Thomas Pape ist jetzt schon seit etwa einem Jahr stellvertretender
Schulleiter am Athenaeum. Zu diesem Anlass hat er den Athereportern
ein paar Fragen beantwortet und erzählt hier von seinem Amt, seinen
Aufgaben, Möglichkeiten und was das Beste daran ist…
Athereporter: Was genau machen Sie eigentlich als Stellvertreter
von Herrn Niestroj?
Thomas Pape: „Ich unterrichte, kümmere mich mit um die
Stundenverteilung, also welcher Lehrer welche Klasse übernimmt,
erstelle mit die Stundenpläne, vor allem zu Beginn des Schuljahres,
behalte die Statistik der Unterrichtsversorgung im Auge und
ansonsten bin ich für alles, was im Alltag der Schule anfällt, da
(als Ansprechpartner bzw. in Zusammenarbeit mit SchülerInnen,
Eltern, KollegInnen, Schulleitung, Behörden).“
Gab es in Ihrem ersten Jahr als Stellvertreter schon eine
schwierige Entscheidung?
„Ja, die gab es, ziemlich direkt zu Beginn meiner Amtszeit. Herr
Niestroj war schon am zweiten Tag auf einer Schulleiter-Fortbildung
und somit war ich in der Position des Schulleiters, es gab in einer
schwierigen Situation also keine Möglichkeit der Rücksprache mehr.“
Warum sind Sie sein Stellvertreter geworden?
„Ich finde die Aufgabe einfach spannend und abwechslungsreich, es
gibt jeden Tag neue Situationen und die Organisation und Arbeit in
der Schulleitung waren schon vorher interessant für mich.“
Was ist das Schöne an dieser Position?
„Die Abwechslung zwischen Unterricht und anderen Arbeiten, außerdem
die Organisation und Gestaltungsmöglichkeiten.“
War es eine große Ehre für Sie, für diese Position gefragt worden
zu sein?
„Für mich war eher eine Aufgabe.“
Was halten Sie von Ihrer Vorgängerin Frau Schöning und ihrer
Arbeit?
„Ich habe sehr gern mit ihr zusammengearbeitet und viel von ihr
gelernt. Ihre schnellen Entscheidungen haben mich beeindruckt, das
kann ich so (noch) nicht und wollte es jedoch auch nicht immer.“
Zählt Ihre Stimme mehr als die von „einfachen“ Lehrern?
„Das kommt auf den Zusammenhang an. In der Schulleitung habe ich
mehr Möglichkeiten, aber in Abstimmungen zählt meine Stimme auch
nur einfach.“
Was würden Sie ändern, wenn sie Schulleiter wären?
„Das kann ich noch nicht sagen. Es gibt schon einiges, was ich
eventuell ändern wollte, sich aber nicht ohne Weiteres ändern
lässt.“
Welche Themen besprechen Sie am häufigsten mit dem Schulleiter?
„Eigentlich alles, was gerade anliegt. Zum Beispiel Themen über
SchülerInnen, Kollegen, Behörden und so weiter…“
Sprechen Sie denn oft mit dem Schulleiter?
„Ja, jeden Morgen schon vor dem Unterricht. Zusätzlich gibt es eine
Besprechung mit der ganzen Leitungsgruppe, die zwei Stunden
wöchentlich zu bestimmter Zeit stattfindet. Sonst natürlich immer,
wenn es nötig ist.“
Können auch Sie Schüler suspendieren oder ist das dem Schulleiter
zu überlassen?
„Nur in Ausnahmesituationen, normalerweise ist dafür die
Klassenkonferenz zuständig. Das Suspendieren ist aber auch nicht
mein Anliegen.“
Was sind die Voraussetzungen, um Stellvertretender Schulleiter zu
werden?
„Man muss mindestens Lehrer an der jeweiligen Schulform (oder einer
äquivalenten Funktion) sein, man braucht Interesse am Organisieren
und Gestalten, man sollte gerne mit Menschen zusammenarbeiten und
sich nicht scheuen, auch mal unpopuläre Entscheidungen treffen zu
müssen.“
Unterrichten Sie weiterhin ganz normal?
„Ja, zwölf Stunden pro Woche in den Fächern Bio, Chemie und zum
Teil Mathe.“
Wollen Sie unseren Lesern noch irgendetwas sagen?
„Mir gefällt’s hier am Athe sehr. Ich freue mich, dass ich an
dieser Schule unterrichten kann und hoffe, dass ich meinen Job als
stellvertretender Schulleiter für möglichst alle gerecht,
transparent und zufrieden stellend mache und noch eine ganze Weile
machen kann.“
Die Athereporter treffen...: Den stellvertretenden Schulleiter Thomas Pape
von Janne Ingwersen und Katharina Wenk



