabis wirklich mit dem Körper
macht, ist nicht so spaßig, wie die zehnten Klassen in der letzten
Oktoberwoche auf einer Drogenpräventionsveranstaltung erfuhren.
Nach einer Vorstellung des Programms durch Herrn Pape stellte sich
uns zunächst noch unsere neue Schulsozialarbeiterin Frau Jensen
vor. Dann klärten uns vier Schüler, die einen Vortrag aufgrund
eines Fehlverhaltens im Bezug auf Cannabiskonsum vorbereitet
hatten, über die Arten, die Namen, die Aufnahme, die Wirkung, das
Auftauchen, den Konsum, die Phasen, die Sorten und die dadurch
entstehende Sucht der Droge auf. So bringt der Konsum von Cannabis
eine große Anzahl an Schäden und Folgen für den Körper mit sich:
Bad- oder Horrortrips, die Angstzustände, Gefühlslosigkeit,
Herzrasen, Panikattacken, Gedächtnissprünge, Realitätsverlust,
Lungenprobleme (beim Rauchen von Cannabis), Halsschmerzen und
Husten (bei der gestreckten Droge), Psychose und natürlich den
Rausch bzw. das High mit sich bringen. Außerdem wird durch den
Konsum die Gefahr, an einer Depression zu erkranken deutlich höher
und auch die Selbstmordgefahr steigt sehr. Man kann Cannabis über
das Essen, Joints und Rauchen zu sich nehmen, wobei es auch
verschiedene Mischungen und Kombinationen gibt. Wenn es dann zur
Sucht kommt, entsteht ein zwanghaftes Verhalten und eine physische
und psychische Abhängigkeit, die entweder durch eine ambulante,
teilstationäre oder stationäre Aufnahme behandelt wird.
Cannabis – Wie gefährlich ist der Rausch wirklich?
Text von Leah Engelke, Bilder von Janne Ingwersen


Die Phasen dieser Behandlungen sind die Entgiftung, der Entzug, die
Entwöhnung und die ambulante Weiterversorgung. Jeder zehnte
14-15-Jährige hat schon einmal Marihuana, Haschisch oder
Haschischöl, welche die verschiedenen Sorten von Cannabis sind, zu
sich genommen. Dabei ist der Konsum gerade bei jungen Menschen
verheerend, da das Gehirn noch nicht vollständig ausgereift ist.
Nach diesem lehrreichen Vortrag unserer Mitschüler erzählte uns
Polizeihauptkommissar Herr Schwarz von der Polizei Stade noch, dass
das Raum- und Zeitgefühlverändert werden, die Aufmerksamkeits- und
Konzentrationsfähigkeit nachlassen und die Reaktions- und
Entscheidungsfähigkeit verlangsamt werden. Gerade das Autofahren
ist deshalb so gefährlich, da der in Cannabis enthaltene Wirkstoff
THC und der dadurch verursachte Rausch zwei bis vier Stunden
anhält, wenn man dann mit dem Auto erwischt wird, entstehen Kosten
zwischen 5000 und 7000 Euro. So manche von den Geschichten Herrn
Schwarz brachten einen zum Nachdenken.
Wenn man schlecht drauf, traurig oder ängstlich ist, wird man durch
Cannabis nicht glücklich, die aktuelle Stimmung wird nur verstärkt,
daher ist der Konsum auch so risikoreich und gefährlich. Von
Cannabis und jeder anderen Droge ist also dringend abzuraten! Unter
dem Strich war es eine sehr lehrreiche Veranstaltung, die bestimmt
so manchen ins Grübeln brachte.


