Die Athereporter treffen… die SV: Frischer Wind und neue Ideen
von Luisa Krei und Katharina Wenk

Die Schulsprecher Tim Evers und Laura Kaczmarczyk (vorne) und ein Teil ihres Teams der SV.
Ende des vergangenen Jahres hat es in der Gruppe der
Schülervertretung am Athenaeum einige Änderungen gegeben. Damit
diese Informationen auch alle SchülerInnen erreichen, hat
Schülersprecher Tim Evers uns Athereportern im Februar ein
Interview gegeben, welches einige Angebote, Motivationen und Pläne
seines Teams beleuchtet und außerdem das neue Konzept für
Problemlösungen vorstellt.
Jugendreporter: Was genau macht eigentlich die SV?
Tim Evers: „Die SV ist verantwortlich für viele Dinge des
Schullebens. Beispielsweise für die Vertretung der Interessen der
Schülerschaft (gegenüber Schulleitung und Kollegium), die Planung
und Umsetzung von Projekten (wie Schulball, Weihnachtsaktion),
Projekte (zum Beispiel Handysammelaktion), das Stellen von Anträgen
(Gesamtkonferenz/Schulvorstand), Beratung über Aspekte, die die
Schule betreffen (z.B. Einführen neuer Bücher), Mitarbeit in vielen
Gremien und so weiter. Außerdem sind wir als SV Ansprechpartner bei
Problemen fast jeder Art, die in der Schule auftreten (Vermittlung
von Ansprechpartnern, Weitergabe an beispielsweise den
Stadtschülerrat, siehe Konzept Problembearbeitung).“
Wie kann man Mitglied in der SV werden?
„Indem man zu einer Schülerratssitzung kommt und sich dort in die
SV wählen lässt.“
Wie viele Mitglieder hat die SV derzeit?
„Wir sind 23 Leute aus verschiedenen Jahrgängen.“
Wer leitet die SV?
„Die Leitung der SV übernehmen die Schülersprecher (Laura
Kaczmarczyk und ich). Wir organisieren SV-Treffen, sammeln
Projektideen, sprechen mit Verantwortlichen und der Schulleitung
(es gibt regelmäßige Treffen), schreiben Pressemitteilungen, stehen
in Kontakt zum Stadt- und Kreisschülerrat, prüfen Konzepte der AGs,
planen bei AG-Treffen mit, stehen im Austausch zu anderen Schulen,
geben Hinweise und Anregungen zu Konzepten, stellen Ideen und
Anregungen dem Schulleiter vor, organisieren also das laufende
Geschäft und die Struktur und passen auf Termine, Fristen und
darauf auf, dass es regelmäßig Treffen gibt. Die verschiedenen AGs
haben sogenannte Teamheads, also Gruppenleiter, welche Treffen der
AGs festlegen und diese abhalten, sie stehen in engem Kontakt zu
den Schülersprechern.“
Wie regelmäßig sind diese Treffen?
„Es finden regelmäßig Treffen der einzelnen AGs (alle zwei bis vier
Wochen) statt sowie Treffen mit der gesamten SV (alle zwei bis
sechs Wochen). Hinzu kommen die Treffen mit dem Schulleiter (alle
zwei bis drei Wochen), Absprachen der Schülersprecher (wöchentlich)
und Absprachen mit den Teamheads (alle ein bis zwei Wochen).“
Was macht Ihr in den Arbeitsgruppen?
„Hier findet die Ausarbeitung von ersten Konzepten für verschieden
Projekte, die dem Schulleiter vorgestellt werden können, statt.
Anschließend natürlich auch die Evaluation, also die Auswertung,
dieser.“
Wie kamt Ihr auf die Idee, diese Arbeitsgruppen zu entwickeln?
„Wir haben festgestellt, dass es mit so vielen Leuten und so vielen
verschiedenen Ideen schwer ist, produktiv zu arbeiten. Des Weiteren
interessiert sich nicht jeder für alle Projekte. So kam die Idee
der AGs auf. Jeder konnte entscheiden, was ihn interessiert und wo
er mitarbeiten möchte. Durch die AGs sind Treffen einfacher zu
organisieren und da jeder Interesse an dieser Thematik hat, kann
effektiv gearbeitet werden. Ferner müssen sich die SV-Mitglieder
nicht auf mehrere Projekte gleichzeitig konzentrieren. Die
Teamheads haben die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und
die Mitglieder können eigenständiger arbeiten, was die Motivation
erhöht.“
Wer hatte die Idee zum Konzept zur Problembearbeitung?
„Vor ca. vier Jahren gab es schon mal ein ähnliches Konzept, an
dessen Entstehung ich mitgearbeitet habe. Damals hat die
Problembearbeitung sehr gut und zuverlässig funktioniert. Nun
wollten wir den Schülern klarmachen, dass wir für sie da sind und
uns für sie einsetzen. Damit transparent wird, wie wir Probleme
bearbeiten und auch die Mitglieder genau sehen, was wann getan
wird, haben wir eben dieses Konzept ausgearbeitet und
veröffentlicht.“
Wie klappt dieses Prinzip bisher?
„Bislang gab es nur wenige Probleme, bei denen wir dieses Konzept
angewendet haben. Wenn es aber Anwendung findet, klappt es
ausgezeichnet gut und zuverlässig, da jeder genau weiß, was wann zu
tun ist, man die Schritte gut terminieren kann und auch die
Betroffenen selbst genau wissen, wie mit ihrem Problem umgegangen
wird.“
Welche Projekte wollt Ihr euch in nächster Zeit vornehmen?
„Das größte Projekt ist zurzeit wohl Schule ohne Rassismus. Dort
soll eventuell eine Podiumsdiskussion stattfinden. Aber Projekte
wie eine Bienenwiese, der Verkauf von Schulmaterial, ein Filmabend
oder ein Schulball sind auch in Planung. Des Weiteren wollen wir
für die fünften Klassen wieder ein Sommerfest auf die Beine
stellen.“
Wie läuft die erwähnte Handysammelaktion?
„Bisher recht mau, einige Schüler haben schon Handys abgegeben,
aber da kann noch mehr passieren! Über ein wenig Werbung,
vielleicht auch über euch, würden wir uns freuen. Viele wissen
nämlich auch gar nicht, dass wir sogar kaputte Geräte, alte
Headsets und Kabel sammeln. Und eben nicht nur alte Handys.“
Welche Ziele habt Ihr euch für 2020 gesetzt?
„Unser Ziel ist es, die Meinungen und Interessen der Schüler so gut
es geht zu unterstützen und zu repräsentieren. Durch das Projekt
‚Schule ohne Rassismus‘ wollen wir das Schulklima am Athe dauerhaft
verbessern. Auch im Umweltschutz und Bereich ‚Nachhaltige Schule‘
wollen wir in diesem Jahr viel verändern. Zudem wollen wir uns an
schulübergreifenden Projekten beteiligen und auch den Kontakt in
unserer Schule etwa durch Filmabenden und andere Aktionen
(Schulball etc.) verbessern.“
Vielen Dank für das Interview.
„Sehr gerne. Wir halten euch über diesen Kanal auf jeden Fall auf
dem Laufenden.“


