Seit vielen Monaten arbeitet unsere Schülervertretung an dem
Projekt, eine „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ zu werden,
wie es in ganz Deutschland bereits 3.000 Schulen sind. Nachdem drei
Viertel unsere SchülerInnen ihre Unterschrift als Unterstützung
gegeben hatten, war es endlich soweit und es wurde Kontakt zur
Landesorganisation hergestellt und ein Termin gefunden, an welchem
unserer Schule die Auszeichnung übergeben werden sollte.
Es war der 7. Februar in unserer Aula, zu welchem Anlass alle
Lehrer, KlassensprecherInnen sowie Mitwirkende des Projekts
eingeladen wurden. Es gab einen tollen musikalischen Einstieg der
Klasse 9m unter der Leitung von Herrn Waldermann, woraufhin eine
erste offizielle Begrüßung der Schülervertreter Tim Evers und Laura
Kaczmarczyk stattfand und dann Reden unseres Schulleiters Herr
Niestroj, von der Schuldezernentin Frau Ellin Nickelsen sowie der
Patin dieses Projekts, Frau Iyamide Mahdi folgte. Es wurde deutlich
gemacht, was diese Auszeichnung für eine Schule bedeutet und wie
aktuell dieses Thema heute, hier und jetzt ist. „Diskriminierung
darf man keinen Raum geben“ (Herr Niestroj); „Nur wenn man anfängt,
kann man auch weiter kommen“ (Frau Nickelsen); „Eine Schule ohne
Rassismus ist eine Schule mit Vielfalt“ (Frau Iyamide Mahdi).
Oft fiel auch der Satz: „Es ist keine Auszeichnung oder ein Preis,
sondern vielmehr eine Verpflichtung.“ Wozu haben wir uns eigentlich
verpflichtet? Zu drei bestimmten, aber eigentlich
selbstverständlichen Dingen: 1. Diskriminierung nicht zu dulden,
sondern immer dagegen vorgehen, wenn man etwas mitbekommt. 2.
Mögliche Wege finden, um für mehr Toleranz zu sorgen. 3. Einmal
jährlich ein nachhaltiges Projekt gegen Rassismus zu starten.
Es ist mehr als eine Urkunde an einer Wand, denn wir haben uns
gemeinsam dazu entschieden, etwas zu verändern und den Titel
„Schule ohne Rassismus“ auch mit Leben zu füllen. Davon soll ganz
Stade profitieren, denn es sind schon einige Pläne für die nahe
Zukunft angedacht. Zum Beispiel sollen Schüler von uns Grundschulen
besuchen und dort helfen bzw. informieren und diskutieren. Ebenso
wird es mehr Diskussionen, Statements und Informationen zu diesem
Thema an unserer Schule geben. An alle gab es den Appell von Patin
Frau Mahdi, welche dieses Projekt tatkräftig begleitet und
gefördert hat, sich selber mehr einzubringen, sich weiterhin
hierfür zu begeistern und zu recherchieren, einander zu
unterstützen und auch mit Argumenten unsere Gegner zu überzeugen.
Abschließend lässt sich sagen, dass es für die allermeisten sehr
beruhigend ist, die Gewissheit zu haben, dass Diskriminierung
jeglicher Art hier NICHT toleriert und diese Verpflichtung
entsprechend ernst genommen wird.
„Schule Ohne Rassismus“ – Ein Titel, ja, aber vielmehr eine Verpflichtung!
von Janne Ingwersen



