Es war eine Expedition der besonderen Art: Zwei Wochen lang war
Moriz Dawert im Silicon Valley, dem Ort in Kalifornien, in dem
schon Tausende ihre Träume verwirklicht haben.
Der Unternehmergeist, den der 16-jährige Athe-Schüler dort
kennenlernen und einsaugen durfte, hat ihn stark beeindruckt. Dass
er ein Start-Up gründen wird, steht für ihn jetzt fest.
Der Elternverein des Athenaeums und die Stiftung Institut für
Jugendmanagement haben die Wirtschaftsexpedition möglich gemacht.
Das Interesse und die Leidenschaft junger Menschen zu wecken, haben
sich beide auf die Fahnen geschrieben. Bei Moritz Dawert hat das
anscheinend geklappt. Wenn er vom Unternehmergeist im Silicon
Valley spricht, gerät er ins Schwärmen.
Weil vieles so anders ist als in Deutschland. Wer eine Idee hat,
kann dort versuchen, sie umzusetzen. Geldgeber sind immer
vorhanden. Je risikoreicher, desto besser. Ein Scheitern wie
hierzulande gibt es nicht. Wer sein Projekt in den Sand setzt, muss
nicht auch noch gleich den Kopf in den Sand stecken. Er hat es
wenigstens versucht – allein dafür gebührt ihm Respekt. Noch eine
Idee? – Kein Problem, mach einfach.
Zusammen schafft man mehr
Die international besetzte Gruppe der Expeditionsteilnehmer hat im
Silicon Valley das Gespräch gesucht und die wichtigsten Aspekte in
einem 138-seitigen Bericht festgehalten. „Das war nur in einem gut
funktionierenden Team möglich“, sagt Moritz Dawert. Auch das eine
weitere beeindruckende Erfahrung: Zusammen schafft man mehr.
Der Bereich künstliche Intelligenz hat es dem Elftklässler angetan.
„Das ist das Ding der Zukunft“, sagt der Stader. Auch hier hat der
Expeditionsreisende in Kalifornien viel gelernt. Dort würden
Neuerungen auf dem Gebiet gleich vermarktet. Das bringe dann wieder
Geld für weitergehende Forschungen. Anscheinend ein effizientes
System. Martin Dawert: „Fraglich, ob wir die USA auf dem Gebiet der
Künstlichen Intelligenz noch einholen können.“
Worin die Länder USA und Deutschland aber vergleichbar sind: Von
nichts kommt nichts. Auch im Silicon Valley arbeiten die
Geschäftsleute an die 60 Stunden pro Woche oder mehr.
Nur die hierzulande in Unternehmen übliche Hierarchie gebe es
nicht. Das sei den Menschen dort auch anzusehen. Alle liefen locker
gekleidet durch die Gegend. Krawatte würde dort keiner tragen. Am
ehesten vergleichbar: Die Socken sind die Krawatten im Silicon
Valley.
Vortrag
Von seinen zwei Wochen als Teilnehmer der Wirtschaftsexpedition
berichtet Moritz Dawert am Donnerstag, 14. November, ab 19 Uhr in
der Aula des Athenaeums
Eine Expedition ins Silicon Valley
so erschienen im Stader Tageblatt am 13.11.2019



