Sie sind hier :
  1. 2019

Cannabis – Wie gefährlich ist der Rausch wirklich?

Text von Leah Engelke, Bilder von Janne Ingwersen

Sie sind verboten und doch reizen sie so manche, insbesondere junge Menschen. Die Rede ist von Drogen bzw. Cannabis. Viele sind wahrscheinlich der Meinung, dass man durch Drogen automatisch gut drauf ist und es zum Beispiel auf Partys extrem cool ist, etwas Verbotenes zu machen. Doch was Cannabis wirklich mit dem Körper macht, ist nicht so spaßig, wie die zehnten Klassen in der letzten Oktoberwoche auf einer Drogenpräventionsveranstaltung erfuhren.
Nach einer Vorstellung des Programms durch Herrn Pape stellte sich uns zunächst noch unsere neue Schulsozialarbeiterin Frau Jensen vor. Dann klärten uns vier Schüler, die einen Vortrag aufgrund eines Fehlverhaltens im Bezug auf Cannabiskonsum vorbereitet hatten, über die Arten, die Namen, die Aufnahme, die Wirkung, das Auftauchen, den Konsum, die Phasen, die Sorten und die dadurch entstehende Sucht der Droge auf. So bringt der Konsum von Cannabis eine große Anzahl an Schäden und Folgen für den Körper mit sich: Bad- oder Horrortrips, die Angstzustände, Gefühlslosigkeit, Herzrasen, Panikattacken, Gedächtnissprünge, Realitätsverlust, Lungenprobleme (beim Rauchen von Cannabis), Halsschmerzen und Husten (bei der gestreckten Droge), Psychose und natürlich den Rausch bzw. das High mit sich bringen. Außerdem wird durch den Konsum die Gefahr, an einer Depression zu erkranken deutlich höher und auch die Selbstmordgefahr steigt sehr. Man kann Cannabis über das Essen, Joints und Rauchen zu sich nehmen, wobei es auch verschiedene Mischungen und Kombinationen gibt. Wenn es dann zur Sucht kommt, entsteht ein zwanghaftes Verhalten und eine physische und psychische Abhängigkeit, die entweder durch eine ambulante, teilstationäre oder stationäre Aufnahme behandelt wird.

Die Phasen dieser Behandlungen sind die Entgiftung, der Entzug, die Entwöhnung und die ambulante Weiterversorgung. Jeder zehnte 14-15-Jährige hat schon einmal Marihuana, Haschisch oder Haschischöl, welche die verschiedenen Sorten von Cannabis sind, zu sich genommen. Dabei ist der Konsum gerade bei jungen Menschen verheerend, da das Gehirn noch nicht vollständig ausgereift ist. Nach diesem lehrreichen Vortrag unserer Mitschüler erzählte uns Polizeihauptkommissar Herr Schwarz von der Polizei Stade noch, dass das Raum- und Zeitgefühlverändert werden, die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit nachlassen und die Reaktions- und Entscheidungsfähigkeit verlangsamt werden. Gerade das Autofahren ist deshalb so gefährlich, da der in Cannabis enthaltene Wirkstoff THC und der dadurch verursachte Rausch zwei bis vier Stunden anhält, wenn man dann mit dem Auto erwischt wird, entstehen Kosten zwischen 5000 und 7000 Euro. So manche von den Geschichten Herrn Schwarz brachten einen zum Nachdenken.
Wenn man schlecht drauf, traurig oder ängstlich ist, wird man durch Cannabis nicht glücklich, die aktuelle Stimmung wird nur verstärkt, daher ist der Konsum auch so risikoreich und gefährlich. Von Cannabis und jeder anderen Droge ist also dringend abzuraten! Unter dem Strich war es eine sehr lehrreiche Veranstaltung, die bestimmt so manchen ins Grübeln brachte.

Vorschau